In der Kärntner Liga hat ASKÖ Köttmannsdorf gegen SV Seeboden am Millstättersee ein 2:2 aus der Hand gegeben. Nach einer 1:0-Pausenführung und dem 2:0 in der Schlussphase schien die Partie für die Heimischen lange in die richtige Richtung zu laufen. Trainer Patrick Rene Striednig sprach danach von einem sehr schmerzhaften Punktverlust, weil seine Mannschaft bis tief in die zweite Hälfte näher am Sieg gewesen sei.

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Aus Sicht von Patrick Rene Striednig begann die Partie genau so, wie er sie sich vorgestellt hatte. "Wir sind sehr gut in die Partie gestartet. Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben zu hundert Prozent umgesetzt", sagte der Trainer von ASKÖ Köttmannsdorf. Die frühe Führung passte dazu: In der 16. Minute ging die Heimelf nach einem Eigentor von Julian Payer mit 1:0 in Front und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Pause. Striednig betonte, dass seine Mannschaft danach nicht vom Plan abgegangen sei. Auch nach dem Seitenwechsel blieb ASKÖ Köttmannsdorf zunächst in jener Position, aus der ein Heimsieg sehr greifbar wirkte. Als Stephan Borovnik in der 73. Minute auf 2:0 stellte, sprach aus Sicht des Trainers vieles dafür, dass die Partie entschieden sein könnte. Gerade deshalb sitzt der Ärger hinterher so tief, weil dieses Spiel bis dahin klar auf die Seite der Heimischen gekippt schien.
Striednig machte nach dem Schlusspfiff deutlich, worauf seine Mannschaft vorbereitet gewesen war. "Wir haben gewusst, dass Seeboden mit sehr vielen langen Bällen arbeiten wird. Deshalb sind wir heute eher ein bisschen höher gestanden", erklärte er. Genau dieser Zugang habe über weite Strecken funktioniert. "Die Mannschaft hat das zu neunundneunzig Prozent perfekt umgesetzt. Wir haben jeden zweiten Ball gewonnen, wir waren aggressiv in den Zweikämpfen", sagte der ASKÖ-Köttmannsdorf-Trainer. Auch den Gegner beschrieb er in diesem Zusammenhang sehr klar: "Seeboden hat zwei sehr große, starke Stürmer, die natürlich extrem auffallen, weil sie gar nicht versuchen, Fußball zu spielen, sondern über den zweiten Ball ins Spiel zu kommen." Für Striednig war entscheidend, dass seine Mannschaft diese Stärke des Gegners lange gut kontrollierte. "Wir haben es eigentlich bis zum 2:0 sehr gut geschafft, diese Bälle zu verteidigen", lautete seine Einschätzung. Gerade weil der Plan fast über die gesamte Spielzeit aufging, empfand er das Ergebnis am Ende als besonders bitter.
Der Knackpunkt lag für Striednig in einer kurzen Phase nach dem 2:0. "Nach dem 2:0 waren leider fünf Minuten dabei, in denen wir den Gegner durch zwei kleine Unaufmerksamkeiten am Leben gelassen haben", sagte er. Diese Minuten reichten, damit das Spiel kippte: Seid Zukic verkürzte in der 76. Minute auf 2:1 und stellte in der 81. Minute auch noch auf 2:2. Bis dorthin, so Striednig, sei seine Mannschaft dem Sieg deutlich näher gewesen. "Bis zur 80. Minute waren auf alle Fälle wir viel näher am Sieg." Nach dem Ausgleich habe sich die Dynamik dann verändert. "Nach dem 2:2 war Seeboden ein bisschen am Drücker, was im Fußball wahrscheinlich auch normal ist, wenn man nach einem 0:2-Rückstand wieder zurückkommt. Ganz am Ende hätten wir vielleicht wieder das 3:2 erzielen können. Schlussendlich war es nach dem 2:2 ein Hin und Her." Genau deshalb blieb beim Trainer kein Zorn über Nebenschauplätze, sondern vor allem Enttäuschung über den verpassten Ertrag. "Die Jungs hätten sich den Sieg heute wirklich sehr verdient", sagte Striednig. Auch mit dem Schiedsrichter haderte er nicht, seine Leistung sei "vollkommen in Ordnung" gewesen. Umso klarer fiel sein Schlusswort aus: "Die zwei verlorenen Punkte heute tun wirklich sehr weh." Für ASKÖ Köttmannsdorf bleibt damit nach vier Runden zwar nur ein Punkt auf dem Konto, aus der Leistung gegen SV Seeboden am Millstättersee nahm der Trainer aber mit, dass er auf seine junge Mannschaft besonders stolz sein kann, wenn sie ein Spiel mit derart großer Leidenschaft und kämpferischem Einsatz bestreitet. "Das notwendige Glück werden wir uns durch harte und kontinuierliche Arbeit verdienen.“