Spielberichte

"Die zweite Hälfte war entscheidend" – Dellach dreht das 1:2 gegen Tristach noch

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ASKÖ Dellach/Dr.
SV Tristach

In der 1. Klasse West hat ASKÖ Dellach/Drau am Sonntag ein 1:2 zur Pause noch in einen 3:2-Heimsieg gegen den SV Tristach gedreht. Für Trainer Suvad Rovcanin lag der Schlüssel ganz klar nach dem Seitenwechsel. "Die zweite Hälfte war entscheidend", sagte er, weil seine Mannschaft da viel präsenter auftrat, schneller spielte und den Druck auf die Gäste deutlich erhöhte.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Zweimal zurück, aber noch nicht aus dem Spiel

Geradlinig war dieser Heimsieg aber nicht. Dellach geriet in der 18. Minute mit 0:1 in Rückstand, als Alexander Josef Hofer für Tristach traf. Rovcanin machte danach keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in dieser Phase selbst zu viel angeboten hatte. "Wir waren hinten nicht gut organisiert und beim 0:1 nicht präsent", sagte der Trainer. Trotzdem kam Dellach zurück. Schon in der 23. Minute glich Alkiviadis Tsakiris nach einem Ball in die Tiefe zum 1:1 aus, ein Treffer, den Rovcanin ausdrücklich hervorhob: "Alkis hat super mit dem linken Fuß getroffen." Dass zur Pause trotzdem ein 1:2 stand, lag daran, dass Jakob Ebner die Gäste in der 33. Minute wieder in Führung brachte. Auch diesen Zwischenstand ordnete der Coach offen ein und betonte, dass ihm Tristach in der ersten Hälfte "sehr gut gefallen" habe. "Sie haben super mitgespielt und waren ein paar Mal sehr gefährlich", sagte Rovcanin über den Gegner.

Nach der Pause übernahm Dellach das Kommando

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann genau in jene Richtung, die der Dellacher Trainer später beschrieben hat. Schon in der 49. Minute stellte Tolga Dalkilic auf 2:2, und damit war das Spiel für die Gastgeber wieder völlig offen. Für Rovcanin war dieses Tor nicht nur der Ausgleich, sondern auch der Beginn einer deutlich besseren Phase seines Teams. "Die zweite Hälfte war ganz auf unserer Seite. Wir haben sehr viel Druck ausgeübt und sehr gut gespielt", sagte er. Vor allem die Präsenz auf der gegnerischen Hälfte sei der entscheidende Unterschied gewesen. "Entscheidend war unsere Entschlossenheit und der Druck auf der gegnerischen Hälfte", so Rovcanin. Während Tristach vor der Pause mehrmals gefährlich gewesen war, konnten die Gäste nach Einschätzung des Dellach-Trainers nach dem Wechsel nicht mehr so viel mitmachen. Dellach blieb dagegen am Drücker und arbeitete sich Schritt für Schritt in die Partie hinein.

Jukan bereitet vor, Tsakiris macht den Deckel drauf

Belohnt wurde Dellach dafür in der Schlussphase. In der 82. Minute machte Alkiviadis Tsakiris mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:2 und sorgte damit für die endgültige Wende. Rovcanin erinnerte sich vor allem an die Vorbereitung dieses Tores. Amer Jukan ging dabei laut Trainer "mit zwei, drei Spielern ins Dribbling" und spielte dann den Pass für den Abschluss. Dass Dellach dieses Spiel noch drehte, wollte der Coach ausdrücklich nicht als glücklichen Verlauf verstanden wissen. "Ich sage nicht, dass es Glück war. Wir waren besser als Tristach, besonders in der zweiten Hälfte, und deswegen haben wir gewonnen", stellte er klar. Auch zum Schiedsrichter fand Rovcanin ein kurzes, aber eindeutiges Urteil: "Der Schiedsrichter war souverän." Gerade weil Dellach zur Pause noch hinten lag, bekam dieser Umschwung zusätzliches Gewicht.

Wille zum Gewinnen als klare Botschaft für die nächsten Wochen

Der Sieg passt damit vor allem wegen der Entwicklung nach der Pause ins Bild. Dellach hat nach zwei Rückständen nicht den Faden verloren, sondern das Spiel mit mehr Tempo und mehr Nachdruck noch auf seine Seite gezogen. Gleichzeitig sieht Rovcanin trotz der drei Punkte weiter genug Arbeit für die nächsten Wochen. "Luft nach oben haben wir sicher im läuferischen Bereich und beim Ballhalten", sagte er. Was ihm an diesem Nachmittag aber am besten gefallen hat, formulierte er ebenso klar. "Besonders gut funktioniert hat in der zweiten Hälfte unser Wille zum Gewinnen." Genau dieser Wille war am Ende der rote Faden in einem Spiel, in dem Dellach zunächst Probleme hatte, sich dann aber deutlich steigerte und den Rückstand noch in einen verdienten Heimsieg verwandelte.

1. Klasse West: Dellach/Dr. : Tristach - 3:2 (1:2)

  • 82
    Alkiviadis Tsakiris 3:2
  • 49
    Tolga Dalkilic 2:2
  • 33
    Jakob Ebner 1:2
  • 23
    Alkiviadis Tsakiris 1:1
  • 18
    Alexander Josef Hofer 0:1