Spielberichte

„Wir haben den Gegner nie ins Spiel kommen lassen“ – Sittersdorf platzt beim 7:1 der Knoten

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SV Sittersdorf
SV Tainach/HSV Haimburg

In der 1. Klasse Ost hat SV ASKÖ Sittersdorf den SG SV Tainach/HSV Haimburg mit 7:1 abgefertigt und schon vor der Pause klare Verhältnisse geschaffen. Trainer Bernhard Erich Starz sprach danach von einem Auftritt, bei dem seine Mannschaft von Beginn an hellwach war, aggressiv in die Zweikämpfe ging und den Gegner über die gesamte Spielzeit nie richtig ins Spiel kommen ließ. Gerade nach den zuletzt mageren Ergebnissen soll dieser Erfolg nun Selbstvertrauen bringen.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Frühe Führung, schnelle Antwort, klare Pausenführung

Der Nachmittag lief für Sittersdorf von Anfang an in die richtige Richtung. Schon in der 3. Minute brachte Amar Dzafic die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start passte zu dem Bild, das Starz nach dem Schlusspfiff beschrieb. „Wir waren von der ersten Minute an hellwach“, sagte der Trainer, und das spiegelte sich auch im Spielstand wider. Nach dem frühen Vorteil blieb Sittersdorf das aktivere Team und legte in der 21. Minute durch Bojan Canacevic das 2:0 nach. Zwar verkürzte Sebastian Gaber nur zwei Minuten später für die Gäste auf 2:1, doch auch diese Phase brachte die Heimelf nicht aus der Spur. Benjamin Lamzari stellte in der 25. Minute den Zwei-Tore-Abstand wieder her, ehe Canacevic in der 29. Minute noch vor der Pause auf 4:1 erhöhte. Damit war früh erkennbar, wohin diese Partie laufen würde.

Starz hebt das Auftreten hervor

Dass am Ende sieben Tore auf der Habenseite standen, wollte der Sittersdorf-Coach gar nicht als einzigen Grund für den klaren Sieg verstanden wissen. Für ihn lag der entscheidende Punkt viel tiefer. „Es waren nicht unbedingt die Tore, sondern das Auftreten der Mannschaft war einfach gut“, sagte Starz. Er sprach von einer aggressiven Leistung, von vielen gewonnenen Zweikämpfen und davon, dass seine Mannschaft defensiv kaum etwas zugelassen habe. Genau so ordnete er auch den Auftritt des Gegners ein. Tainach/Haimburg versuchte es laut Starz immer wieder mit langen Bällen, doch auch darauf war Sittersdorf vorbereitet. „Wir haben sie sehr, sehr gut verteidigt. Wir haben den Gegner nie ins Spiel kommen lassen“, erklärte der Trainer. Das zeigte sich nicht nur in der Höhe des Resultats, sondern auch darin, dass der Anschlusstreffer zum 2:1 keine Wende einleitete. Stattdessen antwortete Sittersdorf sofort und zog noch vor der Halbzeit entscheidend davon.

Lamzari macht es nach der Pause deutlich

Nach dem Seitenwechsel gab es dann keine Diskussion mehr über den Ausgang dieser Begegnung. Benjamin Lamzari drückte der zweiten Hälfte mit drei weiteren Treffern seinen Stempel auf und sorgte mit seinen Toren in der 51., 60. und 71. Minute für den Endstand von 7:1. Der Viererpack des Sittersdorfer Angreifers war damit der auffälligste statistische Wert des Tages, doch auch hier blieb Starz bei seiner Linie. Er wollte den Sieg nicht nur an einzelnen Namen festmachen, sondern an der Haltung seiner Mannschaft. „Der Wille war heute unsere größte Stärke“, sagte er. Schon beim Aufwärmen habe er gespürt, dass die Mannschaft wisse, worum es gehe. Gerade weil Sittersdorf in dieser Saison nach seiner Einschätzung schon oft Spiele hergegeben habe, die man nicht hätte verlieren müssen, sei diesmal von Beginn an ein anderer Zug in der Mannschaft gewesen. Der Trainer formulierte es deutlich: „Die Mannschaft wollte zeigen, dass sie besser ist, als der Tabellenstand es zeigt.“

Ein Schritt, nicht mehr – aber einer, der gut tut

Trotz des deutlichen Ergebnisses wollte Starz aus dem 7:1 keinen Anlass machen, sich zurückzulehnen. Der Trainer lobte sein Team für einen Auftritt, „der von vorn bis hinten sehr gut war“, blieb in seiner Einordnung aber bewusst bodenständig. „In allen Bereichen“, antwortete er auf die Frage nach weiterem Verbesserungspotenzial, und machte damit klar, dass dieser Nachmittag für ihn eher ein Anfang als ein Endpunkt ist. Zugleich sprach er von einem Sieg, der „ein Schritt in die richtige Richtung“ sei und der der Mannschaft nach schwierigen Wochen einfach guttue. Auch das Bild der erhofften Befreiung passte für ihn zu dieser Partie. Vielleicht, so meinte Starz, könne dieser Erfolg „so ein bisschen ein Korkenzieher“ für die Mannschaft gewesen sein. Nach einem Spiel, in dem Sittersdorf früh führte, nach dem Gegentor sofort zurückschlug und die Partie nach der Pause endgültig zusperrte, ist diese Hoffnung jedenfalls gut nachvollziehbar.

1. Klasse Ost: Sittersdorf : SV Tainach/HSV Haimburg - 7:1 (4:1)

  • 71
    Benjamin Lamzari 7:1
  • 60
    Benjamin Lamzari 6:1
  • 51
    Benjamin Lamzari 5:1
  • 29
    Bojan Canacevic 4:1
  • 25
    Benjamin Lamzari 3:1
  • 23
    Sebastian Gaber 2:1
  • 21
    Bojan Canacevic 2:0
  • 3
    Amar Dzafic 1:0