In der 1. Klasse Ost hat sich ATUS Feistritz/R. am Samstag von TSV Preitenegg trotz eines klaren Chancenplus nur mit 1:1 getrennt. Nach dem 0:1-Rückstand durch Clemens Simon Kreuzer lief die Heimelf über weite Strecken einem Treffer hinterher, ehe Stefan Rindler in der 73. Minute ausglich. Obmann Josef Durnik sprach danach von einer "klar dominierenden" Vorstellung, ärgerte sich aber vor allem über die fehlende Konsequenz vor dem Tor.

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Josef Durnik musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo für ihn der Knackpunkt dieser Partie lag. "Wir hatten in den ersten sieben Minuten drei Großchancen", sagte der Obmann von ATUS Feistritz/R. und schilderte damit genau jene Phase, in der sich das Spiel aus seiner Sicht schon früh in Richtung Heimteam hätte entwickeln können. Einmal landete der Ball am Kreuzeck, einmal an der Latte, dazu hielt der Tormann von TSV Preitenegg mehrfach stark. Statt einer frühen Führung stand in der 10. Minute plötzlich das 0:1 auf der Anzeigetafel, weil ATUS Feistritz/R. laut Durnik eine "Unachtsamkeit in der Abwehr" hatte und Clemens Simon Kreuzer für TSV Preitenegg traf. "So wie es im Fußball kommen muss: Wenn du die Tore nicht machst, bekommst du sie", brachte es Durnik auf den Punkt. Mit diesem Rückstand ging es dann auch in die Pause.
Am grundsätzlichen Bild änderte dieser Gegentreffer laut Josef Durnik wenig. ATUS Feistritz/R. hatte weiter mehr vom Spiel, blieb das aktivere Team und musste nach seiner Einschätzung dennoch lange einem einzigen Tor nachlaufen. "Danach haben wir sicher fünf Hunderter-Chancen gehabt, die wir nicht gemacht haben beziehungsweise der Tormann vereitelt hat", sagte Durnik. Er ging in seiner Analyse sogar so weit, dass "ab der 30. Minute nur Feistritz gespielt hat" und TSV Preitenegg für ihn da schon "physisch am Boden" gewesen sei. Trotzdem blieb es bis weit in die zweite Hälfte beim 0:1. Erst in der 73. Minute gelang Stefan Rindler der Ausgleich zum 1:1. Durnik meinte danach, seine Mannschaft habe am Ende fast noch froh sein müssen, dieses 1:1 überhaupt noch geholt zu haben, obwohl sie über weite Strecken mehr vom Spiel hatte.
Entsprechend deutlich fiel auch die Einordnung des Ergebnisses aus. "Das Unentschieden geht so grundsätzlich wirklich nicht in Ordnung", sagte Josef Durnik, ohne lange um den heißen Brei herumzureden. Für ihn war nicht TSV Preitenegg die stärkere Mannschaft, sondern vor allem die mangelhafte Verwertung der vielen Möglichkeiten der Grund dafür, dass am Ende nur ein Punkt herausschaute. "Wenn auf dem Endergebnis 7:1 steht, brauchen sie sich auch nicht wundern", meinte der Obmann und legte sofort nach, woran es aus seiner Sicht letztlich hing: "Kein Tor gemacht." Ganz ähnlich formulierte er es später noch einmal. "Der Tormann war heute vom Gegner einfach ein Etzerl besser als unsere Stürmer", sagte Durnik. Viel Stoff für Diskussionen abseits des Sportlichen sah er dagegen nicht, auch mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte er sich zufrieden und stellte dem Unparteiischen ein klares "eins A" aus.
Bei aller Enttäuschung über das 1:1 fand Josef Durnik aber auch Punkte, die er ausdrücklich hervorheben wollte. Besonders zwei junge Spieler blieben ihm nach diesem Abend im Kopf. Alexander Ofner kam bei ATUS Feistritz/R. zur Halbzeit hinein, machte seine Sache laut Durnik "sehr stark" und war zudem "ganz knapp am Tor vorbei". Ebenso hob er Johannes Hanscho hervor, der für den Obmann "über fast neunzig Minuten eine Topleistung gebracht" habe. "Die Jungen sind auf dem richtigen Weg", sagte Durnik, und genau dieser Satz dürfte für ATUS Feistritz/R. das Positive an diesem Abend gewesen sein. In der Tabelle der 1. Klasse Ost hält ATUS Feistritz/R. nach drei Runden nun ebenso bei fünf Punkten wie TSV Preitenegg. Nach dem Spiel drehte sich in Durniks Aussagen jedenfalls fast alles um die vielen Möglichkeiten, die seine Mannschaft liegen gelassen hatte.