In der 1. Klasse Ost hat SV Eitweg am Samstag ein 3:2 gegen ASK Klagenfurt geholt. Aus Sicht der Gäste lag der Knackpunkt vor allem in der ersten Halbzeit, in der Eitweg rasch auf 2:0 stellte. Dass Klagenfurt nach der Pause durch einen Doppelpack von Semin Osmanovic zurückkam, machte die späte Niederlage für Obmann Edin Cikaric umso bitterer.

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Der Spielverlauf gab der Analyse des ASK-Obmanns zunächst recht. Eitweg erwischte den klar besseren Start und ging schon in der 8. Minute durch Christopher Rene Mattl mit 1:0 in Führung. In der 18. Minute legte Wolfgang Wölbitsch das 2:0 nach, womit die Gastgeber die erste Hälfte klar auf ihre Seite zogen. Cikaric fasste diese Phase nach dem Schlusspfiff entsprechend deutlich zusammen: "Die erste Halbzeit war nicht gut genug. Wir waren nicht die bessere Mannschaft und haben Eitweg spielen lassen." Bis zur Pause stand damit ein 0:2 aus Sicht der Klagenfurter, und genau dieses Bild blieb beim Funktionär als Ausgangspunkt der Niederlage hängen. Weil sein Team in dieser Phase zu wenig Zugriff bekam, lief der ASK früh einem Rückstand hinterher und musste sich das Spiel nach dem Seitenwechsel erst wieder zurückholen.
Nach der Pause sah Cikaric seine Mannschaft dann deutlich verbessert. "In der zweiten Halbzeit haben wir definitiv besser gespielt und besser gepresst", sagte er, und die Spielereignisse stützen diese Einschätzung. Klagenfurt kam zurück, und zwar mit Wucht: Semin Osmanovic traf in der 65. Minute zunächst zum 2:1 und noch in derselben Minute auch zum 2:2. Damit war eine Partie, die zur Halbzeit schon klar in Richtung Eitweg gekippt war, plötzlich wieder offen. Lange genießen konnten die Gäste dieses Comeback allerdings nicht, denn in der 68. Minute sah Adnan Suljic die Rote Karte, womit der ASK die Schlussphase in Unterzahl bestreiten musste. Trotzdem blieb das Remis bis kurz vor Schluss möglich. Erst in der 88. Minute gelang Michael Manfred Ebner das 3:2 für Eitweg. So wurde aus der starken Klagenfurter Reaktion nach der Pause am Ende doch kein Punktgewinn, sondern eine Niederlage, die aus Sicht der Gäste doppelt schmerzte, weil sie nach dem Ausgleich schon wieder dran waren.
Nach dem Spiel richtete sich der Blick des ASK vor allem auf die Entstehung des entscheidenden Treffers. Cikaric war überzeugt, dass diesem Tor ein Ball im Aus vorausgegangen sei. "Das letzte Tor hätte aus meiner Sicht nicht zählen dürfen", sagte er und verband das mit grundsätzlicher Kritik an der Spielleitung: "Bei so wichtigen Spielen nur einen Schiedsrichter zu schicken, ist schon traurig." Dazu kam aus seiner Sicht noch die personelle Lage, die den Gästen in so einer Partie zusätzlich zugesetzt habe. "Wir haben ein paar verletzte Spieler, das hat uns gefehlt. Wir hatten zu wenig Wechselmöglichkeiten", erklärte der Obmann. Damit bleibt beim ASK nach diesem 2:3 ein gemischtes Bild zurück: eine schwache erste Halbzeit, eine starke Antwort nach der Pause, dann Unterzahl und ein spätes Gegentor. Auf dem Platz selbst steht unter dem Strich aber vor allem eines: Klagenfurt hat sich nach dem 0:2 noch einmal zurückgekämpft, sich für diese Reaktion aber nicht belohnt.