Admira Villach hat seine Leistung aus der Vorwoche (2:1 in Bad Kleinkirchheim) bestätigt. Die Truppe von Coach Udo Ortoff schlägt den SV Wernberg mit 3:0. Den Zuschauern wurde neben den drei Toren einiges in dieser Partie der 1. Klasse B geboten: Ein Ausschluss, je ein nicht gegebener Elfmeter auf beiden Seiten plus je ein zu Unrecht gegebener Strafstoß ebenfalls auf beiden Seiten. Und eine Heimelf, die 37 Minuten lang in Unterzahl spielte und dabei das Ergebnis von 1:0 auf 3:0 auffettete.
Das erste Ausrufezeichen im Spiel setzten die Gäste, als Freithofnigg nach einem wunderbar vorgetragenen Angriff über Frank, Wulz und Arneitz den Ball alleine vor Admira-Torhüter Weghofer neben die Latte setzte. Im Gegenzug machte die Admira erstmals mit einem Weitschuss von Brandauer knapp über die Querlatte auf sich aufmerksam. Kurz darauf stand auch Schiri Walder im Mittelpunkt. Nach einem Gerangel im Admira-Strafraum zeigte der Referee zuerst auf den Elfmeterpunkt, um kurz darauf seine Entscheidung zu revidieren – Freistoß für Admira.
Die Hausherren, vor allem im Mittelfeld viel zweikampfstärker und aggressiver, gingen nach 33 Minuten verdient in Führung. Eckball Brandauer, am langen Eck wurde Marco Ebner von der Wernberger Defensive übersehen – 1:0.
Nur zwei Minuten wiederum Aufregung im Strafraum. Schiri Walder ahndete ein vermeintliches Handspiel im Wernberger Strafraum nicht. Die Elfmeter-Reklamationen der Admiraner verhallten ungehört. Nur logisch, dass die Partie immer heißer wurde, die Emotionen überkochten. Die – leider fast vorhersehbare – Folge: Gelb-Rot für Admiras Ebner nach Foulspiel an Ulbing (53.).
Doch noch ehe die Gäste Nutzen aus der numerischen Überlegenheit schlagen konnten, pfiff der Referee Elfmeter für Admira (57.). Eine weite Flanke der Hausherren in den Strafraum versuchte Wernberg-Verteidiger Theuermann per Kopf zu klären. Dabei sprang der Ball an die Hand von Teamkollegen Fillafer, der mit dem Rücken (!) zu Theuermann stand. Truppe verwandelte trocken zum 2:0.
Fünf Minuten später dann ein Elfmeterpfiff auf der anderen Seite (Viele Zuschauer sprachen von einer „Kompensationsentscheidung“). Dominik Truppe bekam den Ball außerhalb des Strafraums an die Hüfte - Strafstoß für Wernberg, den Admira-Keeper Weghofer parierte.
Admira nutzte die kurze Schockstarre der Wernberger aus, fuhr praktisch im Gegenzug einen Konter. Torjäger Brandauer schloss mit einem scharfen Schuss ins lange Eck zum 3:0 ab. Damit war die Luft bei den Gästen draußen und die Partie zu Gunsten der Admira entschieden.
Udo Ortoff, Trainer ESV Admira Villach: „Wir waren sehr bissig, lauf- und zweikampfstark. Wir wollten den Sieg unbedingt. Die Schirileistung war für beide Seiten indiskutabel. Einer der Schlüssel zum Erfolg war David Grasser, der den wichtigsten Mann der Wernberger, Berni Wulz, neutralisiert hat.“
Bericht: Albin Tilli; www.punktelieferant.at - die Redaktion bedankt sich herzlich!