In der 2. Klasse C hat sich Krumpendorf im Heimspiel gegen den HSV mit einem 2:2 begnügen müssen. Nach einem guten Beginn und viel Ballbesitz musste die Mannschaft von Trainer Martin Tine Kaiser zweimal einem Rückstand nachlaufen und kam erst in der 83. Minute zum Ausgleich. Für den Krumpendorfer Coach lagen die Gründe danach klar auf der Hand: "Wir bekommen die Tore zu billig" und vorne habe "die Cleverness und die Lockerheit" gefehlt.

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Krumpendorf legte laut Martin Tine Kaiser ordentlich los und hatte anfangs genau das Spiel, das man sich zu Hause wünscht. "Guter Start in das Spiel, mehr Spielanteile, auch zwei Chancen", sagte der Trainer, der seine Mannschaft über weite Strecken als das aktivere Team sah. Umso bitterer war aus seiner Sicht das 0:1 in der 31. Minute, als Jacob Pollak nach einem Stellungsfehler alleine aufs Tor lief und für den HSV traf. Krumpendorf antwortete zwar stark und kam nur zwei Minuten später zurück, weil Marcel Kaiser nach einer gelungenen Kombination zum 1:1 abschloss. Die Freude hielt aber nicht lange. Schon in der 36. Minute stellte Matthias Puchner auf 1:2, nachdem Krumpendorf im Mittelfeld nicht entschlossen genug draufging und der Abschluss aus rund 20 Metern zustande kam. "Der Treffer war vermeidbar", sagte Kaiser, der überhaupt von zwei Gegentoren sprach, die man sich zu leicht eingefangen habe. Bis zur Pause sei seiner Mannschaft dann "ein bisschen der Faden gerissen".
Nach dem Seitenwechsel gefiel Krumpendorf dem eigenen Trainer wieder deutlich besser. "Die zweite Halbzeit war gut von uns", sagte Kaiser, und diese Einschätzung passt auch zur Entwicklung der Partie. Die Gastgeber blieben im Spiel, hatten weiter viel Ballbesitz und arbeiteten am Ausgleich. Aus Sicht des Coaches hätte dieser Treffer sogar früher fallen müssen, weil Krumpendorf zweimal alleine aufs Tor zulief, daraus aber nichts machte. In der Schlussphase spielte die Heimelf weiter nach vorne, konnte diesen Druck aber nicht mehr in einen Sieg ummünzen. Immerhin fiel in der 83. Minute noch das 2:2, und auch dabei war Marcel Kaiser zur Stelle. Nach einem guten Schuss von Christopher Holzfeind reagierte er am schnellsten und staubte zum Endstand ab. "Mehr war leider heute nicht drin", meinte der Trainer später, verschwieg aber auch nicht, dass seine Mannschaft in der Schlussminute noch einmal Glück hatte, als der HSV alleine vor dem Tor die große Möglichkeit auf den Sieg vergab. Kaiser nannte das "das Glück des Tüchtigen".
Die Einordnung des Krumpendorfer Trainers fiel insgesamt nüchtern aus, aber nicht ohne Selbstkritik. "Im Endeffekt waren es leider die individuellen Fehler von unserer Seite", sagte Martin Tine Kaiser und verwies noch einmal auf die vermeidbaren Gegentreffer. Gleichzeitig sieht er aber auch Dinge, auf denen seine Mannschaft aufbauen kann. "Über weite Strecken haben wir das Spiel eigentlich kontrolliert, indem wir viel Ballbesitz gehabt haben", erklärte er. Genau dort setzt auch der positive Teil seiner Analyse an, während für ihn ebenso klar ist, wo die Arbeit in den kommenden Tagen ansetzen muss. "Vorne muss man einfach die Chancen besser verwerten", sagte Kaiser. Es habe an "der Chancenauswertung, der Cleverness, der Lockerheit vorm Tor" gefehlt. Den HSV schätzte er trotz des späten Ausgleichs als starke Mannschaft ein: "Der HSV ist keine schlechte Mannschaft, mit jungen guten Kickern, gespickt mit ein paar Routiniers. Sie haben sicher Potenzial, in die Top fünf zu kommen." Für Krumpendorf geht es nach dem dritten Remis der jungen Saison nun darum, aus ordentlichen Leistungen wieder mehr Siege zu machen. "Ich hoffe natürlich, dass wir nicht immer nur Unentschieden spielen", sagte Kaiser. Nach einem Sieg, drei Remis und einer Niederlage ist die Richtung damit klar vorgegeben.