In der 1. Klasse Ost hat Magdalensberg am Sonntag mit 1:2 gegen ASKÖ Gurnitz verloren. Nach dem 0:1 zur Pause glich Julian Rico Glantschnig zwar noch aus, doch Daniel Urschitz traf in Minute 89 zum Auswärtssieg. Trainer Fabian Stornig führte den Erfolg vor allem auf den Zusammenhalt seiner personell stark geschwächten Mannschaft und auf das gemeinsame Verteidigen zurück.

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Die Partie entwickelte sich laut Stornig zunächst so, wie man es bei einem Auswärtsspiel oft sieht: Magdalensberg hatte in der ersten Hälfte mehr vom Ball, wirklich zwingend wurden die Gastgeber aus seiner Sicht aber nur bei ruhenden Bällen. „Magdalensberg war mehr im Ballbesitz, ist hauptsächlich über Standardsituationen, Freistöße und Eckbälle gefährlich geworden, aber sie waren nicht sehr gefährlich“, ordnete der Gurnitz-Trainer die ersten 45 Minuten ein. Seine Mannschaft setzte dafür den ersten entscheidenden Stich. In Minute 22 brachte Jakov Mrsic die Gäste mit 1:0 in Führung. Stornig verwies außerdem darauf, dass Gurnitz vor der Pause sogar noch nachlegen hätte können. So ging es mit einem knappen, aus seiner Sicht aber durchaus brauchbaren Vorsprung in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel sah Stornig seine Mannschaft dann noch besser im Spiel. Gurnitz habe mehrere Möglichkeiten vorgefunden und die Partie in dieser Phase auch früher entscheiden können, ehe Magdalensberg in Minute 70 durch Julian Rico Glantschnig zum 1:1 kam. Dass das Spiel danach nicht kippte, war für den Trainer ein wesentlicher Punkt. „Eigentlich haben wir über 90 Minuten wenig Chancen zugelassen, außer eben über die Standardsituationen“, sagte Stornig. Gerade in der Schlussphase habe seine Elf dann immer wieder Räume für Gegenstöße gefunden. „Ab der 75., 80. Minute haben wir einfach Konter und Chancen gehabt, die wir Gott sei Dank zum Schluss dann genutzt haben“, meinte er. Der späte Lohn folgte in Minute 89, als der eingewechselte Daniel Urschitz zum 2:1 traf. Stornig nannte es zwar einen „Lucky Punch“, hielt aber ebenso fest, dass der Sieg „glücklich und verdient“ gewesen sei.
Besonders viel Gewicht bekam dieser Auswärtssieg für den Gurnitz-Coach wegen der personellen Lage. Stornig schilderte, dass seine Mannschaft erneut mit einem stark ausgedünnten Kader antreten musste. Krankheiten und Verletzungen hätten die Auswahl klein gemacht, auf der Bank saßen sogar Spieler, die reaktiviert wurden, dazu kamen zwei junge Kräfte aus der U17. Umso mehr freute ihn, dass ausgerechnet Daniel Urschitz nach seiner Einwechslung das Siegtor machte. Noch wichtiger war ihm aber die Wirkung auf das ganze Team. „Egal wer fehlt, wer spielt, wer da ist, heute waren wir eine Mannschaft und haben endlich wieder gewonnen“, sagte Stornig. Genau darin sah er auch die größte Stärke seines Teams. „Wir haben besser verteidigt, als Mannschaft agiert und gemeinsam über 90 Minuten alles gegeben.“ Dass Magdalensberg nur einmal zum Torerfolg kam, war für ihn deshalb mehr als nur eine Randnotiz.
Bei aller Freude über die drei Punkte wollte Stornig den Auftritt seiner Mannschaft nicht schöner reden, als er war. Verbesserungspotenzial sieht er weiterhin im Spielerischen. „Phasenweise haben wir sehr gut gespielt, auch mit Ball, haben den Ball laufen lassen. Aber auch das Spiel mit dem Ball ist ausbaufähig“, erklärte der Trainer. Positiv sei gewesen, dass Gurnitz nach Ballgewinnen konsequenter nach vorne spielte und in den Umschaltsituationen zu Chancen kam. Den Gegner erlebte er als „sehr körperlich robust, sehr laufstark“ und vor allem über viele lange, hohe Bälle sowie Standards gefährlich. Insgesamt sei es ein faires Spiel mit harten Zweikämpfen gewesen. Nur mit einer Szene um die 70. Minute haderte Stornig etwas, als nach einem Foul an seiner Nummer 16 aus seiner Sicht eine härtere Ahndung möglich gewesen wäre. Unterm Strich wird ihn das nach diesem späten 2:1 aber nur am Rand beschäftigen. Für Gurnitz, das nun bei 12 Punkten hält, war vor allem wichtig, nach schwierigen Wochen wieder einmal einen vollen Erfolg mitzunehmen.