In der 2. Klasse C wurde es für den SV Himmelberg am Samstag ein ganz harter Nachmittag: Gegen den Annabichler Sportverein 1b setzte es eine 1:14-Heimniederlage. Trainer Martin Sinz sprach danach von einem „durchwachsenen, frustrierenden“ Auftritt und nannte fehlende Stammspieler, zu geringe Trainingsbeteiligung und zu wenig Ernsthaftigkeit als Hauptgründe, warum seine Mannschaft gegen den Spitzenreiter so deutlich unter die Räder kam.

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Die Partie begann aus Himmelberger Sicht schon früh mit einem Rückschlag, als Mirza Joldic die Gäste in der 6. Minute mit 0:1 in Führung brachte. Dass die Heimischen sofort noch einmal zurückkamen, war einer der wenigen Momente, die Martin Sinz nach dem Schlusspfiff noch positiv ansprach. Nur eine Minute nach dem Rückstand stellte Sinz selbst auf 1:1. „Gott sei Dank hat man auch positive Sachen gesehen. Wir haben mehr oder weniger gleich danach den Ausgleich gemacht“, sagte der Trainer. Lange hielt dieses Zwischenhoch aber nicht. Abulfazal Nazari stellte in der 12. Minute auf 1:2, danach zog Annabichl das Spiel immer klarer auf seine Seite. Mehran Naseri erhöhte auf 1:3 und traf wenig später auch zum 1:5. Dazwischen und danach schlug Ftaliem Kifle Bekuretsion gleich dreifach zu, ehe Sebastian Rau kurz vor der Pause das 1:8 besorgte. Spätestens mit diesem Halbzeitstand war die Partie praktisch entschieden.
Sinz suchte nach dem Spiel keine Ausreden, benannte aber klar, warum seine Mannschaft an diesem Tag nicht mithalten konnte. „Es haben Stammspieler gefehlt, die Trainingsbeteiligung war zu wenig und insgesamt war das zu wenig ernst. Das ist ein großer Grund, warum man dann so hoch verliert“, sagte er offen. Gleichzeitig machte der Himmelberger Trainer auch deutlich, dass der Gegner für ihn zu den stärksten Teams der Liga zählt. „Sie waren jung, spritzig, dynamisch und spielstark. Teilweise haben sie mit zwei Ballkontakten gespielt“, so Sinz. Noch deutlicher wurde er mit seiner Gesamteinschätzung: „Ich glaube, dass wir gegen einen Titelfavoriten gespielt haben. Sie waren in jedem Belang ein bis zwei Klassen besser.“ Diese Überlegenheit spiegelte sich auch nach der Pause weiter im Ergebnis. Tiziano Kircher, Leon Elias Starchel und Matej Maric schraubten den Spielstand auf 1:11, ehe Ftaliem Kifle Bekuretsion noch zwei weitere Treffer nachlegte und auch Mirza Joldic ein zweites Mal traf. So stand am Ende ein 1:14, das den Kräfteunterschied an diesem Nachmittag schonungslos zeigte.
So frustrierend der Nachmittag für Himmelberg insgesamt war, wollte Sinz die wenigen guten Ansätze nicht unter den Tisch fallen lassen. Er hob vor allem den Einsatz einzelner Akteure hervor und sprach auch die vielen jungen Spieler an, die in so einer Partie viel lernen mussten. Der Trainer erwähnte den jungen Tormann, zwei 16-jährige Innenverteidiger und einen 15-Jährigen auf der Außenbahn, dazu lobte er die Haltung erfahrener und engagierter Spieler in seiner Mannschaft. „Anton haut sich für die Mannschaft rein und gibt alles. Robin gibt auch alles“, sagte Sinz. Gleichzeitig brachte er das Grundproblem seiner Mannschaft auf einen einfachen Punkt: „Fünf Spieler, die sich ein bisschen aufopfern, sind halt wenig, wenn man elf braucht.“ Auch rund um die Spielleitung gab es von ihm klare Worte, und zwar positive. Den Unparteiischen nannte er „konsequent“ und sprach von einer „super geleiteten Partie“ sowie einer „tadellosen Leistung“. Für Himmelberg bleibt nach diesem Abend nun vor allem die Aufgabe, die personelle Lage zu verbessern, die Trainingsarbeit hochzuhalten und die jungen Spieler in solchen Wochen trotzdem weiter mitzunehmen.