In der 1. Klasse Ost hat KAC Juniors 1b mit einem 2:0 gegen SV Lavamünd einen verdienten Heimsieg eingefahren. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte Leonelo Andre Malungo die Gastgeber in der 47. Minute in Führung und legte in der Nachspielzeit noch einmal nach. Trainer Christian Rauter sprach von einem „Dosenöffner“ und hob vor allem hervor, dass seine junge Mannschaft über weite Strecken mehr Fußball spielte und hinten geschlossen verteidigte.

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Schon die erste Halbzeit lief nach Rauters Geschmack. Die Juniors waren präsent, hatten Spielkontrolle und erspielten sich laut ihrem Trainer in den ersten 40 Minuten zwei bis drei richtig gute Chancen. Entweder war der Tormann von Lavamünd zur Stelle oder der Abschluss ging knapp vorbei, deshalb blieb es zur Pause beim 0:0. Erst in den letzten fünf Minuten vor dem Seitenwechsel kamen die Gäste etwas auf, mehr als zwei oder drei Abschlüsse, die über das Tor gingen, standen für Rauter aus dieser Phase aber nicht zu Buche. Umso wichtiger war aus Sicht des Trainers der Start nach der Pause. Obwohl man mit einer druckvollen Reaktion des Gegners gerechnet hatte, kombinierten sich die Hausherren gleich mit der ersten Aktion nach vorne und gingen durch Leonelo Andre Malungo in der 47. Minute mit 1:0 in Führung.
Mit dem Treffer änderte sich die Partie dennoch deutlich. Rauter hatte genau mit dieser Reaktion gerechnet und sah danach eine klare Druckphase von Lavamünd. „Fast ab der 50. Minute war der Spielverlauf ganz klar aufseiten von Lavamünd“, sagte der Trainer, der vor allem viele hohe Bälle in die eigene Verteidigungszone registrierte. Der KAC-Schlussmann bekam nun deutlich mehr zu tun, die Juniors hielten aber dagegen. „Wir haben es immer wieder leidenschaftlich gut wegverteidigt, mit richtig viel Engagement, Leidenschaft und Mut“, so Rauter. Gleichzeitig blieben Umschaltmomente für die Gastgeber vorhanden, nur wurden sie zunächst nicht sauber zu Ende gespielt. Erst in der Nachspielzeit fiel die Entscheidung, wieder durch Leonelo Andre Malungo, den Rauter wegen seines Tempos ausdrücklich hervorhob: „Ich sage ihm immer wieder, welche Geschwindigkeit er eigentlich hat.“
Für Rauter steckt der Wert dieses Sieges aber nicht nur im Ergebnis. Der Trainer lobte einerseits das geschlossene Verteidigen, andererseits den klaren fußballerischen Ansatz seiner Mannschaft. „Auf den Ansatz, Fußball zu spielen, bin ich extrem stolz“, sagte er, und genau darin sah er auch den Unterschied zu einem Gegner, den er als gestandene Mannschaft einordnete. Lavamünd habe es mit den langen Bällen zwar gut verstanden, die Partie immer wieder in die Zone der Juniors zu verlagern, für Rauter ist das aber nicht der Weg, den seine junge Mannschaft gehen soll. „Dafür treffen wir uns nicht drei- bis viermal die Woche, damit wir den Ball nur wegschießen“, stellte er klar. Unterm Strich sei der Sieg deshalb „absolut verdient“, weil seine Mannschaft mehr vom Spiel gehabt und die klareren fußballerischen Lösungen gefunden habe.
Ganz fertig ist die Entwicklung für den Trainer damit aber nicht. Rauter sieht gerade im letzten Drittel weiter Luft nach oben, obwohl seine Mannschaft diesmal zweimal getroffen hat. „Speziell im letzten Drittel müssen wir besser mit unseren Chancen umgehen“, sagte er und sprach auch an, dass seine Elf ein solches Niveau nicht nur 50 Minuten, sondern über längere Zeit halten müsse. Das betrifft für ihn beide Richtungen des Spiels: mit Ball mutig und sauber bleiben, gegen den Ball weiterhin gemeinsam und intensiv arbeiten. Der 2:0-Erfolg gegen Lavamünd liefert den Juniors dafür ein starkes Beispiel. Rauter klang entsprechend überzeugt, ohne abzuheben: „Es ist schon etwas richtig Cooles, was die Jungs auf den Platz bringen.“