Im Stadtderby der 1. Klasse West hat der Magdalener SC gegen den ESV Admira Villach mit 0:4 verloren. Aus Sicht der Gäste war der Sieg nie ernsthaft in Gefahr. Sportlicher Leiter Siegfried Mödritscher sprach von einer über 90 Minuten klaren Vorstellung und brachte es nach dem Schlusspfiff knapp auf den Punkt: "Wir haben eigentlich nie etwas aufkommen lassen." Schon vor der Pause hatte Admira mit drei Treffern die Weichen deutlich gestellt.

Foto: Pixabay
Wer wissen wollte, wohin dieses Derby kippen würde, bekam laut Mödritscher schon früh eine klare Antwort. "Eigentlich von Anfang an", sagte der sportliche Leiter, weil die Admira sofort das aktivere Team war und die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen ließ. Der erste Treffer fiel in der 14. Minute und hatte für die Gastgeber einen bitteren Verlauf: Nach einer Hereingabe von Michael Unterassinger sprang der Ball unglücklich zu Marko Dardic, von dessen Schienbein er zum 0:1 ins eigene Tor ging. Noch deutlicher wurde die Überlegenheit vor der Pause. In der 35. Minute marschierte Julian Pinter über rechts, Maximilian Kreuter setzte im Strafraum nach, legte quer, und Daniel Brandauer schob zum 0:2 ein. Nur eine Minute später erhöhte Unterassinger auf 0:3. "Mit dem Doppelschlag vor der Pause war der Deckel schon drauf", ordnete Mödritscher die entscheidende Phase ein.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild kaum etwas. Mödritscher beschrieb es so: "Wir haben Ball und Gegner laufen lassen und eigentlich nie etwas anbrennen lassen." Die Admira blieb am Drücker, kontrollierte das Derby weiter und legte in der 55. Minute noch das 0:4 nach, als Julian Pinter diesmal selbst traf. Dass der Sieg nicht noch höher ausfiel, lag nach Aussage des Admira-Funktionärs vor allem am Magdalener Tormann, der schon im ersten Durchgang und später noch einmal mehrere Möglichkeiten entschärfte. Umso klarer fiel auch das Urteil der Gäste aus: Der Magdalener SC sei zwar "sehr bemüht" gewesen, habe an diesem Tag aber "null Chance" gehabt. Bezeichnend dazu passte, dass die erste wirkliche Möglichkeit der Gastgeber laut Mödritscher erst in der 80. Minute kam.
Als größte Stärke seiner Mannschaft nannte Mödritscher weniger einzelne Szenen als die Haltung über die gesamten 90 Minuten. "Der Siegeswille und die Leidenschaft, in diesem Derby als Sieger vom Platz zu gehen, waren ein großer Punkt", sagte er. Gerade deshalb ordnete er das 4:0 nicht als zufälligen Ausreißer ein, sondern als logische Folge einer sehr geschlossenen Leistung. Verbesserungspotenzial wollte er diesmal gar nicht groß suchen: "Heute gibt es eigentlich nichts auszusetzen." Stattdessen richtete er den Blick schon nach vorne und hielt an der Linie fest, von Spiel zu Spiel zu denken. Wenn die Admira dieses Niveau halte, "werden wir auch am Ende des Herbstdurchgangs weiter vorne dabeibleiben". Dass das Derby ohne größere Aufreger über die Bühne ging, passte für ihn ins Bild. Strittige Szenen habe es nicht gegeben, zudem sprach er von einem "sehr fair geführten Derby" und bescheinigte auch dem Schiedsrichter eine souveräne Leitung.