In der 1. Klasse Ost hat sich Magdalensberg am Sonntag mit 4:2 gegen ATUS Feistritz/R. durchgesetzt und damit genau jene Partie geliefert, die Trainer Patrick Karl Kaiser danach beschrieb: einen harten Kampf, einen starken Beginn, einen kurzen Hänger nach der Pause und danach wieder die Kontrolle. Nach einer klaren 3:0-Führung wurde es noch einmal eng, ehe die Gastgeber rechtzeitig die passende Antwort fanden.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Grundstein für den Heimsieg wurde in einer ersten halben Stunde gelegt, die Kaiser nach dem Schlusspfiff besonders hervorhob. „Es war ein harter Kampf, hochverdiente drei Punkte. Sehr starke und dominante dreißig Minuten“, sagte der Magdalensberg-Trainer und meinte damit genau jene Phase, in der seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite zog. Maximilian Schlömmer brachte die Gastgeber in der 13. Minute in Führung, Julian Rico Glantschnig legte in der 19. Minute das 2:0 nach, und nur eine Minute später erhöhte Fabian Rene Thaller bereits auf 3:0. Damit war auch erklärt, warum Kaiser vom „explosionsartigen Start in Hälfte eins“ sprach. Zur Pause stand es 3:0, und Magdalensberg hatte sich diesen Zwischenstand mit einem konsequenten Beginn erarbeitet.
Ganz so ruhig, wie es der Halbzeitstand vermuten ließ, verlief die zweite Hälfte dann aber nicht. Kaiser sprach von einem „kurzen Hänger“, und genau dieser zeigte sich auch auf der Anzeigetafel. In der 69. Minute brachte ein Eigentor von Marcel Untersteiner Feistritz auf 1:3 heran, drei Minuten später verkürzte Florian Fernando Schuster auf 2:3. Aus der klaren Führung war damit plötzlich wieder ein knappes Spiel geworden. Magdalensberg ließ sich davon allerdings nicht aus der Bahn bringen. „Zweite Hälfte ein kurzer Hänger, aber wir haben uns danach wieder erfangen und die Kontrolle über das Spiel übernommen“, sagte Kaiser. Die passende Antwort folgte in der 76. Minute, als Thomas Moritz Stelzl das 4:2 erzielte und damit den alten Abstand wiederherstellte.
Der Trainer ordnete die Partie nach dem Schlusspfiff nicht nur über das Ergebnis ein, sondern vor allem über die Art, wie seine Mannschaft sie angenommen hat. „Generell war die Gangart des Gegners relativ überhart und teilweise grenzwertig, aber das ist anscheinend ihre Spielanlage. Wir haben den Kampf aber angenommen und voll dagegengehalten“, sagte Kaiser. Genau das war aus seiner Sicht auch der Schlüssel zu diesen drei Punkten. Feistritz beschrieb er als „physisch sehr starke Mannschaft, unangenehm zu bespielen“, fügte aber ebenso klar hinzu: „Spielerische Qualitäten hatten wir mehr und zwei bis drei weitere Topchancen haben wir liegengelassen. Über 90 Minuten gesehen waren wir der verdiente Sieger." Auch das Schiedsrichterteam erwähnte er kurz und meinte, es habe „bei einigen Entscheidungen unglücklich ausgesehen“, was für ihn wohl auch mit der hitzigen Partie zusammenhing. Trotz des Sieges sieht Kaiser keinen Anlass, sich zurückzulehnen: „Es geht um Kleinigkeiten, die wir noch verbessern müssen, aber die Richtung stimmt.“ Mit sieben Punkten aus vier Runden hat sich Magdalensberg in der Tabelle der 1. Klasse Ost vorerst in einer guten Position gehalten.