In der 1. Klasse Mitte trennten sich der FC Bad Kleinkirchheim und der SV Afritz 1975 mit 1:1 – ein Derby, das viel Spannung und noch mehr Respekt bot. Afritz legte vor, fing sich aber postwendend den Ausgleich, danach blieb es bei allem Einsatz beim Remis. Obmann Artur Friedrich Kahlhofer sprach von einem „typischen Derby“ und erklärte: „Wir sind nicht all in gegangen.“ Am Ende stand ein Punkt, der die Enge an der Spitze weiter unterstreicht.

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Der Nachmittag in Kärnten passte ins Derby-Drehbuch: Nach 23 Minuten stellte Tomaz Podgorelec auf 0:1 und brachte Afritz in Front. Doch die Freude hielt nur kurz, bereits in der 25. Minute folgte der schnelle Rückschlag – per unglücklichem Eigentor desselben Spielers stand es 1:1. „Wir haben gehofft, dass wir uns nach dem 1:0 ein bissl freispielen können, und dass so schnell der Ausgleich gefallen ist, das hat uns nicht gutgetan“, sagte Kahlhofer. Zur Pause blieb es beim Unentschieden, nach dem Seitenwechsel suchte Afritz wieder den Weg nach vorne. „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht“, so der Obmann. Beide Teams hielten die Partie offen, ohne das Risiko voll aufzudrehen – auch, weil ein einziger Fehler alles hätte kippen können.
In der Analyse blieb Kahlhofer klar: „Ich denke, wir waren körperlich schon etwas stärker, vielleicht auch die aktivere Mannschaft.“ Dass es trotzdem bei einem Punkt blieb, führte er auf die besondere Derby-Mischung aus Vorsicht und Respekt zurück. „Zum Schluss sind wir nicht all in gegangen. Bei einem Derby kann immer was passieren, und dann wär man vielleicht unbelohnt nach Hause gefahren.“ In den Köpfen spielte auch die jüngste Geschichte mit: „Bad Kleinkirchheim hat zwei-, dreimal heuer in den letzten Minuten noch das entscheidende Tor geschossen. Das verfängt sich im Kopf.“ So entstand jene Bremse, die er „Angst vor der eigenen Courage“ nannte. Kahlhofers Fazit zur Effizienz fiel deutlich aus: „Wenn du keine Tore schießt, hilft dir das alles nix.“
Großen Respekt zollte Kahlhofer dem Gegner: „Die geben einfach nicht auf. Das ist ein Markenzeichen von Bad Kleinkirchheim. Vorne sind sie immer brandgefährlich – die darfst du in 90 Minuten nie aus den Augen lassen.“ Umso wichtiger sei es gewesen, nicht ins offene Messer zu laufen. Gleichzeitig stellte er seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus: „Ich kann heute keinem einen Vorwurf machen. Einsatz, Kampf, Physis – da gibt es nichts zu bemängeln. Uns gelingen im Moment einfach zu wenig Tore.“
In der Tabelle bleibt es knapper denn je: Afritz hält nach 24 Runden bei 51 Punkten, Schiefling liegt mit 52 knapp davor, Bad Kleinkirchheim folgt mit 48. Zum Schiedsrichter wollte sich Kahlhofer nicht äußern; stattdessen blieb der Blick auf das Positive: „Es waren viele Fans da, ein schönes Erlebnis.“ Und der Ausblick ist klar: „Wir brauchen Punkte, um vorne dabei zu bleiben“ – am besten, wenn das fehlende Abschlussglück wieder zurückkehrt.