Spielberichte

„Mehr Wille zu gewinnen beim Gegner“: Kunic erklärt das 2:4 des Magdalener SC

FC Mölltal
Magdalener SC

In der 1. Klasse West musste sich der Magdalener SC am Freitagabend bei FC Mölltal Obervellach mit 2:4 geschlagen geben. Trainer Dragan Kunic sprach nach einer „nicht so schlechten Partie von beiden Seiten“ von einer Begegnung, in der seine Mannschaft lange dabei war. Entscheidend waren für ihn aber die zweite Halbzeit, fehlende Disziplin, zu wenig Laufbereitschaft und am Ende „mehr Wille zu gewinnen“ auf Seiten des Heimteams.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Fünf Tore in der zweiten Halbzeit

Die Partie entwickelte sich zunächst noch in eine Richtung, mit der der Magdalener SC leben konnte. Bis kurz vor der Pause hielt das 0:0, ehe Rene Löschnig den FC Mölltal Obervellach in der 41. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel war die Mannschaft von Dragan Kunic dann aber sofort wieder im Spiel, weil Fabio Daniel Unterwieser in der 54. Minute zum 1:1 ausglich. Lange hielt dieser Zwischenstand allerdings nicht: Rene Löschnig traf in der 57. Minute zum 2:1, legte in der 63. Minute das 3:1 nach und machte damit seinen Dreierpack perfekt. Der Magdalener SC antwortete durch Adnan Brcaninovic noch einmal mit dem 3:2 in der 64. Minute, doch schon drei Minuten später stellte Ramon Burger auf 4:2. Gerade diese Phase nach der Pause gab der Partie den klaren Ausschlag.

Kunic sieht die Gründe klar bei seiner Mannschaft

Auch Kunic setzte in seiner Einordnung genau dort an. „In der zweiten Halbzeit war der Gegner ein bisschen besser, dann haben wir verdient verloren“, sagte der Trainer, der die Partie insgesamt nicht schlecht fand, den Unterschied aber klar im Auftreten nach der Pause sah. Besonders deutlich wurde er bei den Basics. Auf die Frage, was bei seiner Mannschaft nicht funktioniert habe, nannte er ohne Umschweife „Disziplin im Spiel und Laufbereitschaft“. Beim Gegner erkannte er genau das Gegenteil: „Der Gegner war ein bisschen aggressiver und hat verdient gewonnen.“ Für Kunic lag der Unterschied damit nicht in einer einzelnen Offensivaktion, sondern in der Art, wie beide Teams die zweite Halbzeit angegangen sind. Dass FC Mölltal Obervellach nach dem Ausgleich sofort wieder vorlegte und danach noch einmal nachsetzte, passte zu dieser Analyse.

Elfmeter als Thema, der Fokus bleibt trotzdem intern

Ein Punkt blieb bei Kunic trotzdem hängen. Über die Schiedsrichterleistung wollte der Trainer ausdrücklich nicht sprechen, sagte aber doch: „Drei Elfmeter für den Gegner, von denen aus meiner Sicht zwei nichts waren, aber das müssen wir akzeptieren.“ Mehr wollte er dazu nicht hinzufügen, vielmehr lenkte er den Blick wieder zurück auf die eigene Mannschaft. „Mehr Wille zu gewinnen beim Gegner“, lautete seine knappe, aber klare Zusammenfassung des Unterschieds. In der Schlussphase kam für den Magdalener SC dann auch noch die Rote Karte gegen Marco Antonio Winkler in der 78. Minute dazu. Am 2:4 änderte das nichts mehr. Nach zwei Runden hält der Magdalener SC damit bei drei Punkten. Für Kunic war das Auswärtsspiel in Obervellach am Ende weniger eine Frage einzelner Offensivszenen, sondern vor allem eine Frage der Basics, die er nach dem Schlusspfiff sehr klar benannte.

1. Klasse West: FC Mölltal : Magdalener SC - 4:2 (1:0)

  • 67
    Ramon Burger 4:2
  • 64
    Adnan Brcaninovic 3:2
  • 63
    Rene Löschnig 3:1
  • 57
    Rene Löschnig 2:1
  • 54
    Fabio Daniel Unterwieser 1:1
  • 41
    Rene Löschnig 1:0