In der 1. Klasse West hat FC Mölltal Obervellach das Heimspiel gegen ASKÖ Dellach/Drau mit 3:0 gewonnen und dabei vor allem in der ersten Halbzeit die Basis gelegt. Michael Huber sprach nach dem Schlusspfiff von einer „hervorragenden“ spielerischen Leistung, sah aber auch noch Luft nach oben: Vor dem Tor brauche seine Mannschaft weiterhin zu viele Möglichkeiten, um sich am Ende konsequenter zu belohnen.

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Für Huber war schnell klar, wo der entscheidende Teil dieses Heimsiegs zu finden war. „Entscheidend war in der ersten Halbzeit die Co-Produktion der Schorratz-Brüder“, sagte der Obmann-Stellvertreter und verwies damit auf jene beiden Szenen, die Mölltal früh in die richtige Richtung brachten. Nach sieben Minuten traf Samuel Schorratz zum 1:0, nachdem ihn sein Bruder Tim Schorratz ideal bedient hatte. Beim 2:0 in der 36. Minute lief es genau andersherum, diesmal bereitete Samuel Schorratz für Tim Schorratz vor. Huber sah seine Mannschaft in dieser Phase „klar überlegen“ und sprach davon, dass Mölltal „zahlreiche Chancen herausgespielt“ habe. Dass es mit einem 2:0 in die Pause ging, war für ihn daher nur die logische Folge einer ersten Halbzeit, in der die Gastgeber klar mehr vom Spiel hatten.
So deutlich die erste Halbzeit an Mölltal gegangen war, so klar benannte Huber auch die Phase nach dem Seitenwechsel. „In der zweiten Halbzeit drückte zuerst Dellach stark auf den Anschlusstreffer“, sagte er und beschrieb damit die beste Periode der Gäste. Gerade zu Beginn der zweiten Hälfte war Dellach laut Huber rund zwanzig Minuten lang spielbestimmend. Den entscheidenden Unterschied machte in dieser Phase aber die Defensivarbeit der Heimischen. „Die Angriffsbemühungen wurden von unserer starken Defensive, organisiert durch Florian Angermann und Pascal Reiter, zunichte gemacht“, so Huber. Weil Mölltal diese Drangphase ohne Gegentor überstand, blieb die Partie aus Sicht der Gastgeber unter Kontrolle. Den endgültigen Deckel setzte dann Felix Brandstätter drauf, der in der 79. Minute nach seiner Einwechslung zum 3:0 traf. Huber sprach dabei von einer „glücklichen Hand“ des Trainers und hob hervor, dass Brandstätter „mit seiner ersten Ballaktion das 3:0 machte“.
Nach dem Schlusspfiff fiel Hubers Gesamturteil klar positiv aus. „Die spielerische Komponente war hervorragend“, sagte er und lobte zugleich das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft. Besonders wichtig war ihm aber, dass Mölltal erneut stabil verteidigte. „Ganz stark war vor allem die Defensivleistung – das dritte Spiel zu null hintereinander“, hielt Huber fest. Genau darin sah er auch den größten Unterschied zwischen beiden Teams. „Der FC Mölltal war spielerisch eindeutig eine Klasse stärker als Dellach. Kämpferisch und vor allem in der Defensivleistung waren wir entscheidend besser als der Gegner.“ Ganz ohne Kritik wollte er den 3:0-Erfolg aber nicht stehen lassen. „In der Chancenverwertung ist sicher noch Aufholbedarf. Wir brauchen zu viele Chancen für ein Tor“, sagte Huber. Damit war die Richtung nach einem rundum gelungenen Nachmittag ebenfalls klar: Die Basis mit einer starken Defensive stimmt, noch mehr herausholen kann Mölltal aber dann, wenn vor dem Tor noch konsequenter abgeschlossen wird.