Deutlicher Auswärtssieg in der 1. Klasse Mitte: Der SC Raika Kappel musste sich dem ATUS Feistritz/R. mit 0:5 beugen. Feistritz legte den Grundstein noch vor der Pause und ließ danach nichts mehr anbrennen. Co-Trainer Ralph Fister sprach von einer „kampfbetonten“ Partie, in der seine Elf „sehr dominant“ auftrat und sich früh absetzte. Entscheidend war für ihn der Strafstoß zum 2:0, kurz darauf das dritte Tor – damit war der Weg zum klaren Dreier geebnet.

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Von Beginn an machten die Gäste ernst. „Kampfbetont, aber Feistritz war sehr dominant“, fasste Ralph Fister die ersten Minuten zusammen. Der schnelle Führungstreffer passte ins Bild: In Minute 11 stellte Timon Gerold Hafner auf 0:1 und gab seiner Mannschaft die gewünschte Ruhe. Das 0:2 besorgte in der 21. Minute David Rottmann – laut Fister vom Punkt. „Mit dem Elfmeter zum 2:0 und kurz darauf folgend das 3:0 war die Partie entschieden“, erklärte der Co-Trainer. Noch vor dem Seitenwechsel setzte Florian Fernando Schuster den nächsten Stich und erhöhte in Minute 42 auf 0:3, zur Pause war die Sache mit diesem Vorsprung weit auf Schiene. Nach dem Wechsel blieb Feistritz am Drücker, ließ hinten wenig zu und setzte die Nadelstiche zur richtigen Zeit. Hafner traf in der 77. Minute ein zweites Mal, ehe Luca Matteo Wagner in Minute 88 den Deckel endgültig draufmachte – 0:5 aus Sicht von Kappel, ein Auswärtssieg, der sich über weite Strecken abgezeichnet hatte.
In der Analyse wollte Fister die Leistung nicht auf einzelne Namen reduzieren. „Im Kollektiv ist die Mannschaft sehr, sehr stark aufgetreten“, betonte der Co-Trainer. Gerade diese Geschlossenheit war an diesem Nachmittag der Schlüssel: Feistritz gewann viele zweite Bälle, verschob konsequent und blieb geduldig, bis sich die Chancen ergaben. Ein Extra-Lob ging an die Jugend: „Ein 15-Jähriger hat heute sein zweites Spiel in der Kampfmannschaft gemacht und war mit Abstand einer der Stärksten.“ Mehr braucht es nicht, um die Stimmung in der Kabine zu beschreiben – die Routiniers lieferten, die Jungen schlossen nahtlos an. Trotz 5:0 blieb Fister selbstkritisch. „Die Chancenverwertung könnte noch ein wenig effizienter werden“, sagte er. Auch das passt ins Bild: Wer auswärts fünfmal trifft und trotzdem Luft nach oben sieht, hat hohe Ansprüche und denkt schon an die nächsten Aufgaben.
Ganz ohne Gefahr war es dennoch nicht. Aus Fisters Sicht hatte Kappel in einzelnen Phasen gute Momente. „In einzelnen Phasen des Spiels war der Stürmer mit der Nummer 77 wirklich entscheidend und hat Chancen kreiert“, erklärte er. Feistritz hielt dagegen, blieb aufmerksam und ließ genau in diesen Minuten nichts anbrennen – auch deshalb stand am Ende die Null. Ein Wort fand Fister für das Gespann: „Die Schiedsrichterleistung war top, die des Assistenten auch. Ich bin hochzufrieden mit der Leistung der beiden Schiedsrichter.“
In der Tabelle hält Feistritz nach 24 Runden bei 30 Punkten, Kappel rangiert auf Platz 16. Die Richtung ist damit klar: „Ich möchte der Mannschaft ein Lob aussprechen und bin stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein“, so Fister. Nimmt das Team die Dominanz und die Konsequenz aus Kappel mit, sind die nächsten Punkte in Reichweite – mit etwas schärferer Klinge vor dem Tor erst recht.