Spielberichte

„Mit dem Doppelschlag ist das Spiel gekippt“: Baldramsdorf holt 2:1 in Penk

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SV Penk/Reisseck
SV Baldramsdorf

In der 1. Klasse West hat SV "Malerei Delic GmbH" Baldramsdorf am Samstag beim SV Gregoritsch Penk/Reißeck einen 2:1-Auswärtssieg gefeiert. Trainer Martin Holzer führte den Erfolg vor allem auf den Doppelschlag vor der Pause zurück, sprach aber auch von viel Laufarbeit und Zweikampfstärke. Nach starkem Beginn der Gastgeber fing sich Baldramsdorf, stellte noch vor der Pause auf 2:0 und brachte den Vorsprung danach mit viel Einsatz über die Zeit.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach schwierigem Beginn schlägt Baldramsdorf eiskalt zu

Das Spiel begann aus Sicht der Gäste alles andere als ruhig. Penk kam laut Holzer mit viel Druck ins Spiel und hatte in den ersten Minuten gleich zwei sehr gute Möglichkeiten, die Baldramsdorf unbeschadet überstand. Erst nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten fand die Mannschaft des Trainers besser in die Partie und hielt das Spiel offen. Dann kam genau jene Phase, die Holzer später als entscheidend bezeichnete. In der 26. Minute brachte Maximilian Viktor Walcher die Gäste nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einem Zuspiel von Marco Krassnitzer mit 1:0 in Führung, nur vier Minuten später legte Dejan Marijanovic nach einem Distanzschuss im Nachsetzen das 2:0 nach. „Mit dem Doppelschlag zum 2:0 ist das Spiel in unsere Richtung gekippt“, sagte Holzer, der genau darin den Knackpunkt der Partie sah.

Nach der Pause wird es enger als den Gästen lieb ist

Gerade weil Penk davor den besseren Start erwischt hatte, wog diese Phase schwer. Zur Pause lag Baldramsdorf mit 2:0 vorne, nach dem Seitenwechsel wurde es aber deutlich unangenehmer. Holzer sprach offen an, dass seine Mannschaft zu tief stand und damit zu viel Ballbesitz an die Gastgeber abgab. Penk hatte dadurch über weite Strecken mehr vom Spiel, konnte daraus zunächst aber wenig machen. In der 70. Minute wurde es dann doch noch einmal spannend, als Dominik Jonas Eder nach einem abgeblockten Eckball aus der Distanz zum 1:2 traf. „Wir dürfen in der zweiten Halbzeit nicht so defensiv werden. Wir müssen das Spiel ein bisschen weiter von unserem Tor weghalten, damit wir auch zu mehr Umschaltmomenten und Konterchancen kommen“, sagte Holzer selbstkritisch. Es war also nicht nur Zufriedenheit zu hören, sondern auch ein klarer Hinweis darauf, wo seine Mannschaft noch zulegen muss.

Zweikämpfe, Laufarbeit und viel Zusammenhalt geben den Ausschlag

Dass es am Ende trotzdem reichte, erklärte Holzer weniger mit einzelnen Szenen als mit der Art, wie seine Mannschaft die Schlussphase angenommen hat. „Jeder hat für jeden gekämpft“, sagte er und stellte vor allem die Zweikampfführung, die läuferische Bereitschaft und den Teamzusammenhalt in den Vordergrund. Diese Mischung habe den Ausschlag gegeben, als Penk nach dem Anschlusstreffer noch einmal alles nach vorne warf. Den Gegner beschrieb Holzer dabei ausdrücklich als starke Aufgabe. Penk sei „eine sehr dynamische Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern“, und gerade Dominik Eder sei immer brandgefährlich, wenn man ihn nicht unter Kontrolle habe. Umso höher war aus Sicht des Baldramsdorfer Trainers einzuschätzen, dass seine Elf trotz Druckphase stabil blieb. Auch für den Schiedsrichter fand Holzer positive Worte: Ohne Linienrichter sei das nicht leicht gewesen, dennoch habe der Unparteiische die Partie „wirklich sehr gut gemacht“ und viel laufen lassen.

Ein Sieg mit klarer Botschaft für die nächsten Wochen

Unter dem Strich nimmt Baldramsdorf damit mehr als nur drei Punkte aus Penk mit. Der Auswärtssieg war für Holzer vor allem deshalb stimmig, weil seine Mannschaft nach einem schwierigen Beginn in die Partie hineingefunden und den entscheidenden Moment vor der Pause genutzt hat. Gleichzeitig machte der Trainer keinen Hehl daraus, dass noch Luft nach oben bleibt. Wenn es Baldramsdorf schafft, das Spiel künftig länger vom eigenen Tor fernzuhalten und nicht zu früh in eine zu tiefe Haltung zu geraten, kann diese Mannschaft nach seiner Einschätzung noch mehr aus ihren Umschaltmomenten machen. Die Grundlage dafür war in diesem Spiel aber schon klar zu sehen: viel Laufarbeit, großer Zusammenhalt und die Bereitschaft, bis zum Schluss füreinander zu arbeiten.

1. Klasse West: Penk/Reisseck : Baldramsdorf - 1:2 (0:2)

  • 70
    Dominik Jonas Eder 1:2
  • 30
    Dejan Marijanovic 0:2
  • 26
    Maximilian Viktor Walcher 0:1