In der 1. Klasse Ost hat sich der TSV Preitenegg am Freitagabend gegen den SV Eitweg mit 4:2 durchgesetzt. Nach dem 1:1 zur Pause gerieten die Gastgeber in der 78. Minute mit 1:2 in Rückstand, ehe sie das Spiel in einer starken Schlussphase drehten. Trainer Klaus Oswald sprach danach von einer „rassigen Partie auf Augenhöhe“ und ordnete den Heimsieg ehrlich ein: „Wir waren vielleicht der glücklichere Sieger.“

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Der Abend begann für Preitenegg mit einem frühen Dämpfer. Schon in der 7. Minute brachte Tobias Leo Grundnig die Gäste mit 1:0 in Führung. Oswald schilderte die Entstehung aus seiner Sicht so: „Das 1:0 für den Gegner war ein Elfer, bei dem der Verteidiger ein bisschen unglücklich hinten kreuzen will, den Gegenspieler am Fuß trifft und der dann stolpert.“ Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht aus dem Spiel bringen. Es blieb über weite Strecken eng, intensiv und ausgeglichen, ehe Christian Ragger kurz vor der Pause in Minute 42 das 1:1 erzielte. „Das 1:1 war nach einer Hereingabe, bei der Christian Ragger seinen Körper gut einsetzt“, sagte Oswald. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es offen. Als Grundnig in der 78. Minute zum 1:2 für Eitweg traf, schien das Spiel kurz in Richtung der Gäste zu kippen. Oswald sprach dabei von einer für seine Mannschaft unglücklichen Szene vor dem Treffer. Die Antwort seiner Elf kam allerdings sofort: Alexander Andreas Streit glich nur zwei Minuten später zum 2:2 aus. Danach legte Preitenegg entscheidend nach. Majlind Latifi traf in der 83. Minute zum 3:2, Lukas Klösch machte in Minute 88 mit dem 4:2 alles klar.
Für Oswald war dieses 4:2 weniger die Geschichte eines einzelnen Wendepunkts als vielmehr die Summe eines konsequenten Auftritts. „Von Beginn an war es eine rassige Partie. Auf Augenhöhe“, sagte der Trainer, und genau so erklärte er auch den Verlauf über 90 Minuten. Einen einzigen Schlüsselmoment wollte er gar nicht herausheben. „Im Großen und Ganzen gab es keinen besonderen Moment“, meinte Oswald. Viel wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft trotz zweimaligem Rückstand drangeblieben ist und sich nicht aus der Ruhe bringen ließ. Entsprechend hob er vor allem die Basis hervor, auf der der Sieg aus seiner Sicht entstanden ist: „Was gut funktioniert hat, war die Laufbereitschaft, über neunzig Minuten alles zu geben, dazu Einsatz und Elan. Im Großen und Ganzen hat eigentlich alles gepasst.“ Gleichzeitig blieb er in seiner Bewertung des Gegners sehr klar. „Eitweg ist eine sehr gute technische und kampfstarke Mannschaft, die einem alles abverlangt und nichts schenkt“, sagte Oswald. Dass seine Elf am Ende vier Treffer angeschrieben hatte, machte er deshalb nicht größer, als es für ihn war. „Heute waren wir vielleicht der glücklichere Sieger“, lautete sein nüchternes Fazit.
Neben Spielverlauf und Ergebnis hob der Preitenegg-Trainer nach dem Abpfiff noch zwei Punkte ausdrücklich hervor. Zum einen zeigte er sich mit der Leitung der Partie sehr zufrieden. „Das Schiedsrichterteam hatte die Partie von der ersten Sekunde bis zur letzten Minute klar im Griff“, sagte Oswald. Bis auf jene Szene vor dem Eitweger 2:1, die er aus seiner Sicht anders wahrgenommen hatte, wollte er an der Spielleitung nichts aussetzen. Für ihn war wichtig, dass keine unnötige Hektik entstand und das Spiel in geordneten Bahnen blieb. Zum anderen richtete er den Blick auf die Tribüne. „Die vielen Zuschauer waren sehr, sehr gut, weil sie uns von der ersten Minute bis zur letzten angefeuert haben“, betonte Oswald. Für Preitenegg war das ein Abend, an dem nach einem offenen Spielverlauf vieles zusammenpasste: eine Mannschaft, die bis zum Ende dranblieb, ein Gegner, der alles abverlangte, und eine Schlussphase, in der die Gastgeber den Unterschied machten. Mit dem Heimsieg hält Preitenegg nach sechs Runden bei zwölf Punkten und steht damit ganz vorne in der Tabelle.