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SV Sportastic Spittal 1b, Trainer Wolfgang Oswald: „17 Jugendliche im Einsatz – Entwicklung vor Ergebnissen“

SV Spittal 1b

In der 1. Klasse West blickt Wolfgang Oswald, Trainer von SV Sportastic Spittal 1b, auf eine fordernde, aber lehrreiche Herbstsaison zurück. Seine Mannschaft, die überwiegend aus jungen Eigenbauspielern besteht, zeigte trotz schwieriger Ergebnisse engagierte Leistungen. Nach 15 gespielten Runden rangiert das Team mit sieben Punkten auf Rang 13 und liegt damit knapp vor dem Tabellenende. Besonders die letzten Partien – ein Remis gegen Admira Villach, gefolgt von Niederlagen gegen TSU Ainet, FC Mölltal, FC Lurnfeld und SV Egg – machten deutlich, dass der Fokus in Spittal derzeit auf Entwicklung statt auf Ergebnissen liegt.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Junge Mannschaft mit klarer Perspektive

Wolfgang Oswald betont im Gespräch, dass die derzeitige Situation Teil eines langfristigen Aufbauprozesses ist. „Wir haben heuer im Herbst insgesamt 22 Spieler zum Einsatz gebracht, 17 davon im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Das war in Richtung Weiterentwicklung sehr gut“, erklärt er.

Auch wenn die Punkteausbeute bislang gering blieb, sieht er deutliches Potenzial: „Noch nicht zufrieden waren wir mit der Punkteanzahl, weil wir nur sieben Punkte gemacht haben.“ Der Erfolg des Projekts misst sich für ihn daher weniger an der Tabelle, sondern an der individuellen und mannschaftlichen Weiterentwicklung der Jugendlichen, die im Verein groß geworden sind.

Stimmung und Vorbereitung

Zum Start ins neue Jahr zieht Wolfgang Oswald eine positive Zwischenbilanz. „Die Stimmung innerhalb der Mannschaft und im Trainerteam ist sehr gut und sehr produktiv“, sagt er. Seit Anfang Jänner trainiert das Team mehrmals pro Woche und hat bereits erste Vorbereitungsspiele bestritten.

Verletzungsprobleme gibt es derzeit nicht – lediglich einige Spieler sind wegen Grippe vorübergehend ausgefallen. „Die sollten aber in den nächsten zehn Tagen wieder zur Mannschaft stoßen“, zeigt sich der Trainer zuversichtlich. Auch strukturell bleibt beim Betreuerteam alles stabil: Das Betreuerteam bleibt unverändert. Zudem legt der Verein „großes Augenmerk auf die 1b“ – eine deutliche Stärke, die den jungen Spielern Rückhalt gibt.

Neue Spieler und Entwicklung im Kader

Im Winter konnte sich Spittal 1b punktuell verstärken. Als Neuzugang nennt Wolfgang Oswald einen Linksfuß von Austria Klagenfurt, „der sowohl zentral als auch auf der linken Seite eingesetzt werden kann“. Für den Trainer ist er eine wertvolle Ergänzung in einer noch sehr jungen Mannschaft.

Besonders erfreulich ist zudem die Entwicklung jener Spieler, die aus der eigenen Jugend stammen und nun regelmäßig auf Senioren-Niveau zum Einsatz kommen. „Sowohl sportlich als auch menschlich bin ich sehr zufrieden, weil es eigentlich alles Spieler sind, die in Spittal groß geworden sind“, hebt Wolfgang Oswald hervor. Damit unterstreicht er den regionalen Charakter der Mannschaft, die bewusst auf lokale Talente setzt.

Ausblick auf die Rückrunde

Obwohl die Hinrunde mit vielen Rückschlägen endete, blickt der Trainer optimistisch auf die kommenden Spiele. Die schwierigen Duelle gegen TSU Ainet, FC Mölltal, FC Lurnfeld und SV Egg hätten laut Wolfgang Oswald wichtige Lernphasen geboten. Der Punkt beim Remis gegen Admira Villach zeigte, dass Spittal 1b in der Liga konkurrenzfähig sein kann, wenn Konzentration und Teamdynamik stimmen.

Als besonders beeindruckend hebt Wolfgang Oswald einen Ligakonkurrenten hervor, dessen mannschaftliche Geschlossenheit und Qualität in jeder Reihe ihm Respekt abnötigten. Nach dem trainingsintensiven Winter soll nun die Rückrunde genutzt werden, um Konstanz und Effektivität zu steigern. Wolfgang Oswald bleibt bei aller Bescheidenheit realistisch: Sein Ziel ist die nachhaltige Entwicklung der jungen Generation – und die ersten Früchte davon sind bereits sichtbar.