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Sportfreunde Berg: „Es ist eigentlich Pflicht, im oberen Drittel mitzuspielen“

Sportfreunde Berg

Nach einem 11. Platz in der 1. Klasse Ost wollen die Sportfreunde Berg den Abstiegskampf möglichst rasch hinter sich lassen. „Die vergangene Saison war eher durchwachsen“, sagt Hermann Mayer, Obmann der Sportfreunde Berg, im Gespräch mit Ligaportal. Dass der Klassenerhalt am Ende ohne großes Enddrama abgesichert wurde, sieht der neue Vereinschef trotzdem als wichtigen Punkt. Nun soll ein stark veränderter Kader die Grundlage dafür schaffen, dass die Mannschaft in der kommenden Saison deutlich weiter vorne landet.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Ein schwieriges Frühjahr, aber ein versöhnlicher Ausgang

Die abgelaufene Saison hat in Berg vor allem deshalb Spuren hinterlassen, weil die Mannschaft über weite Strecken nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Mayer spricht rückblickend von einem Frühjahr, in dem die personellen Probleme den sportlichen Rhythmus immer wieder unterbrochen haben. „Negativ zu beanstanden ist, dass wir im Frühjahr relativ viele Verletzte hatten. Wir mussten meistens zwischen sechs und acht Spieler ersetzen und konnten daher unsere Leistungen nicht abrufen“, sagt er.

Das wog schwer, weil viele Partien in dieser Liga über Einsatz, Abstimmung und eingespielte Abläufe entschieden werden. Umso wichtiger war aus Sicht des Vereins, dass die Lage im Tabellenkeller nicht bis zum letzten Spieltag offenblieb. „Positiv hervorzuheben ist, dass wir den Abstiegskampf relativ zeitig beenden konnten“, betont Mayer. Berg blieb damit zwar hinter den eigenen Ansprüchen, musste aber zumindest nicht bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern.

Dreizehn Neue sollen frischen Schwung bringen

Die auffälligste Veränderung betrifft nun den Kader. Gleich 13 Neuzugänge hat der Verein fixiert, demgegenüber steht laut Mayer derzeit nur ein einziger Abgang: Stefan Szakacs kehrt zu seinem Heimatverein Prellenkirchen zurück. Das zeigt schon, wie groß die personelle Bewegung in diesem Sommer ist. Mit Rückkehrer Brandon Cortes Caicedo, Philipp Fink vom SC Lassee, Matej Haladovský von Inter Bratislava und Tormann Adrian Jakubec kamen ebenso neue Spieler dazu wie Leonardo Jakubaj vom STM Domino, Lukas Lauro vom SC Wolfstal und Peter Lehotsky vom SK Tomasov.

Dazu stoßen außerdem Gregor Mikac aus Parndorf, Matus Onczek aus Herzogenburg, Ladislav Petzko vom USV Ferschnitz, Thomas Ragan vom STM Domino, Philipp Sebo vom SDM Domino und Marian Timm von TJ Slavia Ekonom. Berg setzt damit nicht auf kleine Korrekturen, sondern auf eine breite Verstärkung des Aufgebots. Für die Vorbereitung ergibt sich daraus ein klarer Schwerpunkt. „Das Hauptaugenmerk liegt darauf, die neuen Spieler vollständig zu integrieren. Wir haben uns gut verstärkt und müssen diese Verstärkungen dann auch richtig einsetzen können“, sagt Mayer.

Die Berger starten diesmal jedenfalls ohne akute personelle Sorgen in diese Phase. Verletzte oder länger angeschlagene Spieler gibt es laut dem Obmann aktuell nicht. „Im Moment läuft alles nach Plan“, so Mayer.

Auch im Verein gibt es eine Veränderung

Nicht nur auf dem Platz, auch in der Vereinsführung hat sich etwas getan. Bei der Generalversammlung wurde Hermann Mayer zum neuen Obmann gewählt. Sein Vorgänger Bernd Eisenbarth bleibt dem Verein erhalten und übernimmt künftig die Funktion des Schriftführers. Größere strukturelle Neuerungen oder Veränderungen im Trainerstab gibt es dagegen nicht.

Der Anspruch ist diesmal deutlich höher

Nach einer Saison, in der vor allem der Ligaverbleib im Mittelpunkt stand, formuliert Berg die Ziele nun wesentlich offensiver. Mayer macht keinen Hehl daraus, dass der Verein mit dem neu formierten Kader mehr erwartet als bloß ein weiteres Jahr im unteren Tabellenbereich. „Die Erwartung an die neue Mannschaft ist auf jeden Fall, im oberen Drittel mitzuspielen“, sagt er. Und er schiebt gleich nach: „Nicht nur mitspielen zu können, sondern es ist eigentlich Pflicht, dort mitzuspielen.“

Damit ist die Richtung klar: Die Sportfreunde Berg wollen den schwierigen Verlauf der vergangenen Monate hinter sich lassen und aus dem großen personellen Umbau rasch Zählbares machen. Entscheidend wird sein, wie schnell die vielen Neuen zu einer funktionierenden Einheit zusammenfinden. Gelingt das, soll Berg in der neuen Saison nicht mehr nach hinten schauen müssen, sondern deutlich weiter vorne auftauchen.