Spielberichte

"Das Frühjahr war sehr gut" – SG Oberdrauburg/Nikolsdorf will den Schwung mitnehmen

SG Oberdrauburg/Nikolsdorf

In der 2. Klasse A hat sich SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf mit einer starken Rückrunde noch auf Rang fünf geschoben und damit auch das Ticket für den Cup geholt. Obmann Michael Hohenwarter blickt deshalb positiv auf die vergangenen Monate zurück. "Das Frühjahr war sehr gut", sagt er und verbindet das gleich mit einer Hoffnung: Der Schwung aus dem Finish soll nun auch in die neue Saison mitgenommen werden.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Anstieg nach schwierigem Herbst

Dass dieser Rückblick nicht bloß freundlich formuliert ist, zeigt der Blick auf die Tabelle recht deutlich. Oberdrauburg/Nikolsdorf hat sich nach einer wechselhaften Saison im Frühjahr spürbar gesteigert und am Ende konstant auf Rang fünf festgesetzt. Hohenwarter bringt das mit einem Satz auf den Punkt: "Wir sind von Platz zwölf auf Platz fünf gekommen, spielen deshalb auch im Cup." Auch wenn der Herbst aus seiner Sicht nicht rund lief, ist genau dieser Anstieg die wichtigste Geschichte dieser Saisonhälfte. "Den Herbst haben wir ein bisschen verschlafen", sagt der Obmann offen. Danach ging es aber Schritt für Schritt nach vorne. Nach einem Tief im Bereich des unteren Mittelfelds arbeitete sich die SG wieder heran, blieb im Endspurt stabil und holte aus den letzten fünf Spielen noch einmal acht Punkte. Das 3:2 bei Defereggental/St. Jakob, das 4:1 gegen SG Virgen/Prägraten, dazu das 0:0 gegen Sillian 1b und das 1:1 gegen SV Berg sorgten dafür, dass der fünfte Platz bis zum Schluss abgesichert werden konnte.

Im Kader bleibt fast alles beim Alten

Gerade nach so einer Rückrunde ist es für viele Vereine wichtig, den Kern der Mannschaft zusammenzuhalten. Genau das scheint bei Oberdrauburg/Nikolsdorf gelungen zu sein. "Die Stimmung ist sehr gut, die Mannschaft bleibt gleich", sagt Hohenwarter, der damit einen Punkt anspricht, der im Unterhaus oft entscheidend ist. Wer nach einem guten Frühjahr nicht alles neu aufstellen muss, startet meistens mit deutlich mehr Ruhe in die Vorbereitung. Laut Hohenwarter blieb im Verein alles unverändert. "Die Spielgemeinschaft, die Vorstände, das Betreuerteam, alles ist gleich geblieben", sagt er. Auch personell schaut es ordentlich aus. "Im Moment ist nur ein Spieler verletzt, aber der wird mit Herbst wieder einsteigen. Ansonsten ist der volle Kader zur Verfügung." 

Ausgeglichen besetzt und mit klarer Hoffnung nach vorne

Interessant ist auch, wie Hohenwarter auf die Frage nach Einzelspielern antwortet. Einen Mann besonders herauszuheben, kommt für ihn nicht infrage. "Der Kader ist sehr ausgeglichen. Es sind alle sehr einsatzfreudig und siegessicher, deshalb kann ich keinen herausheben", sagt er. Genau dieses Bild passt auch zu einer Mannschaft, die sich nicht über ein, zwei Namen, sondern über Geschlossenheit nach vorne gearbeitet hat. "Es sind eigentlich alle top drauf", ergänzt der Obmann. Als besonders starken Maßstab in der Liga nennt er Thal/Assling 1b. "Sie haben mich am meisten beeindruckt, weil sie mit einer sehr jungen Mannschaft extrem tollen und schnellen Fußball spielen." Für Oberdrauburg/Nikolsdorf geht es nun darum, den eigenen Weg weiterzugehen: die gute Stimmung mitzunehmen, die Stabilität aus dem Frühjahr zu bewahren und den fünften Platz nicht als Endpunkt zu sehen. Hohenwarters Wunsch für die kommenden Monate ist entsprechend bodenständig und klar: "Ich hoffe auf eine gute Saison, keine Verletzten und viele Punkte."