In der 1. Klasse Mitte zieht Wolfgang Thun-Hohenstein, Trainer des SV Glanegg, eine Zwischenbilanz zur Hinrunde seiner Mannschaft. Nach einem schwierigen Herbst mit mehreren verletzungsbedingten Ausfällen und einer jungen Mannschaft, die sich noch in der Entwicklung befindet, wirkt der Coach trotz wechselhafter Ergebnisse optimistisch. Zuletzt konnte Glanegg gegen den SC Kappel gewinnen, ehe die Spiele gegen den SV Wernberg, die WSG Wietersdorf, den GSC Liebenfels und den SV Rosegg jeweils verloren gingen. In der Tabelle steht der Verein aktuell mit 20 Punkten auf Rang elf von 16 Teams. Besonders hebt Thun-Hohenstein den Teamgeist und die Kontinuität im Verein hervor: Ein neuer Vorstand, klare Strukturen und ein hohes Engagement im gesamten Umfeld prägen den derzeitigen Weg des Kärntner Klubs.

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„Bei uns war in erster Linie der Zusammenhalt hervorragend – und ist es nach wie vor“, betont Thun-Hohenstein im Gespräch. Trotz personeller Rückschläge durch drei bis vier langwierige Verletzungen blieb die Stimmung im Team positiv.
Bei einem Trainingslager, an dem 20 Spieler teilnahmen, war deutlich zu spüren, dass alle an einem Strang ziehen. Auch bei den Trainingseinheiten steht konstant eine große Gruppe auf dem Platz – ein klares Zeichen für den intakten Mannschaftsgeist in Glanegg.
Die Mannschaft des SV Glanegg setzt verstärkt auf junge Talente. Thun-Hohenstein verweist im Interview auf einen Neuzugang (Jahrgang 2008), der ebenfalls für die kampfmannschaft aufgebaut werden soll.
Neben ihm sollen auch drei derzeit verletzte Spieler schon bald wieder zur Verfügung stehen: „Drei werden zu 90 Prozent retour in der Mannschaft sein.“ Der Trainer sieht die Entwicklung des Teams positiv, auch wenn er Geduld einmahnt: „Es wird vielleicht noch ein bis zwei Jahre brauchen, bis wir ganz dort sind, wo wir hinwollen, aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass sich die Mannschaft sehr gut entwickelt.“ Dieser Ansatz, auf Nachwuchs und Eigenbau zu setzen, soll langfristig Kontinuität und Stabilität sichern.
Sportlich zeigte der Herbst eine durchwachsene Bilanz. Nach einem Remis zum Start in die Saison war die Mannschaft zwischenzeitlich auf Rang sechs der Tabelle geklettert, ehe eine Serie an Niederlagen gegen starke Gegner das Punktekonto schrumpfen ließ.
Besonders beeindruckt zeigte sich Thun-Hohenstein im Rückblick vom SV Afritz – dem aktuellen Tabellenführer und stärksten Gegner der bisherigen Saison. „Nicht umsonst sind sie Tabellenführer; das war auch der beste Gegner, gegen den wir gespielt haben“, so der Trainer. Mit Blick auf die kommende Rückrunde will Glanegg vor allem die Heimstärke ausbauen und von der personellen Entspannung profitieren. Die drei Rückkehrer sollen ebenso wie der junge Neuzugang frischen Schwung in den Kader bringen.
Auch abseits des Rasens herrscht Zuversicht: Laut Thun-Hohenstein zieht das gesamte Umfeld – vom neuen Vorstand bis zur Mannschaft – in dieselbe Richtung. Damit ist klar: Der SV Glanegg will in der zweiten Saisonhälfte nicht nur sportlich konstanter werden, sondern auch den eingeschlagenen Weg der Nachwuchsförderung konsequent weitergehen.