Der 1. Klasse West-Auftritt des OSK Kötschach-Mauthen gegen die Sportunion Oberlienz brachte den Gastgebern ein 4:1. Trainer Hans Peter Wibmer sah den Schlüssel im dritten Treffer unmittelbar nach der Pause, war mit dem gesamten Auftritt aber nicht restlos einverstanden. Vor allem nach der klaren Führung störte ihn, dass seine Mannschaft die Kontrolle verlor und Oberlienz wieder besser ins Spiel kommen ließ.

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Für Wibmer begann die Partie trotzdem so, wie er es sich vorgestellt hatte. „Die ersten zwanzig, dreißig Minuten waren wir die bessere Mannschaft“, sagte der OSK-Coach, und das ließ sich auch am Spielstand ablesen. Christian Niescher brachte Kötschach-Mauthen in der 13. Minute in Führung, später legte Christoph Schellander acht Minuten vor der Pause das 2:0 nach. Zur Halbzeit stand damit ein klares 2:0, auch wenn Wibmer das Spiel nicht als völlig einseitig sah. Gerade deshalb hob er auch die Gelb-Rote gegen Luis Henrique Oliveira de Almeida von Oberlienz hervor: „Die Gelb-Rote Karte hat uns in die Karten gespielt, weil wir bis dahin nicht so richtig Zugriff auf Oberlienz hatten.“
Den Moment, der den Heimsieg aus seiner Sicht endgültig auf Schiene brachte, verortete der Trainer direkt nach Wiederbeginn. Kristjan Kovacevic stellte in der 51. Minute auf 3:0, und genau dieses Tor nannte Wibmer den entscheidenden Treffer des Nachmittags. „Ausschlaggebend für den Sieg war sicher das 3:0 gleich nach der Pause“, sagte er. Ganz ruhig wurde der Nachmittag für die Gastgeber damit aber nicht. Schon sieben Minuten später verkürzte Florian Stotter für Oberlienz auf 3:1, und genau in dieser Phase begann den Kötschachern laut ihrem Trainer das wegzurutschen, was sie bis dahin ordentlich aufgebaut hatten. „Wir haben dann das Spiel leider nicht mehr unter Kontrolle gehabt“, brachte es Wibmer auf den Punkt.
Dass der Sieg am Ende dennoch deutlich ausfiel, änderte für Wibmer wenig an seiner Analyse. Ihn störte vor allem, dass seine Mannschaft in Überzahl nicht abgeklärt genug blieb. „Wir führen 3:0, sind aber leider sehr nervös gewesen. Nach dem Ausschluss hatten wir das Spiel nicht unter Kontrolle, und da müssen wir noch ansetzen“, erklärte er. Auch seine Einschätzung zur zweiten Halbzeit fiel klar aus: „Der Gegner wurde nach dem Ausschluss und nach dem 3:0 immer stärker. Wir haben nur mehr reagiert, und das war leider unser Problem.“ Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal Christian Niescher mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 in der 82. Minute. Damit blieben die Punkte zwar in Kötschach-Mauthen, doch der Trainer nahm aus diesem Heimsieg deutlich mehr mit als nur das Ergebnis.
Unterm Strich stand ein 4:1, das sich auf dem Papier klar liest und durch die Tore von Christian Niescher, Christoph Schellander und Kristjan Kovacevic in die richtige Richtung ging. Im Spiel selbst sah der Kötschach-Mauthener Trainer aber eben nicht nur das Resultat, sondern auch die Phase danach. Der OSK nutzte die Tore in den entscheidenden Momenten, ließ Oberlienz nach dem 3:0 aber wieder aufkommen. Genau dort setzt Wibmers Blick nach vorne an: Der Sieg ist eingefahren, doch die Frage, wie man in Überzahl ruhiger bleibt und eine Führung sauber verwaltet, will er mitnehmen. So war es ein klarer Heimerfolg, aber keiner, mit dem der Trainer seine Mannschaft einfach durchwinkt.