Nach einer intensiven, kampfbetonten Partie in der 1. Klasse Mitte ordnete Hannes Lassnig, Trainer des SC Sörg, die Lage klar ein. Zwei frühe Platzverweise (Denis Sahitaj, 24.; Amir Cirikovic, 43.) stellten die Begegnung auf den Kopf – und doch beeindruckte Sörg mit großer Widerstandskraft: In Unterzahl glichen die Hausherren zweimal aus und kamen in der Schlussphase noch zu gefährlichen Standards. „Es war ein kampfbetontes Spiel“, hielt Lassnig fest. Am Ende stand ein 2:2, doch die prägenden Momente lagen in Haltung, Anpassung und konsequenter Defensive.

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Lassnig hob den starken Start seiner Mannschaft hervor, ehe der erste Einschnitt folgte: „Wir sind sehr gut gestartet und haben in den ersten 15, 20 Minuten ein gutes Spiel geliefert. Nach dem ersten Ausschluss haben wir ein blödes Gegentor kassiert. Bis zur Pause waren wir wieder gut im Spiel, dann kam kurz vor der Halbzeit der zweite Ausschluss – sehr unglücklich. In der 2. Halbzeit muss man der Mannschaft ein Kompliment machen: Mit zwei Spielern weniger haben wir zweimal einen Rückstand aufgeholt; am Ende hätten wir mit etwas Glück sogar noch den Sieg machen können.“ Der Spielverlauf: Schiefling ging in Führung (0:1, Aleksa Jevtimijevic, 28.), Sörg glich nach der Pause zum 1:1 aus (Marco Leikam, 51.). Kurz darauf traf Dominik Kruschitz zum 1:2 (55.), ehe ein Eigentor von Marius Meisslitzer zum 2:2-Endstand führte (70.).
Vor allem der Platzverweis gegen Amir Cirikovic sorgte für Diskussionen. „Der zweite Ausschluss gegen Amir war aus meiner Sicht sehr fragwürdig. Er hat sich gedreht, wollte den Ball Richtung Tor spielen und hat dabei den Gegenspieler unglücklich am Daumen erwischt. Von Absicht zu sprechen, ist nicht korrekt – dafür eine rote Karte zu geben, ist sehr hart“, erklärte Lassnig. Trotz doppelter Unterzahl blieb Sörg griffig, verschob kompakt und setzte Nadelstiche im Umschalten: „In Unterzahl war es schwierig, aber wir hatten Möglichkeiten und waren in dieser Phase sicher nicht die schlechtere Mannschaft. Mit etwas Glück hätten wir am Ende sogar noch gewinnen können.“
Ein roter Faden war die Qualität bei ruhenden Bällen – ein probates Mittel in Unterzahl. „Durch eine Standardsituation haben wir ein Tor erzielt, da war Martin Stark per Kopf entscheidend beteiligt. Kurz vor Schluss, in der Nachspielzeit, hatten wir noch einen Corner, der geklärt wurde; vermutlich wäre daraus noch ein weiterer Eckball entstanden, doch da hat der Schiedsrichter abgepfiffen. Unsere Standards waren an diesem Tag sehr gut und ein wichtiges Mittel, vor allem in Unterzahl“, so Lassnig. Für die nächsten Aufgaben setzt der Coach auf Mut und Disziplin: „Es war insgesamt ein gutes Spiel von uns, gerade weil wir lange in Unterzahl waren. Wir haben die schwierigen Situationen als Kollektiv stark gemeistert. Entscheidend ist, den gezeigten Willen mitzunehmen – und unnötige Ausschlüsse abzustellen.“