Derby in der 1. Klasse Mitte: Der SC Sörg und der GSC Liebenfels trennten sich nach umkämpften 90 Minuten 1:1. Eric Buggelsheim brachte Sörg vor der Pause in Front, nach der Halbzeit glich ein unglückliches Eigentor von Edon Bajrami aus. Obmann Georg Maltschnig bilanzierte: „Wir waren die etwas bessere Mannschaft und hätten den Sieg verdient.“ Gleichzeitig blieb er sachlich: „Ein 1:1 ist auch okay.“

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Über weite Strecken hatte Sörg mehr vom Spiel, suchte immer wieder den Weg nach vorn und setzte Liebenfels vor der Pause unter Druck. In Minute 36 fiel das 1:0: Torschütze Eric Buggelsheim nutzte eine sauber vorgetragene Aktion. Georg Maltschnig beschrieb die Szene so: „Das Führungstor war eine schöne Aktion: von der Cornerlinie in den Fünfer gespielt, und er musste nur noch abschließen.“ Mit dem 1:0 ging es auch in die Kabinen. Nach Wiederbeginn blieb die Partie offen, der Gast kam durch ein unglückliches Eigentor von Edon Bajrami zum 1:1 (65.). „Unser Verteidiger war in Bedrängnis, hinter ihm stand der Stürmer. Wenn er nicht hingeht, macht es vielleicht der Gegner“, sagte Maltschnig, der den Ausgleich als bitter, aber erklärbar einordnete.
Inhaltlich blieb die Analyse des Obmanns klar: „Wir hatten mehr Chancen als Liebenfels, mehr Ballbesitz.“ Genau daraus speiste sich der Frust, dass am Ende „nur“ ein Zähler stehen blieb. „Der Einsatz hat gestimmt, aber die Chancenauswertung fehlt uns in den letzten Spielen ein bisschen“, sagte Maltschnig. Er verwies auf zwei Schlüsselmomente jenseits der Tore: „Wir hatten ein Abseitstor, das zurückgenommen wurde, und einen Kopfball an die Latte, der auf die Linie prallte – vielleicht drin, vielleicht nicht.“ Mehrere Sörg-Möglichkeiten blieben ungenutzt, sodass sich der Auftritt trotz viel Aufwand nicht in drei Punkte verwandelte. Maltschnig blieb dabei geerdet: „Wir haben rund um das Spiel relativ viel zu tun gehabt, deshalb habe ich nicht alles gesehen – da bin ich fast der falsche Ansprechpartner.“
Abseits der Tore passte der Rahmen für ein Unterhaus-Derby: „Es war eine gute Stimmung bei schönstem Fußballwetter, mit 300 bis 350 Zuschauern. Für uns als kleiner SC Sörg war das ein unterhaltsamer Fußballnachmittag“, freute sich Maltschnig. Auch zum Schiedsrichter fand er klare Worte: „Der Schiedsrichter war okay, hat das Spiel gut laufen lassen. Es gab kaum Gelbe Karten.“ Einmal forderte Liebenfels Elfmeter, doch Maltschnig blieb vorsichtig: „Von unserer Seite war das weit weg. Ich kann nicht sagen, ob es einer war.“
So blieb es beim 1:1, das Sörg in der Tabelle mit 33 Punkten auf Rang sieben hält, während Liebenfels mit 31 Zählern auf Platz elf liegt. Für Sörg heißt das: Einsatz beibehalten, an der Effizienz arbeiten – dann soll sich der Aufwand wieder in Siegen niederschlagen.