In der 1. Klasse Ost hat SV Union Raiba Ruden am Freitagabend gegen ASV St. Margarethen/Lav. mit 5:1 gewonnen, auch wenn es lange nicht nach einem so klaren Abend aussah. Zur Pause stand es 1:1, erst eine starke Phase nach dem Seitenwechsel brachte die Gastgeber entscheidend auf Kurs. Trainer Manfred Alois Plösch sprach nach dem Spiel von einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft "Top-Fußball gezeigt" und "den Kampf angenommen" habe.
Plösch erlebte zunächst eine Partie, die sich nur langsam öffnete. "Das Spiel war von Anfang an eigentlich ein großes Abtasten beider Mannschaften", sagte der Rudener Trainer, und genau so lief die erste Halbzeit auch an. Vieles deutete lange auf ein torloses Remis zur Pause hin, ehe ein kleiner Fehler bestraft wurde. In der 36. Minute brachte Christoph Raphael Joham die Gäste mit 0:1 in Führung. Ruden brauchte aber nicht lange für die Antwort. Schon vier Minuten später glich Fabian Klaus Anetitsch per Kopf zum 1:1 aus. Für Plösch war die erste Hälfte "im Großen und Ganzen ausgeglichen", auch wenn vor der Pause etwas die Fahrt aus dem Spiel ging.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst offen. Laut Plösch sah es lange danach aus, "als würde es ein 1:1 werden", doch dann kam genau jene Phase, die den Abend klar zugunsten der Gastgeber kippte. Ab der 56. Minute zog Ruden binnen kurzer Zeit entscheidend davon. Denis Harter machte das 2:1 und legte in der 64. Minute das 3:1 nach. Nur zwei Minuten später erhöhten Ven Poberznik auf 4:1 und drei Minuten danach Tadej Trdina auf 5:1. Für den Trainer waren vor allem die ersten beiden Treffer nach der Pause ausschlaggebend: "Das 2:1 und auch das 3:1 haben das Spiel in unsere Richtung gelenkt." Danach, so seine Einschätzung, habe St. Margarethen keine Antworten mehr gefunden.
Warum Ruden diese Partie am Ende so deutlich gewann, erklärte Plösch vor allem mit der Leistung nach der Pause. "Die größte Stärke von uns war heute die zweite Halbzeit, wo wir wirklich Top-Fußball gezeigt haben, gute Kombinationen und vor allem Leidenschaft", sagte er. Dazu kam für ihn ein Punkt, der in solchen Spielen oft den Unterschied macht: "Wir haben den Kampf angenommen, was in so einer Phase sehr, sehr wichtig ist." Den Gegner redete er trotz des klaren Ergebnisses nicht klein. Ruden habe genau gewusst, "wo die Stärken liegen", und darauf "sehr, sehr gut" reagiert. Gleichzeitig meinte Plösch auch: "St. Margarethen wird derzeit sicher unter ihrem Wert geschlagen."
Viel Grund zur Kritik fand der Rudener Trainer nach dem Schlusspfiff nicht. Auf die Frage nach Verbesserungspotenzial antwortete er knapp, aber eindeutig: "Derzeit bin ich sehr zufrieden." Dazu passte auch sein Blick auf die Rahmenbedingungen des Spiels. Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, die Leistung des Schiedsrichters sei "top" gewesen. Für Ruden steht damit ein 5:1, das sich aus einer lange offenen Partie entwickelte und erst nach der Pause klar wurde. Nach Runde fünf halten die Rudener bei 12 Punkten und stehen damit an der Spitze der Tabelle der 1. Klasse Ost.