In der 1. Klasse West hat der ESV Admira Villach das Derby gegen den SV Ideal Wohnbau Treffen klar mit 5:0 gewonnen und dabei vor allem nach der Pause für deutliche Verhältnisse gesorgt. Sportlicher Leiter Siegfried Mödritscher führte den Kantersieg auf ein kompaktes Auftreten in allen Linien zurück und sagte nach dem Spiel: „Wir waren in den Zweikämpfen stärker, spielerisch besser und haben unsere Möglichkeiten eiskalt genützt.“

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Für Mödritscher begann das Derby genau so, wie es sich die Gastgeber vorgestellt hatten. Er sprach von einem „sehr rassigen“ Spiel von Anfang an und sah seine Mannschaft sofort präsent. Admira kam gut hinein und ging schon in der 6. Minute in Führung, als Julian Pinter das 1:0 erzielte. Der sportliche Leiter beschrieb die Szene als Folge eines gewonnenen Zweikampfs von Maximilian Kreuter im Mittelfeld, ehe es mit wenigen Kontakten schnell nach vorne ging. Über Daniel Brandauer kam der Ball in den Raum, wo Julian Pinter vollendete. Dieses frühe Tor gab den Villachern vorerst Sicherheit, ohne dass die Partie damit schon entschieden gewesen wäre. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, aber Admira hatte den Einstieg erwischt, den man in so einem Derby braucht.
Die heikelste Phase des Spiels sah Mödritscher unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Treffen versuchte laut seiner Einschätzung, „gleich natürlich den Ausgleich zu erzielen“, und gerade in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten nach der Pause bekam Admira Probleme. „Wir haben uns einfach zu tief hinten reingestellt“, sagte er offen. In genau dieser Phase sei der Ausgleich aus seiner Sicht in der Luft gelegen. Umso wichtiger war für ihn die Antwort seiner Mannschaft. „Der entscheidende Moment war, dass wir gleich darauf das 2:0 gemacht haben. Damit war die Richtung vorgegeben“, so Mödritscher. Fabian Michael Pinter stellte in der 58. Minute auf 2:0, vier Minuten später legte Julian Pinter das 3:0 nach. Damit war die wacklige Phase der Gastgeber beendet, und aus einem umkämpften Derby wurde innerhalb weniger Minuten eine klare Angelegenheit.
Mit dem dritten Treffer war Admira noch nicht fertig. Die Villacher blieben am Drücker und spielten ihre Angriffe jetzt mit jener Klarheit zu Ende, die Mödritscher seiner Mannschaft besonders hoch anrechnete. Daniel Brandauer traf in der 65. Minute zum 4:0 und setzte in der 71. Minute auch den Schlusspunkt zum 5:0. Gerade diese Phase gefiel dem sportlichen Leiter, weil sie aus seiner Sicht zeigte, dass seine Mannschaft nicht nur kompakt stand, sondern die sich bietenden Räume dann auch sauber nutzte. „Was dann auch folgte, waren schön herausgespielte Tore“, sagte er. Dass Brandauer doppelt traf, hob Mödritscher ebenfalls hervor. Bei ihm sei „der Knoten endlich geplatzt“. So stand am Ende nicht nur ein deutlicher Sieg, sondern auch ein klarer Nachweis, dass Admira seine starken Momente diesmal wirklich in Tore ummünzte.
Entsprechend zufrieden fiel das Gesamturteil des sportlichen Leiters aus. „Heute ist es ein Pauschallob an die ganze Mannschaft, die wirklich das umgesetzt hat, was der Trainer von Anfang an gefordert hat“, sagte Mödritscher. Besonders wichtig war ihm dabei, dass nicht nur die Offensive mit fünf Toren glänzte, sondern das Gesamtpaket stimmte. „Wir sind hinten bombenfest gestanden, haben im Mittelfeld ein klares Übergewicht gehabt und vorne endlich unsere Chancen nützen können.“ Auch über den Gegner sprach er deutlich, ohne dabei viel zu beschönigen. Treffen habe „einfach einen schlechten Tag erwischt“, sei zwar bemüht gewesen, aber Admira habe das Mittelfeld klar beherrscht und hinten kaum etwas zugelassen. Deshalb fiel sein Fazit ebenso klar aus: „Es gibt heute auch nichts zu kritisieren. Im Gegenteil, das Score hätte auch noch weit höher ausfallen können.“
Weil die Partie so eindeutig verlief, gab es für Mödritscher auch rund um das Spiel kaum Reibungspunkte. Diskussionen über strittige Szenen wollte er gar nicht erst aufmachen. Stattdessen verteilte er ein ausdrückliches Lob an den Unparteiischen. „Er hat seine Sache hervorragend gemacht, das Spiel super geleitet und viel laufen lassen“, meinte der Admira-Funktionär. Nach einem so klaren Derby-Sieg richtet sich der Blick bei den Villachern nun schon auf die nächste Aufgabe. Mödritscher hofft, „dass es Klick gemacht hat“ und dass seine Mannschaft nun in eine gute Phase kommt. Gleichzeitig blieb er beim Ausblick bodenständig: Auswärts in Nußdorf werde es „schwierig genug“, trotzdem wolle man dort weiter punkten und „das Bestmögliche rausholen bis zum Herbst“.
Leider gab es bei beiden Vereinen kürzlich einen Todesfall zu beklagen: Platzwart Anderwald Robert, 72, und der Bürgermeister von Treffen, Fillei Andreas, 54. „Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt ihren Familien und allen, die ihnen nahestanden – Ruhe in Frieden, Robert.“