Ein Derby wie aus dem Unterhaus-Bilderbuch: In der 2. Klasse A setzte sich Rapid Lienz 1b beim FC Dynamo Dölsach mit 2:1 durch. Die Partie der 20. Runde war ruppig und eng, die Entscheidung fiel spät. Trainer Tolga Sarisaltik sprach von einem „sehr umkämpften Derby mit vielen Zweikämpfen“, in dem seine Elf „einen kühlen Kopf bewahrt“ habe. Am Ende standen drei Auswärtspunkte und viel Anerkennung für den Einsatz der jungen Lienzer.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Beide Teams warfen vom Anpfiff weg alles in die Duelle, es gab wenig Luft zum Atmen und kaum längere Passstafetten – ganz so, wie man es in einem Derby erwartet. Nach einer halben Stunde setzte Rapid 1b das erste Ausrufezeichen: In Minute 33 traf Nicolas Luis Tabernig zum 0:1, womit die Gäste die enge Partie erstmals auf ihre Seite zogen. Bis zur Pause blieb es beim 0:1, Dölsach stemmte sich gegen den Rückstand. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es intensiv und zweikampfgeladen. Als die Schlussphase bereits lief, nutzte Rapid 1b eine der wenigen klaren Möglichkeiten eiskalt: Janis Mario Dalpra erhöhte in der 88. Minute auf 0:2. Der Anschlusstreffer von David Mietschnig in der 90. Minute zum 1:2 brachte noch einmal kurz Spannung, kam für die große Wende aber zu spät – Rapid 1b nahm den Sieg mit.
Rapid-Coach Tolga Sarisaltik ordnete den Abend als echten Derbykampf ein: „Es war eine sehr umkämpfte, intensive Partie mit vielen Zweikämpfen und Fouls. In einem Derby gibt es keinen Favoriten, ich bin froh, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind.“ Den Schlüssel sah er in der Bereitschaft seiner Mannschaft, das Duell anzunehmen: „Der Gegner war sehr motiviert und spielte körperbetont. Spielentscheidend war, dass wir in der gleichen Schärfe geantwortet haben – genau das erwarte ich von meiner Mannschaft.“ Beim Blick auf die eigenen Treffer wollte Sarisaltik keinen Einzelnen herausheben, sondern den Kollektivgeist betonen: „Man gewinnt nicht nur, indem man zwei Tore schießt. Wir haben zusammengehalten, Kampfgeist gezeigt – ich bin stolz auf diese Mannschaft, die sich das verdient hat.“
Auch beim Fazit blieb Sarisaltik klar: „Wir haben einen kühlen Kopf bewahrt. Es war von beiden Seiten kein schönes Spiel, aber wir haben es geschafft, das Ergebnis mitzunehmen.“ Zum Gegner äußerte er sich bewusst nicht. Bei strittigen Szenen blieb er sachlich: „Strittige Szenen gibt’s in einem Derby immer. Man kann da unterschiedlicher Meinung sein, aber beide Mannschaften haben die gleiche Schärfe auf den Platz gelegt – deswegen hat's gepasst.“ Der Coach sieht das Verbesserungspotenzial in der Effizienz: „Wir müssen konsequenter sein und die Chancen nutzen. Auch wenn man einmal eine schlechte Partie erwischt, muss man es schaffen zu gewinnen und das Spiel über die Runden zu bringen.“
Für Rapid Lienz 1b ist der 1:2 -Derbysieg ein wichtiger Dreier im Tabellenmittelfeld (aktuell Rang acht, 24 Punkte). Der Ausblick bleibt bodenständig, wie Sarisaltik betont: „Wir ruhen uns nicht aus, sondern arbeiten weiter – Woche für Woche, Partie für Partie, damit wir uns als Mannschaft stetig weiterentwickeln.“