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„Wir waren die glücklichere Mannschaft“ – Spittal gewinnt gegen Nußdorf

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SV Spittal/Drau
FC-WR Nußdorf

In der Kärntner Liga hat SV Sportastic Spittal in der 12. Runde gegen FC-WR Nußdorf/Debant mit 3:0 gewonnen, auch wenn das Ergebnis nach Einschätzung der Gastgeber deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf hergab. Sportlicher Leiter Wolfgang Oswald sprach von einem glücklichen Tag seiner Mannschaft, die ihre wenigen Möglichkeiten nutzte und nach der Pause entschlossener auftrat als das lange starke Nußdorf.

Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Zur Pause noch offen, dann nützte Spittal seine Chancen

Dass Spittal am Ende mit drei Toren Unterschied gewann, war für Oswald vor allem eine Frage der Phasen im Spiel. „Die erste Hälfte gehörte eindeutig Nußdorf, sie hatten mehr Spielanteil und auch mehr Chancen. Wir sind erst in der zweiten Halbzeit ein wenig ins Spiel gekommen“, sagte der Sportliche Leiter. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, ehe die Gastgeber nach dem Seitenwechsel effizienter wurden. In der 54. Minute brachte Pascal Emanuel Wegscheider Spittal mit 1:0 in Führung. Nur fünf Minuten später legten die Hausherren nach: Nach einem Vorstoß über links von Deni Petrovic sprang der Ball mit Hilfe eines Gegenspielers zum 2:0 ins Tor, offiziell wurde das Eigentor Dennis Müller zugeschrieben. Den Schlusspunkt setzte Lukas Jost in der Nachspielzeit mit dem 3:0.

Oswald beschönigt den Heimsieg nicht

Oswald hatte nach dem Schlusspfiff gar nicht vor, aus dem klaren Ergebnis mehr zu machen, als es war. „Wir waren an diesem Spieltag einfach die glücklichere Mannschaft und haben aus den wenigen Torchancen die Tore gemacht“, sagte er sehr offen. Genauso offen sprach er darüber, dass Nußdorf auf der anderen Seite aus mehreren Möglichkeiten kein Kapital schlagen konnte. Für den Funktionär war genau das der Kern dieses Nachmittags: Spittal nutzte, was sich bot, der Gegner eben nicht. Deshalb fiel sein Fazit auch entsprechend nüchtern aus: „Wir müssen zum heutigen Spiel ehrlich sein. Diesmal waren wir die glücklichere Mannschaft, die in Summe ein Spiel vom Ergebnis her klarer gewonnen hat, als der Spielverlauf war.“

Viel Respekt für den Gegner und Lob für die Wechsel

Bemerkenswert war, wie viel Anerkennung Oswald dem Tabellenletzten entgegenbrachte. Er erlebte Nußdorf „eigentlich untypisch für einen der beiden Letzten“, weil die Gäste aggressiv in den Zweikämpfen waren, Struktur im Spielaufbau hatten und sich etliche Torchancen erarbeiteten. Für ihn war das kein Auftritt eines Teams, das abgeschlagen wirkt. „Wenn Nußdorf so weiterspielt, sind sie kein Abstiegskandidat“, sagte Oswald. Gleichzeitig sah er auf Spittaler Seite einen wichtigen Unterschied darin, „dass Spittal länger die Nerven bewahrt hat“ und dass der Trainer „in der Halbzeit bei den Wechselspielern eine sehr glückliche Hand gehabt hat“. Damit beschrieb er einen zweiten Schlüssel zum Sieg: Spittal war nach der Pause präsenter und nutzte seine besseren Momente sofort.

Ein klares 3:0, das intern ehrlich eingeordnet wird

So blieb unter dem Strich ein Heimsieg, der Spittal in der Tabelle guttut, intern aber nicht zum Anlass genommen wird, das Spiel schönzureden. Gerade diese offene Einordnung machte auch nach außen klar, wie der Sieg zustande kam. Die Gastgeber nahmen ihre Chancen, hielten nach der Pause besser dagegen und ließen sich dann von der Führung tragen. Dazu kam ein Nachmittag ohne große Diskussionen. „Das Schiedsrichter-Trio war souverän, hat wenig Karten verteilt und das Spiel über neunzig Minuten immer im Griff gehabt. Es gab auch keine Aktionen, die man in Zweifel setzen könnte“, sagte Oswald. Für Spittal ist das Ergebnis damit wertvoll, die Analyse dahinter aber mindestens genauso wichtig.

Kärntner Liga: Spittal/Drau : Nußdorf - 3:0 (0:0)

  • 91
    Lukas Jost 3:0
  • 59
    Eigentor durch Dennis Müller 2:0
  • 54
    Pascal Emanuel Wegscheider 1:0