Spielberichte

Markus Leitner (ASC St. Paul): „Unentschieden geht in Ordnung“

ASC St. Paul
SV Lavamünd

Zwischen dem ASC St. Paul und dem SV Lavamünd entwickelte sich in der 1. Klasse Ost ein intensives Duell, das vor allem in der Schlussphase für Gesprächsstoff sorgte. Trainer Markus Leitner sprach von einem insgesamt gerechten Remis, haderte jedoch mit dem sehr späten Elfmeter zum Ausgleich und lobte die geschlossene Defensivleistung. Vor rund 600 Zusehern blieb die Atmosphäre nach seiner Einschätzung freundlich – auf und neben dem Platz.

Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Späte Dramatik, geteilter Blick auf den Ausgleich

Nach einer torlosen ersten Hälfte erhöhte St. Paul spürbar den Druck und setzte Akzente – unter anderem mit einem wuchtigen Kopfball an die Latte. In der 87. Minute fiel die Führung, als Ben Naverschnig zum 1:0 traf. Doch der Jubel hielt nicht lange: In Minute 96 stellte Thomas Tratar per Elfmeter auf 1:1. „Am Ende denke ich, dass das Unentschieden in Ordnung geht, obwohl wir sehr spät den Ausgleich durch einen geschenkten Elfer bekommen haben und vielleicht auch etwas mehr Torchancen hatten“, ordnete Leitner die Schlussphase ein, die von großem Einsatz, späten Entscheidungen und einem Momentumwechsel geprägt war.

Standards und knappe Entscheidungen

Bei ruhenden Bällen sah der Trainer ein Gleichgewicht der Kräfte: „Beide Teams hatten je einen gefährlichen Freistoß.“ Für Diskussionen sorgte ein Treffer der Gäste in Halbzeit eins, der wegen Abseits nicht anerkannt wurde: Aus St. Pauls Sicht korrekt, aus Lavamünder Sicht fraglich. Zudem wäre St. Paul mit dem Pausenpfiff noch aussichtsreich auf das Tor der Gäste zugelaufen, doch der Schiedsrichter beendete die Halbzeit genau in diesem Moment.

Volles Haus, viel Zusammenhalt und ein außergewöhnlicher Einsatz

Zur Kulisse erklärte Leitner: „Wir hatten rund 600 Zuseher. Die Stimmung war weder feindlich noch gehässig, sondern eher freundschaftlich – auch auf dem Feld.“ Einzelne Spieler wollte er nicht herausheben; stattdessen betonte er die Geschlossenheit seiner Mannschaft. Der Blick nach vorn: „Defensiv war es eine sehr gute Leistung. Da können wir anknüpfen, und im Spielaufbau nach vorne müssen wir uns steigern.“ Besonders eindrucksvoll blieb ihm der Auftritt seines Keepers in Erinnerung: Der Torhüter des ASC St. Paul soll sich beim Aufwärmen die Hand gebrochen haben und spielte dennoch über die volle Distanz – in diesem Fall rund 100 Minuten inklusive Nachspielzeit.

1. Klasse Ost: St. Paul : Lavamünd - 1:1 (0:0)

  • 96
    Thomas Tratar 1:1
  • 87
    Ben Naverschnig 1:0