Spielberichte

Spitzenspiel in Wernberg endet 4:4: Trainer Lattacher „Zwei unterschiedliche Hälften“

SV Wernberg
Friesacher AC

In der 1. Klasse Mitte hat SV Wernberg gegen Friesacher AC/Hirter Pils nach einer wilden Partie 4:4 gespielt. Trainer Michael Lattacher sprach von „zwei unterschiedlichen Hälften“ und hielt ein Unentschieden insgesamt für gerecht, auch wenn ihn der verschenkte Vier-Tore-Vorsprung ärgerte. Vor allem nach der Pause kippte das Spiel, nachdem seine Mannschaft bis kurz nach dem Seitenwechsel noch klar auf Siegkurs gelegen war.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

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Vier Tore voran, lange alles im Griff

Der SV Wernberg legte stark los und führte schon nach vier Minuten, als Fabian Obmann das 1:0 erzielte. Auch danach blieb die Heimmannschaft das aktivere Team und nutzte ihre Chancen konsequent. Fabian Obmann erhöhte in der 18. Minute auf 2:0, ehe Philipp Ronacher in der 25. Minute das 3:0 nachlegte. Zur Pause stand es 3:0, und direkt nach dem Seitenwechsel schien die Partie endgültig entschieden, als Philipp Ronacher in der 49. Minute auf 4:0 stellte. „In der ersten Halbzeit war definitiv der SV Wernberg näher am Sieg“, sagte Michael Lattacher. Dass seine Mannschaft in dieser Phase viel richtig gemacht hatte, sprach er auch offen an: „Einsatz und Kampfkraft haben definitiv gestimmt bei meiner Mannschaft.“

Nach dem 4:0 kippt die Partie

Dann änderte sich das Spiel aber in kurzer Zeit komplett. Schon in der 52. Minute verkürzte Mario Schmidhofer auf 4:1, nur zwei Minuten später gelang ihm auch das 4:2. Damit war Friesacher AC/Hirter Pils plötzlich wieder voll da, und der SV Wernberg verlor laut seinem Trainer genau das, was die erste Hälfte ausgezeichnet hatte. „Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen und sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen“, sagte Michael Lattacher. Vor allem im Zentrum habe seine Mannschaft nicht mehr so viel Zugriff gehabt wie vor der Pause, während der Gegner dort immer stärker geworden sei. Mitte der zweiten Halbzeit sah der Trainer dann eine aus seiner Sicht spielentscheidende Szene. Milos Bukumirovic sah in der 67. Minute die Gelb Rote Karte. „Da muss der Schiedsrichter etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigen“, meinte Michael Lattacher. Trotz seines Ärgers betonte er aber auch, dass das Schiedsrichtergespann insgesamt eine solide Leistung geboten habe.

SV Wernberg bleibt ungeschlagen

Die Aufholjagd vollendete Friesacher AC/Hirter Pils dann mit zwei weiteren Treffern. Fabian Sortschan brachte die Gäste in der 75. Minute auf 4:3 heran, Heinz Christian Einwallner stellte per Elfmeter fünf Minuten später den 4:4-Endstand her. Danach blieb es nach Einschätzung von Michael Lattacher bis zum Schluss offen. „In den letzten Spielminuten war es ein richtiges Auf und Ab. Da hätte sowohl Friesacher AC/Hirter Pils den Siegestreffer machen können als auch zum Schluss durch zwei Konter der SV Wernberg“, sagte der Trainer. Dass am Ende kein Sieger dastand, konnte er deshalb annehmen. „Für die Zuschauer war alles geboten“, meinte Michael Lattacher und sprach von einem Fußballnachmittag, an dem „zwei sehr gute 1.Klasse Mitte Mannschaften“ am Werk gewesen seien. Den Gegner stufte er als Titelaspiranten ein und hob besonders die Qualität im Zentrum sowie die Gefährlichkeit bei Standards hervor. Für den SV Wernberg bleibt damit trotz des Ärgers über den verspielten Vorsprung zumindest ein Ziel erreicht: „Wir wollten ungeschlagen bleiben. Das ist uns gelungen.“ Mit zehn Punkten aus vier Spielen bleibt der SV Wernberg damit an der Tabellenspitze.

1. Klasse Mitte: Wernberg : Friesach - 4:4 (3:0)

  • 80
    Heinz Christian Einwallner 4:4
  • 75
    Fabian Sortschan 4:3
  • 54
    Mario Schmidhofer 4:2
  • 52
    Mario Schmidhofer 4:1
  • 49
    Philipp Ronacher 4:0
  • 25
    Philipp Ronacher 3:0
  • 18
    Fabian Obmann 2:0
  • 4
    Fabian Obmann 1:0