In der 2. Klasse C sah es im Duell zwischen ASKÖ Poggersdorf Youngsters und SV Naturstein Kogler St. Urban zur Pause noch nach einer offenen Sache aus, am Ende setzte sich St. Urban aber klar mit 7:1 durch. Trainer Mario Johann Obitsch führte den klaren Auswärtssieg vor allem auf die Qualität seiner Wechselspieler zurück. Nach einem hektischen Beginn wurde seine Mannschaft stabiler und drehte nach dem 1:1 zur Pause in der zweiten Hälfte mächtig auf.

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Lange war von einem derart deutlichen Abend für die Gäste noch nichts zu sehen. Obitsch schilderte einen offenen Beginn, in dem seine Mannschaft zunächst zu unruhig agierte und sich das Leben mit einfachen Fehlern selbst schwer machte. „Wir sind am Anfang wieder sehr hektisch in die Partie gestartet und haben einige Abspielfehler gemacht“, sagte der Trainer. Trotzdem ging St. Urban schon in der 10. Minute durch Florian Kraschl mit 1:0 in Führung. Nach Ansicht von Obitsch übernahmen die Gäste dann etwa ab der Viertelstunde mehr und mehr das Kommando, ließen den Ball besser laufen und bekamen damit auch mehr Kontrolle über die Partie. Poggersdorf blieb aber im Spiel und kam in der 32. Minute durch Felix Maximilian Pratneker zum 1:1. Der Ausgleich war aus Sicht des Trainers besonders ärgerlich, weil er ihn als selbst verschuldet einstufte. Nach einem Einwurffehler sei der Treffer eingeleitet worden, vollendet wurde die Szene laut Obitsch mit einem „wunderschönen Weitschuss“. So ging es mit einem 1:1 in die Pause, obwohl St. Urban den ersten Teil des Spiels zwischenzeitlich schon stärker im Griff hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst noch offen, doch ab Mitte der zweiten Halbzeit kippte sie dann ganz klar in Richtung der Gäste. Christopher Wadl brachte St. Urban in der 64. Minute wieder in Führung und legte nur eine Minute später sofort das 1:3 nach. Damit war der Widerstand der Gastgeber sichtbar angekratzt. Als Wadl in der 68. Minute auch noch das 1:4 folgen ließ, war die Partie praktisch entschieden, und der Angreifer machte mit seinem vierten Treffer zum 1:5 in der 76. Minute seinen ganz starken Abschnitt komplett. In der Schlussphase schraubten Stefan Johann Kraschl in der 79. Minute und Leon-Pascal Steiner in der 83. Minute das Ergebnis noch weiter nach oben. Für Obitsch lag genau in dieser Phase der entscheidende Punkt des Abends. „Der entscheidende Moment war definitiv, dass ich von der Ersatzbank Topspieler bringen konnte, die das Spiel dann eindeutig für uns entschieden haben“, erklärte er. Dazu passte auch seine Beschreibung der Treffer nach der Pause: „Danach haben wir die Tore toll herausgespielt, mit langen Bällen in die Tiefe, und unsere Stürmer haben das wunderbar vollendet.“
Neben der klaren Torfolge nach der Pause stellte der Trainer vor allem die Entwicklung seiner Mannschaft innerhalb der 90 Minuten heraus. „Wir haben uns dann aber relativ gut gefangen, den Ball immer besser laufen lassen und so das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden können“, sagte Obitsch. Für ihn war das 7:1 deshalb nicht nur das Resultat einer starken Schlussphase, sondern auch ein Hinweis darauf, dass St. Urban über mehr Möglichkeiten im Kader verfügt. „In Summe war es die Qualität der Spieler, die wir haben und auch bringen konnten, die den Unterschied ausgemacht hat“, meinte der Coach. Den Gegner redete er trotz des klaren Ergebnisses keineswegs klein. Poggersdorf sei „eine junge, bissige Mannschaft, die nie aufgibt, die immer weiterkämpft“, sagte Obitsch, auch wenn aus seiner Sicht vielleicht ein wenig Routine fehle. Zur Leitung des Spiels fand er ebenfalls klare Worte: Der Schiedsrichter habe „in Summe ein souveränes Spiel geleitet“. Für St. Urban bleibt damit ein Auswärtssieg, der in seiner Deutlichkeit erst nach der Pause entstanden ist und die Gäste mit nun zehn Punkten aus vier Spielen weiter in der Spitzengruppe hält.