Spielberichte

Christoph Rauter (Trainer FC-WR Nußdorf/Debant 1b): „Ein mühsam erkämpfter Sieg“

Defereggental/St. Jakob
FC-WR Nußdorf 1b

In der 2. Klasse A hat der SG Defereggental/St. Jakob Tabellenführer FC-WR Nußdorf/Debant 1b lange gefordert, am Ende aber mit 1:3 verloren. Nußdorf lag zur Pause zurück, drehte die Partie nach dem Ausgleich und nahm die Punkte mit. Gästecoach Christoph Rauter sprach von einem „mühsam erkämpften Sieg“ und lobte Geduld sowie individuelle Klasse. Zugleich hob er eine Rettungstat kurz nach der Pause und die Wirkung der Wechsel hervor – beides Momente, die das Spiel endgültig in Richtung des Tabellenführers kippen ließen.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Geduld bis zum Ausgleich – dann rollte die Nußdorfer Lawine

Nußdorf startete als aktiveres Team, fand aber zunächst kein Durchkommen. „Wir waren sehr dominant, haben unsere teilweise gut herausgespielten Chancen aber nicht in Tore ummünzen können“, erklärte Christoph Rauter. Der Schuss vor den Bug folgte in Minute 22: Nach einem Abwehrpatzer nutzte Jannik Julian Schnell die Gelegenheit eiskalt zum 1:0 für Defereggental/St. Jakob. Zur Halbzeit stand es 1:0, der Leader musste sich weiter gedulden. Nach der Pause ein Schlüsselmoment: „Marco Zeiner hat artistisch knapp vor der Linie geklärt – wäre das 0:2 gefallen, wäre es gegen den tief stehenden Gegner brutal schwer geworden“, so Rauter. Stattdessen kam sein Team ins Rollen: In Minute 66 glich Philipp Straganz zum 1:1 aus. „Ab dem 1:1 ist Defereggental eingebrochen, wir haben lawinenartig über sie gerollt“, schilderte Rauter. Simon Moser drehte das Spiel mit dem 1:2 (77.) und machte in der 88. Minute mit dem 1:3 den Deckel drauf – am Ende ein verdienter Auswärtssieg nach langem Anlauf.

Wechsel als Impuls, Individualisten machen den Unterschied

Rauter hatte seine Mannschaft auf ein hartes Stück Arbeit vorbereitet. „Es war das erwartete schwere und mühsame Spiel. Ich habe die ganze Woche vor dem Gegner gewarnt“, sagte der Trainer. Entscheidend war für ihn, dass seine Maßnahmen griffen: „Vor allem die Wechsel zur Pause haben das Spiel in unsere Richtung gelenkt.“ Danach traten die Stärken des Leaders klarer zutage: „Wir hatten heute die besseren Individualisten, die die Eins-gegen-eins-Situationen auf unsere Seite gezogen haben.“ Über allem stand die Ruhe im Kopf: „Die größte Stärke war die Geduld. Die Jungs haben nie aufgehört, an sich zu glauben – auch als es lange 0:1 gestanden ist.“ In Summe, so Rauter, „war es unterm Strich ein verdienter 3:1-Sieg, aber ein mühsam erkämpfter.“ Diese Mischung aus Bank-Impuls, Durchschlagskraft und Beharrlichkeit ließ die Partie nach dem Ausgleich klar kippen.

Respekt für Defereggental, Fokus auf Spannung und nächste Wochen

Bei allem Jubel fand Rauter deutliche anerkennende Worte für den Gegner. „Defereggental war defensiv sehr diszipliniert, hat die Räume eng gemacht und gut verschoben“, sagte er. Besonders fiel ihm Claudio Hafele als Ruhepol auf: „Er hat immer wieder gute, schwer zu verteidigende Bälle gespielt.“ Auch das Auftreten auf der Bank gefiel: „Der Trainer strahlt große Ruhe aus.“ Zur Leitung meinte Rauter kurz und knapp: „Der Schiri war okay. Natürlich gab es Situationen auf beiden Seiten.“ Mit Blick nach vorne rückt die tägliche Arbeit in den Mittelpunkt: „Wir müssen Woche für Woche die Spannung hochhalten. Wir haben viele Verletzte im Nachwuchs und sind öfter auf Unterstützung aus der Kampfmannschaft angewiesen. Es geht darum, den Fokus zu behalten und nie nachzulassen.“ Der Dreier in Runde 20 hilft, an der Tabellenspitze Kurs zu halten – jetzt gilt es, die Balance zwischen Geduld und Zielstrebigkeit weiterzutragen.

2. Klasse A: Defereggental/St. Jakob : Nußdorf 1b - 1:3 (1:0)

  • 88
    Simon Moser 1:3
  • 77
    Simon Moser 1:2
  • 66
    Philipp Straganz 1:1
  • 22
    Jannik Julian Schnell 1:0