In der 24. Runde der 1. Klasse Mitte feierte der SV Steuerberg einen klaren 5:2-Heimsieg gegen den SV Rosegg. Die Gastgeber legten früh los, führten zur Pause 3:1 und brachten das Spiel nach dem Wechsel souverän zu Ende. Doppelpacker Manuel Egger traf vor und nach der Halbzeit, in der Nachspielzeit stellte Patrik Harald Walder den Endstand her. Trainer Wolfgang Pitschko sprach von einer kontrollierten Vorstellung und einem hochverdienten Erfolg – trotz zweier Gegentore nach Standards.

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Der Nachmittag in Steuerberg begann nach Maß: Nach zehn Minuten war der Knoten gelöst, Daniel Walder stellte trocken auf 1:0. Nur wenig später legte Thomas Biedermann nach und erhöhte in der 17. Minute auf 2:0. Rosegg meldete sich zwar umgehend zurück und kam durch Kenan Derzic in der 19. Minute zum 2:1-Anschluss, doch die Hausherren ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Manuel Egger stellte bereits in Minute 26 den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her – 3:1, mit diesem Polster ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb Steuerberg das aktivere Team und nutzte die Räume konsequent. Wieder Egger traf in der 53. Minute zum 4:1. In der Schlussphase verkürzte Jonas Lehmann noch einmal auf 4:2 (83.), ehe in der Nachspielzeit Patrik Harald Walder zum 5:2-Endstand traf (90+2). Über weite Strecken hatte Steuerberg mehr vom Spiel und brachte den verdienten Sieg sicher ins Ziel.
Nach dem Abpfiff war Wolfgang Pitschko die Zufriedenheit anzumerken – und er fand klare Worte für die Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben das Spiel eigentlich neunzig Minuten kontrolliert, waren klar die bessere Mannschaft“, sagte der Trainer und sprach sogar von „geschätzt siebzig zu dreißig Prozent Ballbesitz“. Dass es am Ende „nur“ 5:2 hieß, passte für ihn ins Bild: „Wir haben uns sehr, sehr viele Chancen erspielt, dafür eigentlich zu wenig Tore gemacht, obwohl wir fünf geschossen haben.“ Entscheidend war für ihn, dass seine Elf rechtzeitig nachlegte: „Mit dem 3:1 vor der Pause war es für mich so, dass ich gesagt habe: Das gewinnen wir heute.“ Pitschko hob die Grundtugenden hervor: „Wir waren kämpferisch sehr stark, haben einen Großteil der Zweikämpfe gewonnen und sehr einfachen, geradlinigen Fußball gespielt. Deswegen haben wir uns so viele Torchancen erarbeitet.“ Für ihn stand fest: „Es war ein hochverdienter Sieg.“
So klar der Erfolg ausfiel, Pitschko benannte auch den einzigen Wermutstropfen – die Gegentore nach ruhenden Bällen. „Wir haben zwei Tore aus Standardsituationen bekommen. Das ist definitiv etwas, wo wir uns besser verhalten können“, hielt der Coach nüchtern fest. Den Gegner erlebte er als personell geschwächt: „Rosegg war sehr ersatzgeschwächt, hatte einige Ausfälle“, überraschen konnte ihn die Auswärtsmannschaft nicht. Positiv strich er den Rahmen heraus: „Die Schiedsrichterleistung war sehr in Ordnung, und es war auch kein hartes oder unfaires Spiel.“ Besonders freute ihn der Auftritt von Doppelpacker Manuel Egger, der beim 3:1 und 4:1 zur Stelle war. „Es freut mich sehr für Manuel Egger, dass er wieder zwei Tore für das Team geschossen hat. Er hatte jetzt eine längere Durststrecke und keine Tore erzielt, und für ihn freut es mich sehr, weil er ein harter Arbeiter ist und immer alles für die Mannschaft gibt“, sagte Pitschko.
Die aktuelle Formkurve passt zur Stimmung im Lager der Steuerberger. „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, weil wir jetzt in sieben Spielen sechsmal gewonnen haben“, betonte Pitschko. In der Tabelle steht seine Elf nach 24 Runden bei 31 Punkten auf Rang zehn, während Rosegg mit 22 Zählern Platz 15 belegt. Für den Trainer ist das aber kein Grund, sich zurückzulehnen. Aus dem 5:2 nimmt er klare Hausaufgaben mit: an den Standards arbeiten, die Konzentration hochhalten – und ansonsten genau das weiterspielen, was am Samstag so gut funktionierte. „Einfacher, geradliniger Fußball“ hatte zahlreiche Chancen gebracht, die Mannschaft blieb am Drücker und kontrollierte das Geschehen. Hält Steuerberg diese Linie, sind die nächsten Punkte in Reichweite – und das Selbstvertrauen ist nach diesem Auftritt ohnehin da.