In der 1. Klasse Ost hat ATUS Feistritz/R. am Samstag trotz früher Führung mit 2:3 gegen ASV St. Margarethen/Lav. verloren. Die Gäste lagen nach dem 0:1 zunächst hinten, drehten die Partie aber noch vor der Pause und legten direkt nach Wiederbeginn nach. Trainer Werner Kothmaier machte vor allem "Wille, Entschlossenheit und die mannschaftliche Stärke" dafür verantwortlich, dass seine Mannschaft das Auswärtsspiel über die Distanz auf ihre Seite zog.
Für St. Margarethen begann die Partie nach Aussage von Werner Kothmaier nicht ideal. "Wir haben am Anfang eine Zeit gebraucht, bis wir ins Spiel gefunden haben", sagte der Trainer und beschrieb damit eine Phase, in der Feistritz besser hineinkam. In der 16. Minute gingen die Hausherren dann auch in Führung, als Marcel Eduard Bodi das 1:0 erzielte. Gerade dieser Rückstand war für Kothmaier im Nachhinein aber ein Punkt, an dem seine Mannschaft spürbar zulegte. "Gerade das war der entscheidende Moment, dass wir uns aufgerafft haben und in den Zweikampf energischer gegangen sind", erklärte er. St. Margarethen arbeitete sich danach immer besser in die Begegnung hinein, kam in eine gute Phase und drehte das Spiel noch vor der Pause. Stefan Mattl stellte in der 32. Minute auf 1:1, in der 41. Minute sorgte Christoph Raphael Joham mit dem 1:2 für die Wende. Damit nahmen die Gäste nach dem Rückstand eine Führung mit in die Kabine.
Was nach dem Seitenwechsel folgte, passte aus Sicht der Gäste genau zum Plan. Kothmaier betonte, dass seine Mannschaft mit klarer Haltung aus der Pause gekommen sei: "Wir sind mit einem starken Willen auf den Sportplatz gegangen, wollten alles daran setzen, das 3:1 zu schießen." Genau das gelang praktisch sofort. Christoph Raphael Joham traf in der 46. Minute zum 1:3 und schnürte damit seinen Doppelpack. Für den Trainer war das nicht nur wegen des Zeitpunkts wichtig, sondern auch wegen der Art des Angriffs. "Das entscheidende Tor war ein wunderbar herausgespieltes Tor gleich nach der Pause", sagte Kothmaier. Ganz durch war die Partie damit allerdings nicht. Feistritz blieb im Spiel und verkürzte in der 63. Minute durch Florian Fernando Schuster auf 2:3. Kothmaier sprach danach von einem "leichten kämpferischen Rückfall", betonte aber ebenso, dass seine Mannschaft die Sache "in Summe gut über die Distanz gebracht" habe. So blieb es beim knappen Auswärtssieg.
In seiner Einordnung hob Kothmaier nach dem Schlusspfiff mehrere Punkte hervor, die für ihn den Ausschlag gaben. Zum einen sprach er von "Wille, Entschlossenheit und der mannschaftlichen Stärke", zum anderen sah er auch personelle Vorteile bei seinem Team. "Der entscheidende Unterschied liegt für mich darin, dass wir ziemlich sicher stärkere Einzelspieler hatten als der Gegner", sagte der Trainer. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Erfolg nicht nur an einzelnen Akteuren festzumachen sei. "Vom Tormann bis zum letzten Ersatzspieler: Wir sind ein Team, wir kämpfen füreinander, wir sind füreinander da." Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. Luft nach oben gebe es immer, vor allem bei "Abstimmungsfehlern" und in der "Passgenauigkeit". Feistritz beschrieb er als "kampfkräftige, starke Mannschaft", die mit ihrer Geschlossenheit einiges abverlangt habe. Auch mit der Spielleitung war Kothmaier einverstanden: Es habe "keine gravierenden Situationen" gegeben, insgesamt sei das eine "solide Leistung" gewesen. Unterm Strich stand für ihn dennoch fest, dass der Sieg verdient war. Für St. Margarethen bedeutet das in Runde zwölf drei wichtige Punkte, mit denen die Mannschaft bei 21 Zählern im oberen Bereich der Tabelle bleibt.