In der Unterliga West hat SV AQUA-DOC Rothenthurn am Sonntagvormittag SG Gitschtal mit 1:0 besiegt. Nach einem torlosen ersten Durchgang fiel die Entscheidung kurz nach der Pause durch David Feichter. Beide Teams hatten davor ihre Möglichkeiten, doch bei den Gästen blieb am Ende vor allem ein Thema hängen: Trainer Philipp Werner Kofler sprach von einer ausgeglichenen Partie und sah im Gegentreffer ein klares Abseits.

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Viel trennte die beiden Mannschaften über weite Strecken nicht, und genau so beschrieb es auch Gitschtals Trainer nach dem Schlusspfiff. „Es war ein relativ ausgeglichenes Spiel mit zwei, drei Torchancen auf beiden Seiten, vor allem in der ersten Halbzeit“, sagte Philipp Werner Kofler. Das 0:0 zur Pause passte aus seiner Sicht daher auch gut zum Verlauf. Die Gäste kamen mit dem ungewöhnlichen Termin am Sonntag um 10.30 Uhr ordentlich zurecht und sahen sich keineswegs unterlegen. „Wir waren für diesen außergewöhnlichen Spieltermin fit, haben die Zweikämpfe gut angenommen und die Laufbereitschaft war da“, betonte Kofler. Gerade deshalb schmerzte es die Gitschtaler umso mehr, dass sie aus einem Spiel, das lange offen blieb, am Ende nichts mitnahmen.
Die spielentscheidende Szene folgte dann früh nach Wiederbeginn. In der 52. Minute traf David Feichter zum 1:0 für Rothenthurn, und genau dieses Tor stand danach im Mittelpunkt der Aussagen des Gitschtaler Trainers. Kofler machte keinen Hehl daraus, wie er die Situation gesehen hat. „Für mich war es ein klares Abseitstor“, sagte er. Seine Erklärung dazu fiel deutlich aus: „Es war ein Pass in die Tiefe. Der Linienrichter ist aus meiner Sicht falsch gestanden und konnte die Aktion deshalb nicht richtig beurteilen.“ Wichtig war ihm dabei auch die Einordnung der gesamten Schiedsrichterleistung. „Die Schiedsrichterleistung vom Hauptschiedsrichter war in Ordnung, aber diese Abseitsentscheidung ist für mich unverständlich“, meinte Kofler. Damit war für ihn auch gesagt, woran sich die Niederlage letztlich festmachen ließ.
Weil Kofler seiner Mannschaft sonst wenig vorwarf, blieb sein Gesamturteil trotz der Niederlage klar. „Bei uns hat im Großen und Ganzen relativ viel gut funktioniert“, sagte der Trainer. Er sah seine Elf mit Rothenthurn auf Augenhöhe und sprach davon, dass die Gäste „ebenbürtig“ gewesen seien. Genau daraus leitete er auch seine Bewertung des Ergebnisses ab. „Die Mannschaft, die das Tor gemacht hat, hat das Spiel gewonnen. Ansonsten war das ein klassisches Unentschieden“, meinte Kofler. Für Gitschtal bleibt damit ein bitteres 0:1, weil aus Sicht des Trainers weder Einsatz noch Laufarbeit noch Zweikampfführung das Problem waren. Umso mehr wird diese Partie bei den Gästen als jene hängen bleiben, in der ein einziges Tor alles entschied – und genau dieses Tor von ihrem Trainer heftig angezweifelt wurde.