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„Das 2:0 war der Dosenöffner“ – Grafenstein zieht gegen Köttmannsdorf spät noch klar davon

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TSV Grafenstein
Köttmannsdorf

In der Kärntner Liga hat der TSV Grafenstein gegen ASKÖ Köttmannsdorf mit 4:0 gewonnen, auch wenn sich das deutliche Ergebnis lange nicht so klar anfühlte. Trainer Alexander Stroj sprach nach dem Schlusspfiff von einem „Dosenöffner“ beim 2:0 und hob vor allem hervor, dass seine Mannschaft in einer schwierigeren Phase kompakt blieb und endlich wieder zu null spielte. Der 1:0-Pausenstand hielt die Partie bis weit in die Schlussphase offen.

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Start, aber keine frühe Vorentscheidung

Grafenstein war von Beginn an die aktivere Mannschaft und hatte laut Stroj in den ersten 30 Minuten „mehr Spielanteile, alles gut im Griff“. Das passte auch zum Führungstor in der 17. Minute. Samuel Markus Hoffmann brachte die Gastgeber mit 1:0 in Front. Lange schien das Spiel danach in eine Richtung zu laufen, ehe die Partie vor der Pause offener wurde. „15 Minuten vor der Hälfte sind wir ein bisschen zurückgefallen“, sagte Stroj. Köttmannsdorf kam besser hinein, blieb zwar ohne große Top-Chancen, machte die Sache für Grafenstein aber unangenehmer und hielt den knappen Spielstand bis zum Seitenwechsel offen.

Viel Ballbesitz, wenig Räume nach der Pause

Nach dem 1:0 zur Pause wurde es keine Partie mit offenem Schlagabtausch, sondern eine, in der Grafenstein geduldig bleiben musste. Stroj formulierte es treffend: „Die zweite Halbzeit ist etwas dahin geplätschert.“ Der Grund dafür lag auch am Gegner. Obwohl Köttmannsdorf zurücklag, standen die Gäste weiter tief und kompakt, ließen nur wenig Raum zu und blieben im Umschalten unangenehm. „Für uns waren kaum Räume da“, sagte der Trainer. Dazu kam, dass beim TSV im letzten und vorletzten Pass nicht alles sauber war. Rund um den Strafraum gab es zwar immer wieder Situationen, richtig zwingend wurde es aber zunächst selten. Umso wichtiger war für Stroj, dass seine Mannschaft in dieser Phase hinten stabil blieb und kaum etwas zuließ.

Walzl trifft, dann wird es deutlich

Genau daraus leitete der Grafenstein-Trainer den entscheidenden Punkt für den Heimsieg ab. „Wichtig war, dass wir einmal zu null gespielt haben, über eine schwerere Phase kompakt geblieben sind und generell eine gute Körpersprache hatten“, sagte Stroj. Diese Stabilität zahlte sich in der Schlussphase aus. In der 85. Minute traf Bernhard Walzl zum 2:0, ein Tor, das der Coach als „große Befreiung“ beschrieb. Danach musste Köttmannsdorf weiter herausrücken, und plötzlich bekam Grafenstein jene Räume, die davor fast den ganzen Nachmittag gefehlt hatten. Manuel Rabitsch erhöhte in der 90. Minute auf 3:0, ehe Walzl in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer auch noch das 4:0 nachlegte.

Gutes Gegenpressing und ein Gegner, der mehr Gegenwehr bot, als es die Tabelle sagt

Dass das Resultat am Ende so deutlich ausfiel, wollte Stroj dennoch nicht als Selbstläufer verstanden wissen. „Der Gegner war auf keinen Fall so, wie es der Tabellenplatz aussagt“, meinte der Grafenstein-Coach und schob nach: „Wenn die jetzt schon zehn Punkte hätten, wäre das auch absolut in Ordnung.“ Er sah eine junge Köttmannsdorfer Mannschaft, die tief verteidigte, kompakt stand und ihre Möglichkeiten suchte. Auf der eigenen Seite hob Stroj das Defensivverhalten in verschiedenen Anlaufhöhen, den ordentlichen Ballbesitz und ein starkes Gegenpressing hervor. Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel daran, wo er noch Luft nach oben sieht: „Wenn wir den letzten und vorletzten Pass besser fertig spielen, kommen wir zu noch viel mehr zwingenden Tormöglichkeiten.“ Für Grafenstein ist das 4:0 damit ein klarer Sieg, der in der Tabelle mit nun 24 Punkten den Platz in der Spitzengruppe absichert.

Kärntner Liga: Grafenstein : Köttmanns. - 4:0 (1:0)

  • 92
    Bernhard Walzl 4:0
  • 90
    Manuel Rabitsch 3:0
  • 85
    Bernhard Walzl 2:0
  • 17
    Samuel Markus Hoffmann 1:0