Spielberichte

Wolfgang Pitschko (SV Steuerberg): „Wir waren von Anfang an spielbestimmend“ – 1:0-Sieg gegen ATUS Feistritz/R.

SV Steuerberg
ATUS Feistritz/R.

Nach einem intensiven Heimauftritt gegen ATUS Feistritz/R. in der 1. Klasse Mitte ordnete Trainer Wolfgang Pitschko die Lage beim SV Steuerberg mit klaren Botschaften ein. Sein Fazit: Kontrolle und Stabilität prägten den Auftritt, offensiv blieb jedoch zu vieles liegen – sogar vom Punkt. Die Stimmung nach dem knappen 1:0 ist dennoch zuversichtlich, weil der Auftritt in die richtige Richtung weist und der Sieg spürbar Selbstvertrauen freisetzt. Gleichzeitig klang auch Ärger über nicht geahndete Strafraumszenen an. Zwischen Dominanz, Chancenwucher und knappen Entscheidungen erzählte dieser Abend aus Sicht der Gastgeber mehr über Haltung und Entwicklung als über das nackte Resultat.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kontrolle, Klarheit, defensive Disziplin

„Wir waren von Anfang an spielbestimmend“, beschrieb der Trainer einen Auftritt, der das Geschehen über weite Strecken diktierte. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle.“ Der Schlüssel lag für ihn in der Balance: „In 90 Minuten haben wir keine wirklich klare Torchance zugelassen, wir haben uns defensiv sehr diszipliniert verhalten. Offensiv haben wir sehr viele Chancen kreiert, diese aber nicht früh genug genutzt, um das Spiel früher zu entscheiden.“ Diese Mischung – Stabilität hinten, Wucht vorne – formte das Bild eines Duells, das klar in eine Richtung lief, ohne früh entschieden zu sein.

Chancenflut, Elfmeter, Siegtor

Das große Thema für den Trainer: Effizienz. „Die Effizienz war sehr schlecht.“ Pitschko bezifferte die Fülle an Möglichkeiten: „Wir hatten in der ersten Halbzeit sechs oder sieben Torchancen und in der zweiten Halbzeit fünf oder sechs. Inklusive eines Elfmeters, den wir verschossen haben, konnten wir das Spiel nicht vorzeitig entscheiden.“ Dennoch gab es den entscheidenden Moment: Kurz nach der Pause traf Thomas Biedermann in der 48. Minute zum 1:0 – der Treffer, der den Unterschied machte und die Spielkontrolle in Zählbares ummünzte. Dass es bis zum Schluss eng blieb, passte zur Erzählung des Abends: viel Aufwand, späte Belohnung.

Standards, strittige Szenen und ein positiver Ausblick

Auf ruhende Bälle legte das Spiel keinen besonderen Fokus. Pitschko fasste die Standards knapp zusammen: „Eher nicht.“ Er präzisierte: „Offensiv gab es von unserer Seite ein, zwei kleine Möglichkeiten. Auch auf der Gegenseite gab es ein, zwei gefährliche Situationen, aber keine klare Torchance.“ Diskussionsstoff boten dagegen mehrere Strafraumszenen: „Wir hätten zwei Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Leider wurden diese nicht gegeben.“ Trotz allem überwog nach dem Schlusspfiff der konstruktive Blick nach vorn – getragen vom Erfolg und der Art des Auftritts: „Durch diesen Sieg haben wir wieder ein bisschen mehr Selbstvertrauen und Sicherheit erlangt, und dann kommt das eine oder andere Tor, die eine oder andere verwertete Chance, einfach von selbst.“

1. Klasse Mitte: Steuerberg : Feistritz - 1:0 (0:0)

  • 48
    Thomas Biedermann 1:0