Spielberichte

„Wir haben sehr viel Moral gezeigt“ – Sittersdorf rettet in Lavamünd in der Nachspielzeit noch das 2:2

SV Lavamünd
SV Sittersdorf

In der 1. Klasse Ost hat SV Lavamünd gegen SV ASKÖ Sittersdorf 2:2 gespielt, und aus Sicht der Gäste war es vor allem ein Punkt für die Moral. Trainer Bernhard Erich Starz sprach nach einer chancenarmen Partie von keinem Highlight-Spiel, sah aber einen verdienten Ausgleich. Lavamünd war über weite Strecken näher am Sieg, weil die Gastgeber bis tief in die Nachspielzeit mit 2:1 führten.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Wenig Höhepunkte vor der Pause

Viel Tempo oder eine Fülle an Chancen gab es in der ersten Hälfte nicht. Starz nannte den Auftritt beider Mannschaften später einen „Sommerkick“ und traf damit den Ton des Nachmittags ziemlich gut. Bis zum 0:0 zur Pause war es eine Partie, in der beide Seiten ordentlich dagegenhielten, ohne sich viele klare Möglichkeiten zu erarbeiten. Der Sittersdorf-Coach hob dennoch positiv hervor, dass seine Mannschaft „eigentlich wenig Torchancen zugelassen“ habe. Gleichzeitig war für ihn spürbar, dass in den Zweikämpfen gerade vor der Pause etwas fehlte, um die Partie stärker in die eigene Richtung zu ziehen. „Grundsätzlich bin ich nicht unzufrieden, aber es ist noch viel Arbeit vor uns“, sagte Starz und machte damit früh klar, dass ihn weniger das Ergebnis als manche Details im Spiel störten.

Standards bringen Lavamünd auf Kurs

Nach dem Seitenwechsel bekam das chancenarme Spiel dann doch Bewegung, und zwar genau über jenen Bereich, mit dem Starz überhaupt nicht zufrieden war. In der 51. Minute brachte Thomas Pucher Lavamünd in Führung, in der 65. Minute legte Robert Franz Kienzl das 2:0 nach. Beide Treffer ordnete der Sittersdorfer Trainer als Folgen von Standards ein. „Bei den Standards sind wir sehr schlecht gestanden. Da haben wir auch zwei Tore bekommen. Darüber müssen wir reden“, sagte Starz klar. Dass seine Mannschaft trotz überschaubarer zugelassener Chancen plötzlich einem Zwei-Tore-Rückstand nachlaufen musste, machte einen Auswärtssieg in diesem Moment entsprechend schwer. Der Trainer hatte vor dem Spiel auf einen Sieg gehofft, um in der Tabelle Plätze gutzumachen, doch nach dem 0:2 musste Sittersdorf zuerst einmal verhindern, ganz leer auszugehen.

Dzafic verkürzt, Lamzari trifft ganz spät

Gerade deshalb hatte das, was danach kam, für die Gäste besonderes Gewicht. Sittersdorf blieb im Spiel, verkürzte in der 83. Minute durch Amar Dzafic auf 1:2 und gab sich auch in der Schlussphase nicht geschlagen. In der Nachspielzeit belohnte sich die Mannschaft dann doch noch, als Benjamin Lamzari zum 2:2 traf. Starz sprach von einem für seine Mannschaft „sehr wichtigen“ Tor, das nicht nur den Punkt rettete, sondern auch für die Stimmung in den nächsten Wochen etwas bedeutet. „Kämpferisch bin ich sehr zufrieden. Durch den Kampf haben wir uns das Unentschieden geholt“, sagte der Trainer. Genau diese Moral war für ihn die stärkste Botschaft des Abends, weil seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht auseinanderfiel, sondern bis zum Ende an sich glaubte.

Ein Punkt, der Mut machen soll

Auch wenn Sittersdorf spät jubeln durfte, blieb Starz in seiner Einordnung nüchtern. „Lavamünd war näher am Sieg“, sagte er mit Blick auf die 2:0-Führung der Gastgeber, nannte das 2:2 insgesamt aber trotzdem „ein gerechtes Unentschieden“. Dazu passte auch sein Respekt vor dem Gegner: Lavamünd sei „sehr kampfstark“ und mit langen Bällen immer gefährlich, außerdem würden dort noch mehrere Mannschaften Punkte liegen lassen. Die Leistung des Schiedsrichters bewertete Starz „im Großen und Ganzen“ ebenfalls als in Ordnung. Für Sittersdorf steht nach vier Runden nun ein Zählergewinn, der vor allem mental helfen soll. „Schlussendlich müssen wir froh sein, dass wir den Punkt geholt haben“, sagte Starz, ehe er den vielleicht wichtigsten Satz des Abends nachschob: „Das zeigt, dass die Mannschaft lebt.“

1. Klasse Ost: Lavamünd : Sittersdorf - 2:2 (0:0)

  • 93
    Benjamin Lamzari 2:2
  • 83
    Amar Dzafic 2:1
  • 65
    Robert Franz Kienzl 2:0
  • 51
    Thomas Pucher 1:0