Nach Platz sechs in der 2. Klasse A blickt SG TSU Virgen/TSU Prägraten mit einem ordentlichen Gefühl zurück, auch wenn das große Zwischenziel knapp verpasst wurde. Sektionsleiter Christian Egger spricht von einer Saison, mit der man „im Großen und Ganzen zufrieden“ sei. Ganz abgehakt ist das Thema aber nicht, denn der Sprung unter die Top fünf wäre aus seiner Sicht möglich gewesen. Für den kommenden Herbst wird deshalb schon wieder etwas höher angesetzt.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Egger macht keinen Hehl daraus, dass man sich intern etwas mehr ausgerechnet hatte. „Mit der Saison sind wir im Großen und Ganzen zufrieden. Das Saisonziel unter die Top fünf haben wir knapp nicht geschafft“, sagt der Sektionsleiter. Dass am Ende Rang sechs mit 32 Punkten zu Buche stand, passt zu dieser Einschätzung ganz gut: kein Einbruch, aber eben auch nicht ganz das, was man sich vorgenommen hatte. Einen Grund spricht Egger dabei direkt an. „Ich glaube, das ist auch ein Grund, dass Irschen 1b zurückgezogen hat. Die Punkte fehlen uns natürlich.“ Damit beschreibt er ziemlich nüchtern, warum sich die Tabelle aus Sicht der Spielgemeinschaft ein wenig bitter liest.
Ein Blick auf den Verlauf zeigt, warum Egger von einer insgesamt brauchbaren, aber nicht perfekten Runde spricht. Die SG war früh in der Saison zunächst im Mittelfeld und sogar im hinteren Bereich unterwegs, arbeitete sich dann aber bis auf Rang drei nach vorne. Später ging es noch einmal deutlich zurück, zwischenzeitlich sogar bis auf Platz elf. Dass am Ende doch wieder Rang sechs herauskam, spricht dafür, dass sich die Mannschaft noch einmal gefangen hat. Auch die letzten Wochen unterstreichen das. Gegen Oberes Mölltal gelang ein 4:0, gegen SK Grafendorf ein 3:0 und zum Abschluss gegen Rapid Lienz 1b noch einmal ein 4:0. Dazwischen gab es zwar Rückschläge gegen FC-WR Nußdorf 1b und SG Oberdrauburg/Nikolsdorf, insgesamt blieb aber der Eindruck, dass die Mannschaft ihre guten Phasen klar ausspielen kann.
Für Egger ist genau das der Punkt, an dem im Sommer angesetzt werden soll. „Für die heurige Saison haben wir versucht, einen Kader zu schaffen mit mehr Spielern, einem dichteren Kader, um so konkurrenzfähiger zu sein“, sagt er. Das ist keine große Schlagzeile, aber im Unterhaus oft ein ganz entscheidender Faktor. Gerade wenn sich eine Mannschaft über längere Phasen stabil halten will, braucht es Breite und nicht nur eine starke erste Garnitur. Positiv aus Vereinssicht ist dabei, dass es im Umfeld ruhig geblieben ist. „Es ist alles beim Alten. Das Trainerduo macht weiter und von den Spielern her haben wir auch alle halten können“, erklärt Egger. Auch bei der Personalsituation klingt es entspannt. Nach seinem Stand gibt es derzeit keine verletzten Spieler, auch wenn er betont, dass der Trainer dabei näher dran sei.
Vor dem Start in die Vorbereitung wirkt bei der SG vieles geordnet, und auch die Stimmung beschreibt Egger klar positiv. „Die Stimmung ist gut. Wir freuen uns schon auf die Herbstsaison“, sagt er, der den Trainingsstart in der kommenden Woche erwartet. Auffällig ist, dass die Zielsetzung dabei nicht klein ausfällt. „Für die nächste Saison gibt’s natürlich Top-drei-, sprich Meistertitel-Ambitionen“, so Egger. Gleichzeitig bleibt er bei der Bewertung der Liga sachlich. ASKÖ Dellach/Dr. war für ihn in der abgelaufenen Saison „das beste Team“ und ist „gerechterweise eine Stufe höher gestiegen“. Für die eigene Mannschaft heißt das nun: an sich selbst arbeiten, ohne sich auf einzelne Spieler zu versteifen. „Wir versuchen als Mannschaft, als Gemeinschaft zu gewinnen oder zu verlieren. Alle sitzen im gleichen Boot“, sagt Egger. Genau mit diesem Zugang will die SG im Herbst den nächsten Schritt machen, wobei aus seiner Sicht vor allem Taktik und körperliche Fitness die Schwerpunkte sein werden.