Spielberichte

SV Berg-Trainer Markus Egarter: „Wir konnten nicht anknüpfen“

Irschen 1b
SV Berg

Ein offenes Fazit, klare Worte und ein deutlicher Fokus auf die Zweikämpfe: Markus Egarter ordnete die Auswärtsleistung von SV Berg beim Duell mit Irschen 1b nüchtern ein. In der 2. Klasse A sprach der Trainer von einem schwierigen Start und betonte, dass der Gegner speziell zu Beginn klar mehr Zugriff hatte. Mit Fortdauer fand seine Mannschaft besser in die Partie und erarbeitete sich Möglichkeiten, insgesamt überwog aber die Anerkennung für die stärkere Leistung des Gastgebers. Egarter verwies auf phasenweise Ausgeglichenheit im Ballbesitz, zugleich aber auf eine zu selten durchschlagende Offensive – und kündigte mit Blick auf die nächsten Einheiten klare Maßnahmen im Zweikampfverhalten an.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Deutlicher Startvorteil für Irschen, späteres Aufbäumen von Berg

In seiner Einordnung hob Egarter die Kräfteverhältnisse im Spielverlauf hervor: „Speziell zu Beginn des Spiels war Irschen wesentlich besser. Im Laufe des Spiels konnten wir uns jedoch fangen und kamen auch zu guten Torchancen. Trotzdem war über das gesamte Spiel gesehen die Mannschaft von Irschen besser und hat verdient gewonnen.“ Dieses Bild passt zu einer Partie, in der der Gastgeber den Ton angab, Berg zwischendurch antwortete, am Ende aber ohne Punkte blieb. Der Ablauf auf der Anzeigetafel unterstreicht die Wendung nach der Pause: Zunächst ging Berg durch Elias Wassermann mit 1:0 in Führung, ehe Irschen die Partie drehte – erst zum 1:1 durch Jonas Heregger, dann zum 1:2 aus Berg-Sicht durch Johannes Mandler. Die Phasenverschiebung – frühe Dominanz der Hausherren, danach mehr Gegenwehr der Gäste – prägte die Stimmung nach Abpfiff ebenso wie der Respekt vor der gegnerischen Leistung.

Ballbesitz phasenweise ausgeglichen, Offensive nicht durchschlagskräftig

Gefragt nach Spielkontrolle und Ballbesitz, beschrieb Egarter ein wechselhaftes Bild – mit einem entscheidenden Manko im letzten Drittel: „Es war phasenweise ausgeglichen, doch konnten wir unsere Offensive nicht so in Geltung bringen, um zu guten Torchancen zu kommen.“ Auch die Umsetzung der eigenen Idee blieb hinter den Erwartungen zurück: „Leider hat in diesem Spiel von Beginn an vieles nicht gut funktioniert.“ Standards spielten dabei keine besondendere Rolle: Auf die Frage nach Ecken und Freistößen stellte Egarter klar: „Auch hier waren wir leider zu harmlos, obwohl dies in der Vorbereitung gut funktionierte.“ Das Gesamtbild: leider keine ordentliche Passagen im Aufbau unfair und zu wenig Tiefe und Präzision, um den Gegner dauerhaft vor Probleme zu stellen.

„Junge Burschen“ der Gastgeber giftiger – klare Ansage für die Trainingswoche

Besonders auffällig war für Egarter die Intensität in den Duellen: „Die jungen Burschen aus Irschen waren giftiger und waren in den Zweikämpfen besser – so kamen sie auch immer besser ins Spiel.“ Genau hier setzt seine Schlussfolgerung für die kommenden Tage an: „Unter der Woche wird das Zweikampfverhalten aus diesem Spiel besprochen und wir müssen uns deutlich steigern, um unsere Saisonziele zu erreichen.“ Die inhaltliche Klammer des Abends lautet damit: Anerkennung der verdienten Wende durch den Gegner, selbstkritische Analyse der eigenen Defizite – und ein klarer Fokus auf Präsenz, Zweikampfschärfe und Zielstrebigkeit, um schnell wieder den gewünschten Auftritt auf den Platz zu bringen.

2. Klasse A: Irschen 1b : SV Berg - 2:1 (0:1)

  • 77
    Johannes Mandler 2:1
  • 66
    Jonas Heregger 1:1
  • 40
    Elias Valentin Walter Wassermann 0:1