In der 23. Runde der 1. Klasse Mitte feierte der SV Afritz 1975 gegen den SC Raika Kappel einen hart erarbeiteten 2:0-Heimsieg. Zur Pause hieß es noch 0:0, erst nach dem Wechsel brach Afritz den Widerstand. Kevin Jernej traf in Minute 57, Rene Kofler legte in der 85. als Joker nach. Obmann Artur Friedrich Kahlhofer sprach von einem Arbeitssieg: „Gegen den Letzten ist es immer schwer, aber die Burschen haben durchgezogen.“ Zugleich betonte er den Druck im Titelrennen: „Wir haben den Sieg heute gebraucht.“

Foto von Emma Benedict auf Unsplash
Afritz erwischte den aktiveren Start und hatte über weite Strecken der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. „In der ersten Halbzeit hatten wir viele gute Chancen, aber es ist nichts reingegangen“, schilderte Obmann Artur Friedrich Kahlhofer das zähe Anlaufen, das mit einem 0:0 in die Kabinen ging. Nach dem Wechsel belohnte sich der Tabellenführer: In Minute 57 stocherte Kevin Jernej zum 1:0 ein. Kahlhofer ordnete den Treffer als reines Willenstor ein: „Das 1:0 wurde mit Kampf und Willen vorbereitet, ein Pressball ist glücklich für uns gefallen. Tor ist Tor, das hat uns geholfen.“ Mit der Führung im Rücken lief es leichter. Ganz ruhig blieb es aber nicht: „Bei einem 1:0 kann immer noch alles passieren.“ Erst als Joker Rene Kofler in der 85. Minute zum 2:0 traf, war der Deckel endgültig drauf und der nächste Pflichtsieg eingefahren.
Inhaltlich passte das Bild zur Einschätzung des Obmanns: „Wir waren sicherlich die bessere Mannschaft“, sagte Kahlhofer, verwies aber sofort auf den unangenehmen Gegner. „Gegen den scheinbar schwächeren Gegner – den es in unserer Liga nicht gibt –, kann jeder jeden schlagen. Kappel hat sich tapfer gewehrt und alles rausgehauen.“ Der Letzte der Tabelle zeigte Moral, Afritz blieb am Drücker und ließ hinten wenig zu. Auch deshalb gab es kaum Diskussionen: „Der Schiedsrichter hat das sehr gut gemacht. Es war eine sehr faire Partie.“ Für Afritz war der Dreier doppelt wichtig, weil die Konkurrenz ebenfalls punktet: Nach 23 Runden hält der Leader bei 50 Punkten, dahinter lauern Schiefling (49) und Bad Kleinkirchheim (47). Kappel bleibt mit 13 Zählern hinten, präsentierte sich aber respektabel und fair.
Ein Schlüssel am Ende war die Bank. „Unser Einwechselspieler Rene Kofler hat richtig Schwung gebracht“, lobte Kahlhofer den Joker, der die Entscheidung besorgte. „Ich freue mich, dass er das erlösende 2:0 geschossen hat. Das war ein schönes Tor.“ Genau diese Entlastung brauchte Afritz nach dem hart erarbeiteten 1:0, denn die Gäste blieben bis zum Schluss lästig. Kaum war der Sieg im Trockenen, ging der Blick nach vorne – und der nächste Brocken wartet: „Wir freuen uns auf das Spiel gegen Bad Kleinkirchheim. Das wird ein richtig heißer Ritt“, so Kahlhofer. Man kenne sich gut, der Umgang sei freundschaftlich, „aber in diesen 90 Minuten will natürlich jeder gewinnen.“ Mit dem Rückenwind aus dem 2:0 geht Afritz selbstbewusst in das Duell.