Spielberichte

„Für uns sind es leider zwei verlorene Punkte“ – ASC St. Paul hadert nach 2:2 mit verschlafenen zehn Minuten

ASC St. Paul
SV Lavamünd

Im Derby der 1. Klasse Ost musste sich ASC St. Paul gegen SV Lavamünd mit einem 2:2 begnügen, obwohl die Gastgeber nach Ansicht von Obmann Stv. Chris Roland Stempfer über weite Strecken das aktivere und spielerisch bessere Team waren. Vor allem die zehn Minuten nach der Pause ärgerten die Heimischen, denn genau in dieser Phase drehte sich ein Spiel, das lange in Richtung Heimsieg gelaufen war.

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

St. Paul hat das Derby zuerst im Griff

Aus Sicht von Chris Roland Stempfer war das Remis vor allem deshalb bitter, weil seine Mannschaft zunächst genau den Auftritt hingelegt hatte, den man sich im Lager des ASC St. Paul erhofft hatte. „St. Paul ist gut ins Spiel gekommen, war spielerisch überlegen und hat gute Chancen gehabt“, sagte der Obmann Stv. nach der Partie. Die Richtung der Partie änderte sich zunächst nicht. In der 31. Minute sorgte Medin Mehmedovic dann für die verdiente Führung. Stempfer sprach davon, dass man in der ersten Halbzeit „eigentlich nichts anbrennen“ ließ. Mit dem 1:0 zur Pause hatte der ASC St. Paul das Derby bis dahin im Griff und wirkte in vielen Phasen wie die Mannschaft, die das Spiel kontrollierte.

Zwei Minuten, zwei Gegentore und ein völlig anderes Spiel

Nach Wiederbeginn kam dann aber genau jene Phase, die Stempfer später als Knackpunkt nannte. „Nicht gut funktioniert hat die zweite Halbzeit, wo wir zehn Minuten ein bisschen verschlafen haben und die Positionen nicht ganz gehalten haben“, erklärte er. Diese zehn Minuten kosteten dem ASC St. Paul am Ende den möglichen Sieg. In der 49. Minute glich Klemen Ofic für den SV Lavamünd zum 1:1 aus. Stempfer sagte dazu: „Das 1:1 war ein Elfmeter, der für viele fraglich ist, aus meiner Position aber nicht gut zu sehen war .“ Nur vier Minuten später legte der SV Lavamünd nach und ging durch Thomas Pucher mit 2:1 in Führung. Gerade dieses Tor hob Stempfer ausdrücklich hervor: „Das 2:1 war wahrscheinlich die beste Aktion im ganzen Spiel, super herausgespielt über die Seite und top direkt übernommen.“ Zum Gegner fand er trotzdem eine klare Einordnung. „Ein Derby ist immer ein besonderes Spiel und Lavamünd war bissig, zweikampfstark, hat es aber mehr mit hohen Bällen versucht und nicht so viele spielerische Lösungen gehabt.“

Ellersdorfer gleicht aus, der Heimsieg bleibt trotzdem aus

Der ASC St. Paul brauchte nach dem Doppelschlag der Gäste zwar etwas, fand danach aber wieder zurück in die Partie. „Danach hat eigentlich wieder hauptsächlich St. Paul gut gespielt“, sagte Stempfer, der die Reaktion seiner Mannschaft grundsätzlich positiv bewertete. In der 74. Minute fiel der Ausgleich zum 2:2, als Mario Ellersdorfer traf. Damit war St. Paul wieder dort, wo man nach dem ersten Durchgang schon gewesen war: in einer guten Ausgangslage, um das Derby doch noch zu gewinnen. Genau das gelang aber nicht mehr. „Wir haben es in den letzten zehn Minuten nicht geschafft, unsere Chancen fertigzuspielen beziehungsweise das Tor zu machen“, sagte Stempfer. Darum fiel sein Gesamturteil trotz eines ordentlichen Auftritts klar aus: „Aufgrund des Spielverlaufs sind es für St. Paul leider zwei verlorene Punkte.“ Dass er trotz der Diskussion um den Elfmeter keinen Nebenschauplatz aufmachen wollte, passte dazu. „Im Großen und Ganzen muss ich sagen: Respekt an den Schiedsrichter und an das Schiedsrichterteam. Absolut gute Leistung.“ In der Tabelle steht der ASC St. Paul nach drei Runden damit bei vier Punkten, das Gefühl nach diesem Derby war aber eindeutig eher jenes einer verpassten Chance als jenes über einen gewonnenen Zähler.

1. Klasse Ost: St. Paul : Lavamünd - 2:2 (1:0)

  • 74
    Mario Ellersdorfer 2:2
  • 53
    Thomas Pucher 1:2
  • 49
    Klemen Ofic 1:1
  • 31
    Medin Mehmedovic 1:0