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FC Eisenkappel-Coach Christopher Kucher: „Mit neuem Elan angreifen“

FC Eisenkappel

Nach einer wechselvollen Hinrunde in der 1. Klasse Ost zieht Christopher Kucher, Trainer des FC Eisenkappel, eine selbstkritische, aber zuversichtliche Zwischenbilanz. Sein Team beendete die Herbstsaison auf Rang sechs mit 22 Punkten aus 15 Spielen und überzeugte zuletzt mit drei Siegen in den letzten fünf Partien. Auf die 0:0-Partie gegen den SV Sittersdorf folgten Siege über den SV Eitweg und KAC 1909 1b, ehe es gegen die SG SV Tainach/SV Haimburg eine schmerzhafte Niederlage setzte – um am letzten Spieltag mit einem 0:0 gegen den SV Lavamünd einen Punkt mitzunehmen. Im Interview spricht Kucher über Stabilität, personellen Wandel und die Bedeutung seiner Leistungsträger.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Ein schwieriger Start, dann kam die Wende

Kucher beschreibt die erste Saisonhälfte als zweigeteilt. „Am Anfang der Saison hatten wir in vielerlei Hinsicht mit unserer Form zu kämpfen“, sagt er und führt Verletzungen und urlaubsbedingte Ausfälle als Hauptgründe an. Erst mit der Rückkehr der Stammkräfte kam die Mannschaft in Tritt. Die Resultate der letzten Wochen seien Ausdruck dieser Entwicklung.

Besonders wichtig war dabei das verbesserte Zusammenspiel zwischen Defensive und Offensive: „Im Laufe der Saison konnten wir uns stabilisieren“, betont der Trainer. Die Punkte gegen Teams wie den SV Eitweg und den SV Lavamünd unterstreichen, dass sich das Team dauerhaft im oberen Tabellenmittelfeld festbeißen will.

Neue Gesichter, bewährte Strukturen

Während sich innerhalb des Vereins keine strukturellen Änderungen ergaben, musste die Mannschaft selbst umbauen. „Wir mussten uns auf einigen Positionen neu orientieren, da uns Spieler verlassen haben“, erklärt Kucher. Der FC Eisenkappel wolle sich in der Rückrunde daher mit frischem Personal neu aufstellen – „die Gegner können sich auf ein ganz neues FC Eisenkappel einstellen“, so seine markante Formulierung.

Trotz der personellen Anpassungen sei die Moral stark geblieben. Der Trainer lobt die Arbeitsmoral und Disziplin seiner Truppe: Auch Spieler, die aus beruflichen Gründen einmal fehlen, trainieren eigenständig nach. Insgesamt, so Kucher, könne das Team „momentan aus den Vollen schöpfen“.

Führungsspieler und Motivationsträger

Besondere Anerkennung zollt der Coach zwei Spielern: dem Torhüter Marcel Repnik und dem Torjäger Florian Opietnik. „Auf Marcel Repnik war immer unglaublicher Verlass; er hat eine sehr gute Torausbeute und ist für uns ein ganz, ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft“, betont Kucher. Zugleich hebt er die Bedeutung seines Keepers hervor: „Unsere Nummer eins, Florian Opietnik, gibt uns Stabilität und Ruhe – an solchen Säulen kann sich die Mannschaft orientieren.“

Die Herausforderung für die kommende Saisonhälfte liege nun darin, diese Stabilität auf die gesamte Mannschaft zu übertragen. Ziel ist es, mehr Konstanz in Leistung und Verfügbarkeit zu bringen, wie Kucher deutlich macht: „Ich hoffe einfach, dass wir als Mannschaft weiter reifen und der Verletzungsteufel uns nicht einholt.“ Das Motto für die Rückrunde lautet also: gesund bleiben, konzentriert arbeiten und das vorhandene Potenzial ausschöpfen. Sollte dies gelingen, dürfte Eisenkappel in der 1. Klasse Ost weiterhin ein ernstzunehmender Gegner bleiben – und vielleicht sogar den Sprung unter die Top fünf schaffen.