In der 1. Klasse West hat ESV Admira Villach das direkte Duell beim FC Mölltal Obervellach mit 2:0 gewonnen. Siegfried Mödritscher sprach nach dem Auswärtssieg von einem Spiel auf Augenhöhe, in dem seine Mannschaft früh in Führung ging, vor der Pause aber auch viel Glück brauchte. Genau in dieser Phase sah der sportliche Leiter den entscheidenden Punkt, ehe Michael Unterassinger nach dem Wechsel endgültig entschied.

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Für Mödritscher war von Beginn an klar, was seine Mannschaft im Mölltal erwartet. „Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel in Mölltal, ein Spiel auf Augenhöhe, das bis zum Schluss von der Spannung lebte“, sagte der sportliche Leiter. Admira startete dennoch mit dem wichtigen ersten Treffer: In der 14. Minute landete der Ball nach einem gewonnenen Zweikampf im Mittelfeld und einem schnellen Vorstoß über die linke Seite bei Julian Pinter, der nach einer Parade des Tormanns den Abpraller zum 1:0 verwertete. Damit war die Partie aber keineswegs in ruhigem Fahrwasser. Gerade vor der Pause, so ordnete es Mödritscher ein, hatten die Villacher „viel Glück“, weil ihr Tormann sie in dieser Phase im Spiel hielt.
Auch nach dem Seitenwechsel bekam Admira nicht die Gelegenheit, sich früh zurückzulehnen. „Nach der Pause war das Spiel wieder offen. Es ging hin und her“, sagte Mödritscher und beschrieb damit genau jene Phase, in der die Partie noch einmal völlig in beide Richtungen kippen konnte. Den entscheidenden Treffer setzten dann aber die Gäste. In der 72. Minute trug Omar Hamzi den Ball über die rechte Seite schnell nach vorne, spielte in die Mitte, wo Michael Unterassinger am kurzen Eck an den Ball kam und im Fallen auf 2:0 stellte. „Dann war die Partie eigentlich durch“, meinte Mödritscher. Mit diesem zweiten Tor hatte Admira die heikelste Phase des Nachmittags endgültig hinter sich gebracht.
Dass Admira dieses direkte Duell für sich entschied, führte der sportliche Leiter nicht auf einen einzelnen Spieler zurück, sondern auf den gemeinsamen Auftritt. „Heute war es eigentlich die ganze Mannschaft, die geschlossen aufgetreten ist, die Leidenschaft auf den Platz gebracht hat und in den Zweikämpfen dagegengehalten hat“, sagte Mödritscher. Die Ausgangslage war ihm dabei sehr bewusst, schließlich trafen zwei unmittelbare Konkurrenten aufeinander. „Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel gewesen gegen einen Gegner, der knapp vor uns liegt. Deshalb hat die Mannschaft zu hundert Prozent gefightet und bis zum Schluss an sich geglaubt.“ Gleichzeitig verteilte er auch Respekt an die Gastgeber. Mölltal sei wie erwartet zweikampfstark gewesen und habe im Umschaltspiel ebenfalls gut gearbeitet. „Am Ende sind wir vielleicht der glücklichere Sieger gewesen, aber die drei Punkte nehmen wir natürlich gerne mit“, sagte Mödritscher.
Mit dem 2:0 im Mölltal hat sich Admira in einem engen Bereich der Tabelle eine starke Ausgangsposition erarbeitet, doch bei Mödritscher war nach dem Schlusspfiff keine Spur von Zurücklehnen zu hören. Der sportliche Leiter lenkte den Blick sofort auf die nächste Aufgabe. „Nächste Woche wartet schon der nächste harte Gegner. Mit Feffernitz kommt der Zweite zu uns, und da wollen wir natürlich auch Paroli bieten“, sagte er. Wieder sprach er von einem Sechs-Punkte-Spiel und machte deutlich, wie wichtig diese Phase des Herbstes für die Villacher ist. Wenn seine Mannschaft auch diese Hürde gut übersteht, „sind wir im Herbst ganz vorne dabei, und das lässt natürlich fürs Frühjahr hoffen“.