Zwischen dem SV Rosegg und dem SV Cleverdruck Wernberg entwickelte sich in der 1. Klasse Mitte ein intensives Duell, das von hoher Einsatzbereitschaft, Phasen der Kontrolle und einem offenen Finish geprägt war. Michael Johann Lattacher zog eine nüchterne, aber zufriedene Bilanz: „Grundsätzlich wollten wir heute gewinnen. Das Unentschieden ist am Ende des Tages gerecht.“ Er verwies auf eine starke Startphase seiner Elf und darauf, dass in dieser Phase der mögliche Doppelschlag liegen geblieben sei. Gleichzeitig sprach er die schwierigen Bodenverhältnisse in Rosegg an und dass sich sein Team phasenweise vom Stil des Gegners anstecken ließ. Positiv hob er Geschlossenheit, Fairness und eine souveräne Spielleitung hervor – ein Resümee, das die aktuelle Stimmungslage rund um Wernberg nach diesem Auftritt gut umreißt.

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Wernberg erwischte den besseren Start und lag früh mit 1:0 in Führung, durch Philipp Ronacher, ehe Rosegg zum 1:1 durch Marko Simunovic ausglich. Der Eindruck der Kontrolle deckt sich mit der Einschätzung des Trainers: „Das war meine Mannschaft, vor allem in den ersten 30 Minuten. Da hätten wir das 2:0 machen müssen.“ In dieser Phase sah Lattacher die Weichenstellung – die Chancen waren da, genutzt wurden sie nicht konsequent genug. Dass sein Team in der Anfangsphase mehr vom Spiel hatte, gab der Trainer unmissverständlich zu Protokoll. Gleichzeitig blieb er bei der Bewertung des Gesamtauftritts geerdet: Der Punkt sei in Summe verdient und werde akzeptiert. Dieser Mix aus Anspruch und Einordnung prägte seine erste Analyse unmittelbar nach dem Abpfiff.
Die Partie kippte im Rhythmus: „Ab der 30. Minute sind wir etwas zu hektisch geworden“, beschrieb Lattacher die Phase nach dem starken Auftakt. Erst gegen Ende entwickelte sich ein Schlagabtausch, in dem beide Seiten auf Sieg spielten: „Zum Schluss haben beide Mannschaften mit offenem Visier gespielt – da hätte das entscheidende Tor in beide Richtungen fallen können.“ Diese Schilderung passt zur Dynamik eines Spiels, das sich von klaren Wernberger Anteilen in den ersten 30 Minuten hin zu einem offenen Ringen entwickelte – mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Dass am Ende kein Sieger vom Feld ging, störte Lattacher angesichts des Spielverlaufs nicht: Seine Mannschaft habe das Remis angenommen und ziehe die richtigen Lehren aus den Schlüsselmomenten.
Ein zentraler Faktor lag für den Trainer im Untergrund: „Die Bodenverhältnisse in Rosegg haben es unserem Spiel nicht leicht gemacht, und wir haben uns vom Kick-and-Rush der Rosegger anstecken lassen.“ Dem Gegner zollte er Respekt – auch mit Blick auf dessen Situation: „Der SV Rosegg spielt mit dem Rücken zur Wand, also gegen den Abstieg, hat sein Herz am Platz gelassen, uns Paroli geboten und sich den Punkt verdient.“ Personell sieht Lattacher sein Team breit aufgestellt und leistungsorientiert: „Der Kader beim SV Cleverdruck Wernberg ist sehr groß. Alle sind mit Eifer dabei, und von Woche zu Woche zählt die Trainingsleistung, um sich für die ersten Elf beziehungsweise den Kader zu nominieren.“ Zum Abschluss unterstrich er den Charakter des Duells und lobte die Unparteiischen: „Fürs erste Meisterschaftsspiel hat meine Mannschaft sehr ordentlich gespielt. Hervorzuheben ist auch die geschlossene Leistung des Schiedsrichterteams mit Dorfer Heinz und Leitgeb Martin. Sie haben aus meiner Sicht sehr gut gepfiffen und das Spiel stets unter Kontrolle gehabt hat. Es war ein hartes, aber faires Spiel.“