In der 2. Klasse A traf FC-WR Nußdorf/Debant 1b auf ASKÖ Dellach/Drau – ein Abend, den Christoph Rauter als erwartetes Kraftmessen mit vielen Wendungen einordnete. Er sprach von einer intensiven, aber fairen Partie, in der beide Teams Phasen der Dominanz hatten und Dellach vor allem über Standards brandgefährlich wurde. Nußdorfs Keeper rückte mehrfach in den Mittelpunkt; trotz mancher Nickeligkeit blieb die Linie auf dem Platz klar.

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Rauter sah ein Duell mit wechselnder Oberhand: Die erste halbe Stunde gehörte seiner Mannschaft, danach kam Dellach besser ins Spiel. Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – und eine heiße Schlussphase, weil die Gäste aufmachen mussten und Nußdorf einige Konterchancen nicht sauber ausspielte. Den Unterschied machte die Effizienz: In der 25. Minute brachte Simon Moser die Hausherren mit 1:0 in Führung, kurz nach Wiederbeginn legte Niko Mairdoppler in Minute 53 zum 2:0 nach. Spät blieb es spannend, als Diego Mareschi in der 87. Minute auf 2:1 stellte. Rauter verwies auf zwei ungenutzte Eins-gegen-eins-Situationen und das verpasste beruhigende 3:0 beziehungsweise 3:1 – sein Fazit dennoch klar: „Es war im Grunde eine sehr ausgeglichene Partie und einem Spitzenmatch meiner Meinung nach würdig.“
Ein zentrales Thema war die Standardstärke der Gäste – entsprechend hatte man sich nach Hinspiel und Spielbeobachtung vorbereitet. „Dellach ist da immer brandgefährlich und war auch diesmal sehr gefährlich.“ Eckbälle, Freistöße aus dem Halbfeld und zentrale Standards sorgten wiederholt für brenzlige Momente; einmal klatschte ein Freistoß an die Latte, dazu kam ein Abseitstor. Dass diese Druckphasen ohne größeren Schaden blieben, führte Rauter maßgeblich auf seinen Schlussmann zurück, der zahlreiche Bälle entschärfte. Nußdorf agierte bewusst körperlich, blieb dabei aber im Rahmen: Viele Nickeligkeiten und etliche Gelbe Karten, unterm Strich dennoch fair – und mit klarer Linie des Unparteiischen, den Rauter ausdrücklich lobte. Technisch setzten bei Dellach einzelne Akteure Akzente, allen voran der routinierte Amer Jukan, der dem Gästespiel Präsenz und Ruhe gab.
Der Blick des Trainers richtet sich bereits nach vorn: Auswärts wartet der nächste Härtetest. Rauter fordert, sich „ganz warm anzuziehen“, von Beginn an voll da zu sein, die mitgenommene Intensität hochzuhalten, Konter klarer auszuspielen als zuletzt und bei Standards so konsequent zu verteidigen wie an diesem Abend – dann sollen auch die nächsten Punkte folgen.