In der 1. Klasse Mitte führt SV Afritz 1975 nach 17 Spielen die Tabelle mit 38 Punkten an. Obmann Artur Friedrich Kahlhofer ordnet die Lage beim Spitzenreiter ein und verweist auf die Serie vor der Winterpause: ein 1:1 gegen Friesacher AC, ein 1:0 bei SV Straßburg, ein 2:0 gegen Schiefling, ein 3:2 gegen ATUS Feistritz/R. und ein 3:1 bei SC Reichenau. Während die Konkurrenz dicht aufrückt, setzt Afritz auf Geschlossenheit, intensive Vorbereitung und eine klare Linie im Verein. Kahlhofer betont die besondere Verbindung zwischen Trainerteam, Mannschaft und Umfeld, die den Tabellenführer trägt – und gibt einen Ausblick auf die nächsten Schritte, vom Frühjahrsauftakt bis zum langfristig angelegten Nachwuchsprojekt im Gegendtal.

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Die Entwicklung ist messbar: Laut Ranking-Trend arbeitete sich Afritz früh an die Spitze und behauptete sie seit Runde 6 über weite Strecken. Nur in Runde 15 rutschte der Klub kurzzeitig auf Rang 2, um sich danach wieder auf Platz 1 festzusetzen. Die jüngste Ausbeute – 1:1, 1:0, 2:0, 3:2, 3:1 – unterstreicht die Konstanz und zeigt, dass das Team auch in engen Spielen Lösungen findet.
Dazu passt die nüchterne Herangehensweise von Kahlhofer: „Wir wollen von Spiel zu Spiel schauen. Wir wissen einfach, dass das eine harte Saison wird.“ Dass Afritz in den direkten Duellen mit Friesacher AC, SV Straßburg, Schiefling, ATUS Feistritz/R. und SC Reichenau meist die besseren Antworten fand, festigte die Tabellenführung – und liefert das Fundament für einen ambitionierten Frühling in der 1. Klasse Mitte.
„Was sehr gut funktioniert hat, war die Einheit zwischen Trainer und Mannschaft“, sagt Kahlhofer – und adelt den Coach: „Wir haben unglaubliches Glück gehabt mit unserer Trainerwahl. Unser Trainer, Robert Samonig und Co-Trainer Julian Eder sind ein Glücksgriff für den SV Afritz. Sie können sehr, sehr gut mit jungen Spielern, entwickeln junge Spieler weiter.“ Die Mannschaft zieht laut Kahlhofer mit: „Wir haben durchtrainiert – dosiert, aber sehr, sehr intensiv – und die jungen Burschen haben voll mitgezogen.“
Zugleich bleibt die Hierarchie flach: „Wir haben keinen Superstar in der Mannschaft, der Star ist die Mannschaft.“ Einen Leistungsträger hebt der Obmann dennoch hervor: den Tormann und Kapitän, der sich harmonisch ins Kollektiv einfügt. Enormen Anteil schreibt Kahlhofer zudem der Anhängerschaft zu: „Unsere Fans sind unser größtes Kapital, jeder, der schon in Afritz am Sportplatz war, weiß, dass das unser zwölfter Mann ist.“
Personell herrscht Kontinuität: „Wir haben den Kader gleich halten können.“ Zwei Spieler kamen dazu – ein junger Neuzugang und ein Rückkehrer. Ein „großer Schreckmoment“ prägte den Herbst: Ein sehr wichtiger Spieler hatte einen schweren Unfall, ist „Gott sei Dank jetzt wieder im Training und gesund“. Aktuell meldet Kahlhofer: „Wir sind voll fit.“
Auch abseits des Rasens setzt der Verein auf Beständigkeit: „Seit Sommer letzten Jahres hat sich da nichts verändert … diese Stabilität und dieses nicht Hin- und Herwechseln macht uns erfolgreich. Wir haben eine stabile Basis, auch im Vorstand, der aus sehr, sehr vielen jungen, engagierten Spielern besteht - und das schon über Jahre.“
Den Blick nach vorne richtet Afritz mit einem strukturierten Konzept: „Ab Sommer 2026 starten wir ein spezielles Jugendprojekt, das unsere eigenen Spieler mindestens fünf bis sieben Jahre intensiv ausbilden soll, das SV Afritz-Jugendprojekt Gegendtal.“ Finanzielle und personelle Ressourcen werden gebündelt, die Vorbereitungen liefen ein Jahr lang. Kahlhofers Schlussakkord passt zum Gesamtbild aus Demut, Planung und Zusammenhalt: „Es ist schön, diesem Verein vorzustehen.“