In der 1. Klasse Ost hat SV Eitweg am Samstag gegen ASKÖ Gurnitz mit 3:2 gewonnen. Nach dem 0:1 zur Pause und einem zweiten Rückstand nach dem Ausgleich drehte die Mannschaft von Markus Pöcheim die Partie noch. Der Trainer machte nach dem Schlusspfiff kein Geheimnis daraus, dass ihn die Leistung nur teilweise überzeugte, betonte aber auch: "Solche Spiele muss man auch gewinnen."

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Markus Pöcheim hatte nach dem Schlusspfiff keinen Anlass, den Heimsieg größer zu machen, als er war. "Vom Beginn bis zum Ende war es ein Spiel mit viel Ballbesitz auf unserer Seite", sagte der Trainer von SV Eitweg, schob aber gleich den entscheidenden Punkt nach: "Leider haben wir es verabsäumt, die Chancen zu verwerten." Genau darin lag aus seiner Sicht das Hauptproblem dieser Partie. Die Hausherren hatten über weite Strecken den Ball, konnten daraus vor der Pause aber keinen Ertrag ziehen. Stattdessen gerieten sie in der 39. Minute in Rückstand, als Markus Druml für ASKÖ Gurnitz das 0:1 erzielte. Pöcheim sprach in diesem Zusammenhang von einem "individuellen Fehler", und so ging seine Mannschaft trotz viel Ballbesitz mit einem 0:1 in die Kabinen.
Nach der Pause zeigte SV Eitweg dann die Reaktion, die sich der Trainer erwartet hatte. Thomas Heine erzielte in der 56. Minute das 1:1 und brachte die Gastgeber damit wieder zurück ins Spiel. Der Ausgleich war allerdings noch keine Wende, denn ASKÖ Gurnitz antwortete schnell. Nur sechs Minuten später traf Markus Druml ein zweites Mal und stellte auf 1:2. Auch dieses Gegentor ärgerte Pöcheim, weil es aus seiner Sicht nicht zwingend war: "Wir haben das 2:1 durch eine Unkonzentriertheit im Strafraum bekommen." Entscheidend war für ihn aber, dass seine Mannschaft daran nicht zerbrochen ist. "In der zweiten Halbzeit haben wir Moral gezeigt", sagte der Trainer. Diese Moral zahlte sich in der 73. Minute aus, als Christopher Rene Mattl das 2:2 machte und die Partie wieder völlig offen war.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 83. Minute, und für Pöcheim war genau dieser Treffer der Schlüsselmoment des Nachmittags. "Der wichtigste Moment war das 3:2 zum Schluss, weil wir nach zweimaligem Rückstand nicht aufgegeben haben", sagte er. Auch die Entstehung dieses Tores hob er hervor, weil sie für ihn den Willen seiner Mannschaft in der Schlussphase gut zeigte: "Unser Rechtsverteidiger hat den Weg in den Strafraum von ganz hinten gemacht, da wir das 3:2 erzwingen wollten." Den Siegtreffer selbst erzielte Wolfgang Gritzner. Gerade weil der Auftritt aus Sicht des Trainers kein guter war, hatte dieser späte Treffer besonderes Gewicht. "Heute hat nicht vieles gut funktioniert. Es war kein gutes Spiel für uns. Jedoch muss man solche Spiele auch gewinnen. Es ist auch ein Zeichen von Qualität", sagte Pöcheim.
Dass es für SV Eitweg ein zäher Nachmittag wurde, erklärte Pöcheim ausdrücklich nicht nur mit den eigenen Fehlern. Er fand auch deutliche Worte für den Gegner und machte klar, dass ASKÖ Gurnitz seinen Anteil an dieser offenen Partie hatte. "Die Leistung des Gegners war mehr als in Ordnung. Sie haben uns über 90 Minuten alles abverlangt und alles hineingeworfen, um bei uns einen Punkt mitzunehmen", sagte der Trainer. Damit war die Lage treffend beschrieben: ASKÖ Gurnitz hielt die Partie mit seinen zwei Treffern durch Markus Druml lange offen und war bis zum Ende voll im Geschäft. Für SV Eitweg zählt am Ende trotzdem vor allem das Ergebnis. Nach drei Runden hält die Mannschaft bei neun Punkten und bleibt damit Tabellenführer.