In der 1. Klasse Mitte hat sich SC Reichenau/Falkert in Runde fünf gegen SV Glanegg mit 3:2 durchgesetzt. Nach früher Führung, zwischenzeitlichem Rückstand und dem späten Siegtreffer von Arnold Freissegger sprach Sektionsleiter Roland Lackner von einem verdienten Heimsieg, obwohl seine Mannschaft die Partie aus seiner Sicht schon in der ersten halben Stunde hätte entscheiden müssen. Reichenau ließ davor mehrere große Chancen ungenutzt und machte es sich damit schwerer, als es nach dem Auftakt hätte sein müssen.

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Reichenau war sofort in der Partie und ging schon in der 4. Minute durch Denis Nikic mit 1:0 in Führung. Lackner sprach von einer schön herausgespielten Aktion und ärgerte sich danach vor allem über jene Phase, in der die Gastgeber den zweiten Treffer verpassten. „Wir hätten in der ersten halben Stunde das Spiel entscheiden müssen“, sagte er. „Wir haben fünf hundertprozentige Torchancen gehabt, aber leider ist uns der Torerfolg verwehrt geblieben.“ Dazu kam laut Lackner auch noch ein Stangenschuss. Weil Reichenau aus dieser Überlegenheit zu wenig machte, kam Glanegg zurück und glich in der 23. Minute durch Johannes Edlinger zum 1:1 aus. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann genau jene Wendung, die Reichenau aus Sicht des Sektionsleiters eigentlich längst hätte verhindern können. Glanegg drehte das Spiel in der 50. Minute durch Domen Ujcic auf 2:1 und stellte die Hausherren damit vor eine unangenehme Aufgabe. Entscheidend war für Lackner aber, wie seine Mannschaft auf diesen Rückschlag reagierte. „Wir sind nach dem 2:1-Rückstand wieder zurück in die Partie gekommen, haben nicht aufgesteckt und einfach weiter Gas gegeben“, sagte er. Reichenau blieb also dran, kam weiter über die Seiten nach vorne und belohnte sich zehn Minuten später: Denis Nikic traf in der 60. Minute zum 2:2 und schnürte damit seinen Doppelpack. Auch danach blieb Reichenau am Drücker und fand in der Schlussphase doch noch die Lücke. In der 85. Minute traf Arnold Freissegger zum 3:2 und sorgte damit für den Heimsieg.
Für Lackner war der späte Sieg deshalb kein glücklicher, sondern ein über weite Strecken verdienter Erfolg. Er betonte mehrmals, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand den Kopf nicht hängen ließ. „Wir haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt und weiter Fußball gespielt“, sagte er, und genau das war für ihn der Unterschied in einer Partie, die zwischenzeitig zu kippen drohte. Den Gegner sah er dabei keineswegs schwach. „Glanegg hat phasenweise guten Fußball gespielt und ist immer wieder gefährlich geworden“, meinte Lackner, legte aber ebenso klar nach: „Aus unserer Sicht war es ein verdienter Sieg.“ Auch mit der Leistung des Unparteiischen zeigte er sich einverstanden und hielt fest: „Der Schiedsrichter hat die Partie sehr gut geleitet.“ Reichenau steht damit nach fünf Runden bei acht Punkten und hat sich mit diesem 3:2 auf eigenem Platz einen wichtigen Heimsieg geholt.